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Atommeiler, die Zeitbomben in idyllischen Landschaften
#1
Dieses Geschacher zwischen der Atomlobby und unserer Regierung um die Laufzeitverl?ngerung der Atommeiler ist einfache und schlichte Volksverdummung oder anders ein massenpsychologischer Trick. Um was geht es da eigentlich? Tats?chlich geht es um den verl?ngerten Einsatz einer hochgef?hrlichen Technologie zur Erzeugung von Strom, die uns jeden Moment um die Ohren fliegen kann. Mit diesen "Zeitbomben" mitten unter uns, in idyllischen Landschaften, wird eine erhebliche Menge an Geld verdient und von diesen Euros, will sich, zumindest macht es den Eindruck, die Bundesregierung, um einen positiven Eindruck beim Volk und den W?hler zu machen, etwas abhaben. Der Staat will von den Betreibern der Anlagen: Eon, RWE, Vattenfall und EnBW, in Gegenleistung f?r die Verl?ngerung des Risikos eines Supergaus, wie ein Bettler, ein paar Cent. Die Spendenb?chse h?lt der Finanzminister hin. Es wird noch verhandelt um die H?he der Summe, oder ob ?berhaupt etwas gezahlt wird. Warten wir ab.

Die Laufzeitverl?ngerung ist, und davon d?rfen wir getrost ausgehen, beschlossene Sache. Die Politik hat hier mehr oder weniger keinen Einfluss, dieser unterliegt allein den Betreibern, die mit ihrer Lobby innerhalb der Parteien, die l?ngst das Parlament und die Regierung im Griff haben.

(Ausschnitt aus einer Onlinzeitung):
In der Debatte um die Bezahlung von Politikern durch Gro?konzerne werden immer neue F?lle bekannt. Der Atomkraftwerksbetreiber Vattenfall finanziert nach Angaben von Kommunikationschef Johannes Altmeppen den SPD-Bundestagsabgeordnete Wilfried Schreck aus Cottbus. Schreck ist Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Vattenfall Europe Generation. Gemeinsam mit E.ON betreibt Vattenfall die deutschen Atomkraftwerke Brunsb?ttel, Brokdorf und Kr?mmel.

Die Laufzeiten, um die offen gestritten wird ist reine politische Augenwischerei. Man nennt das auch Volksverdummung. Diese Diskussion ist Show und auch vollkommen unwichtig. Letztlich kann man die Laufzeitverl?ngerung, sagen wir um 10 Jahre nach 10 Jahren, wiederum um 10 Jahre verl?ngern und genau so wird es geschehen. Das ist der Plan. So vertritt der Umweltminister und ein paar Politiker volksgef?llig, das ja in seiner Mehrheit gegen die Verl?ngerungen der Laufzeiten ist, die kurze Laufzeit und die Atomlobby in allen Parteien, die l?ngeren Laufzeiten und der entstandene, verabschiedete Kompromiss, wird in 5, 10, 15, 20 oder in 30 Jahren wieder zur Diskussion gestellte. Jeder kann diese simple Lockig verstehen ohne, dass er Psychologie studiert hat.

Also, was soll diese Scheindiskussion, die uns von den Parteien im Parlament geboten wird. Sie dient lediglich dazu von den hohen Risiken, die sich in dieser Technologie verbergen, abzulenken. Es ist ein Spiel, das wie folgt funktioniert. Die gegen die Laufzeitverl?ngerung, aber kompromissbereit sind, werden sich bei 5 Jahren einspielen und da es jetzt schon mal passiert ist, auch 10 Jahre letztlich akzeptieren usw. . . .

Die Hartliner unter den Atomkraftgegnern, werden in zu einer Minderheit, da die Schwachen in dieser Gruppe bekehrt werden und wenn ich mich nicht total irre, ist das schon l?ngst passiert. Sollte es noch nicht passiert sein wird es aber ganz bestimmt so kommen, denn wie wir wissen hat sich die Regierung bis zur endg?ltiger Entscheidung genug Zeit einger?umt. Br?ckentechnologie, Geschacher um ein paar Cent und Diskussion um Laufzeiten, sind einfach nur schlechtes Psychotheater, dem die meisten auf den Leim gehen werden. Und nat?rlich, wie sollte anders sein, hilft ein Gr?nder der Gr?nen, sp?ter SPD, ein Volkstribun und beliebter Mann, Herr Otto Schyli und viele andere bei dieser gelungenen Politposse mit.

Die Diskussion, die dringest gef?hrt werden m?sste und um was es auch letztlich geht bleib au?en vor.

(Ausschnitt)
Ebenso m?ssen lebensgef?hrliche Experimente, wie die Atompolitik, beendet werden. Tschernobyl war genug, wem das nicht einleuchtet, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Supergau in einem deutschen Atomkraftwerk, oder woanders in der Welt k?nnte gro?e Teile unseres Landes auf lange Zeit unbewohnbar machen, inklusive Teile der Nachbarn.

Wo - sollen wir hingehen - wer wird uns aufnehmen? Das kann ?berall in der Welt passieren. Russland ist gro? und die Menschen konnten umgesiedelt werden. Bei uns in der BRD und dem derzeitigen System wird es keinen Platz f?r uns geben. Unsere Atomwirtschaft w?rde da keine Verantwortung tragen und kann auch unsere Heimat nicht ersetzen. Die Verantwortung ist immer Sache der Nationen und die hat nur Schulden.

?brigens wurde eine solche Katastrophe bewusst noch nie so thematisiert, wie ich es hier sehr einfach dargestellt habe. An jedem Tag kann das passieren, heute, morgen. Nach dem Zufallsprinzip, mathematisch gesehen wird es passieren. Nat?rlich wei? niemand wann.

Die Antwort, l?ngere Laufzeiten, ist schlicht und einfach falsch und unverantwortlich. Hier wird verdr?ngt auf ganz gef?hrliche Art und Weise. Es kann nicht hei?en, wie wir es jeden Tag h?ren: "Es gibt kein Geld f?r dies und das", das ist nur in diesem System richtig, aber das System ist falsch (Quelle: Erneuerbare Zahlungsmittel).

Das Drama von Tschernobyl darf sich nicht wiederholen. Ein guter Ratschlag. Aber Tschernobyl ist l?ngst vergessen und auch Herr Schyli hat es wohl vergessen. Tschernopyl ist Geschichte und unsere Meiler sind sicher. Nichts auf dieser Welt ist sicher, nur dass wir alle einmal sterben werden und bei der Menge der Meiler auf unserer Welt und den Tausenden St?rf?llen, kann es einem Angst werden und diese Angst, in diesem speziellen Falle, sollte man ernst nehmen. Wenn die Atomlobby und unsere Regierung oder korrupte Politiker Geld brauchen, sollen sie sich das bitte irgendwoanders holen. Erneuerbare Energien, dort liegt das Geld auf der Stra?e, also hebt es auf und last die Stadt Biblis auf dem Boden.

Eine andere M?glichkeit Riesenmengen an finanziellen Mittel zu schaffen, findet ihr unter Download "www.weltversorgungsgesellschaft.de"
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#2
Wolfgang schrieb:verl?ngerten Einsatz einer hochgef?hrlichen Technologie zur Erzeugung von Strom, die uns jeden Moment um die Ohren fliegen kann. [...] "Zeitbomben" mitten unter uns [...]

Die Politik hat hier mehr oder weniger keinen Einfluss [...]

lebensgef?hrliche Experimente, wie die Atompolitik [...]

An jedem Tag kann das [ein GAU in Deutschland] passieren, heute, morgen. [...]

Tausenden St?rf?llen [...]

Erneuerbare Energien, dort liegt das Geld auf der Stra?e

Wahnsinn... :eek:
Ein langer Beitrag voll geballter Ahnungslosigkeit. Mehr kann man dfazu nicht sagen.
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#3
Benny schrieb:Wahnsinn... :eek:
Ein langer Beitrag voll geballter Ahnungslosigkeit. Mehr kann man dfazu nicht sagen.
Das k?nnte man schon, wenn man die Bedenken des Threaderstellers ernst n?hme und nicht nonchalant ?ber sie hinweggehen w?rde.
Die Verl?ngerung der Laufzeiten f?r die deutschen AKW ist der eigentliche Kern des Energiekonzepts 2050 der Bundesregierung. Je nach gesellschaftlicher Stellung und politischer Machtposition wird sie unterschiedliche bewertet: Wirtschaft und Handwerk begr??en sie onisono, Merkel bezeichnet das Ganze gar als "?kologisch und revolution?r", betont die "Standhaftigkeit des Bundes" und die Tatsache, dass man mehr als die H?lfte der gigantischen Zusatzgewinne von e-on & Co. absch?pfe (Andere rechnen anders!) und die Lobby der Erzeuger regenerativer Energien, pl?tzlich nicht mehr konkurrenzf?hige Stadtwerke, Umweltverb?nde und die Bauern im Wendland sind dagegen.
Aber schon allein die Tatsache des weiterhin ungel?sten und sich nun drastisch versch?rfenden Problems der Endlagerung radioaktiver Abf?lle gen?gt, um die Laufzeitenverl?ngerung prinzipiell in Frage zu stellen.
Aber einmal etwas zur Form: Hier Abwertung als "geballte Ahnungslosigkeit", anderswo als "Bl?dsinn", ganz einfach nachvollziehbare Argumente aber null. Unwillen oder Unf?higkeit?
Genauso l?uft es immer ?fter ab. Gegner machtpolitischer Entscheidungen pauschal als Deppen diffamieren und sich dann aber ?ber die "Dagegen-Republik" wundern... Peinlich!:o
NIHIL HUMANI A ME ALIENUM PUTO. -
Nichts menschliches ist mir fremd. (Menander)
Politisches Salzland
Timirjasev-Verein
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#4
Wolfgang schrieb:Die Laufzeitverl?ngerung ist, und davon d?rfen wir getrost ausgehen, beschlossene Sache. Die Politik hat hier mehr oder weniger keinen Einfluss, dieser unterliegt allein den Betreibern, die mit ihrer Lobby innerhalb der Parteien, die l?ngst das Parlament und die Regierung im Griff haben. ...
Die Hartliner unter den Atomkraftgegnern, werden in zu einer Minderheit, da die Schwachen in dieser Gruppe bekehrt werden und wenn ich mich nicht total irre, ist das schon l?ngst passiert.

So sehr ich die Kritik an der Kernkraft bef?rworte, der zitierte Abschnitt wird dadurch nicht richtiger. Die deutsche Parteienlandschaft teilt sich in dieser Hinsicht nahezu in zwei H?lften auf, meinetwegen auch ideologisch. Der Einfluss auf die Tagespolitik kann somit eindeutig vorhergesagt werden. Unter Rot-Gr?n (auch R-R-G) w?re eine Debatte um Laufzeitverl?ngerungen kein Thema. Da k?nnte die Atomlobby vor Wut B?ume ausrei?en. Ein Effekt bliebe aus. Wer das nicht wahrnimmt, untersch?tzt die mittlerweile starke EE-Lobby und hat aus dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl noch immer keine nachhaltigen Schl?sse gezogen.

Die Laufzeitverl?ngerung ist keine Entscheidung der Politik, entschieden hat das deutsche Volk. Zugegeben, es ist eine bittere und unpopul?re Wahrheit. Doch nichts anderes ist des Pudels Kern.
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#5
Als erstes m?chte ich sagen! Es gibt kein "Gespr?ch" wie du meinst...es gibt Befehle der Lobby und die Ausf?hrung von der Politik.

2. Atommeiler sind Zeitbomben genauso wie Chemie Konzerne, Waffenherstellung, Biologie Laboratorien...u.s.w.

3. Die Entlagerung macht mir mehr Sorgen als die AM an sich.

Aber am meisten macht mir Angst das wir glauben Atomstrom ist billiger als andere Formen der Energie erzeugung... so wie z.B. die Energiesparlampe besser f?r die Umwelt ist als die Gl?hbirne.
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#6
Detlef05 schrieb:und die Lobby der Erzeuger regenerativer Energien, pl?tzlich nicht mehr konkurrenzf?hige Stadtwerke, Umweltverb?nde und die Bauern im Wendland sind dagegen.

Tja, wer bei Investitionen darauf spekuliert dass die Regierung einwandfrei und sicher funktionierende Kraftwerke zwangsabzuwracken, der muss halt auch damit rechnen dass vielleicht mal eine andere Regierung drankommt, die diesen Irrsinn stoppt oder zumindest f?r einige Jahre aussetzt. Wer auf den Erhalt des status quo spekuliert und seine Gewinnstrategie darauf ausrichtet, der muss wenn sich was ?ndert halt auch die Verluste tragen - ganz nach dem Motto kein Zocken ohne Risiko.

Un wenn Leute die Kernkraft als besonders umweltsch?dliche Form der Energieerzeugung bezeichnen - DAS ENTSPRICHT NUN MAL IN KEINSTER WEISE DEN FAKTEN.

Detlef05 schrieb:Aber schon allein die Tatsache des weiterhin ungel?sten und sich nun drastisch versch?rfenden Problems der Endlagerung radioaktiver Abf?lle gen?gt, um die Laufzeitenverl?ngerung prinzipiell in Frage zu stellen.

De fachto haben wir in Deutschland ein Endlager. Nur formaljuristisch halt nicht, und das liegt einzig und allein an dem Moratorium der rot-gr?nen Regierung. Das Moratorium hatte nur den einzigen Zweck, den Zustand jahrelang k?nstlich aufrechtzuerhalten dass in Deutschland offiziell kein Endlager existiert. Nach Ende des Moratoriums wird es nicht mehr lange dauern bis das Endlager auch richtig offiziell diesen Status hat.
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#7
Benny schrieb:Tja, wer bei Investitionen darauf spekuliert dass die Regierung einwandfrei und sicher funktionierende Kraftwerke zwangsabzuwracken, der muss halt auch damit rechnen dass vielleicht mal eine andere Regierung drankommt, die diesen Irrsinn stoppt oder zumindest f?r einige Jahre aussetzt. Wer auf den Erhalt des status quo spekuliert und seine Gewinnstrategie darauf ausrichtet, der muss wenn sich was ?ndert halt auch die Verluste tragen - ganz nach dem Motto kein Zocken ohne Risiko.

Un wenn Leute die Kernkraft als besonders umweltsch?dliche Form der Energieerzeugung bezeichnen - DAS ENTSPRICHT NUN MAL IN KEINSTER WEISE DEN FAKTEN.

De fachto haben wir in Deutschland ein Endlager. Nur formaljuristisch halt nicht, und das liegt einzig und allein an dem Moratorium der rot-gr?nen Regierung. Das Moratorium hatte nur den einzigen Zweck, den Zustand jahrelang k?nstlich aufrechtzuerhalten dass in Deutschland offiziell kein Endlager existiert. Nach Ende des Moratoriums wird es nicht mehr lange dauern bis das Endlager auch richtig offiziell diesen Status hat.
Alles klar und Du streitest ab, hier ausschlie?lich die Interessen der deutschen AKW-Betreiber zu propagieren? Ernsthaft? Deutlicher kann man garnicht zeigen, wessen Interessen man vertreten will. Das ist Lobbyismus in Reinkultur.
Ein wirklich zukunftsf?higes atomares Endlager in Deutschland gibt es weder de facto noch de jure.
http://www.zeit.de/news-nt/2010/9/7/iptc...6276766xml
Schacht Konrad - ?brigens juristisch ein genehmigtes Endlager - hat bisher nur ein im Hauptbetriebsplan zugelassenen Volumen von 303.000 m? f?r radioaktive Abf?lle mit schwacher W?rmeentwicklung. Und das gen?gt f?r die Endlagerproblematik nicht mal im Ansatz!
Als Rot-gr?n das Erkundungsmoratorium f?r Gorleben erlie?, hatte man unter deren Vorg?ngern schon 21 (!) Jahre lang sich vergeblich bem?ht, dessen Eignung als atomares Endlager festzustellen. Bisher vergeblich, trotz versuchter politischer N?tigung und die fachlichen Zweifel sind gr??er denn je. Aber es sollte mich nicht verwundern, wenn sich die jetzt Herrschenden wieder brachial politisch ?ber alle Bedenken hinwegsetzen.
Eine Suche nach weiteren Endlagerstandorten in Deutschland ist unumg?nglich und da sich angeblich auch Tongesteine hier eignen, stellt sich die Frage, warum sich z. B. gerade Bayern und Baden-W?rttemberg verweigern.
Mancher mag vergesslich sein, aber ich h?re noch Erwin Huber im Sommerinterview des ZDF 2008, damals CSU-Vorsitzender im Vorfeld der bayrischen Landtagswahlen, befragt zu diesem Thema: "Wir haben doch seit Jahrzehnten Gorleben und das reicht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen."
Heiliger Sankt Florian / Verschon mein Haus / Z?nd andre an!
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