Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: Bildungsföderalismus - Sinnvoll?

  1. #1
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
    Registriert seit
    31.08.2008
    Beiträge
    5.101

    Bildungsföderalismus - Sinnvoll?

    Heute stand im "Interview der Woche" des DLF Bundesbildungsministerin Anette Schavan (CDU) Rede und Antwort.
    Neben der Finanzierungsproblematik des deutschen Bildungswesens tauchte dabei auch das Problem des Föderalismus, vor allem im Schulbereich, (wieder) auf.
    Die Antworten der Ministerin dazu waren äußerst schwammig.
    Wie denkt Ihr über den deutschen Bildungsföderalismus? Nutzt er eher oder schadet er dem Bildungsstandort Deutschland? Welche Aspekte sind dabei besonders brisant?
    NIHIL HUMANI A ME ALIENUM PUTO. -
    Nichts menschliches ist mir fremd. (Menander)
    Politisches Salzland
    Timirjasev-Verein

  2. #2
    Benutzer
    Registriert seit
    13.05.2011
    Beiträge
    1.179
    Zitat Zitat von Detlef05 Beitrag anzeigen
    Heute stand im "Interview der Woche" des DLF Bundesbildungsministerin Anette Schavan (CDU) Rede und Antwort.
    Neben der Finanzierungsproblematik des deutschen Bildungswesens tauchte dabei auch das Problem des Föderalismus, vor allem im Schulbereich, (wieder) auf.
    Die Antworten der Ministerin dazu waren äußerst schwammig.
    Wie denkt Ihr über den deutschen Bildungsföderalismus? Nutzt er eher oder schadet er dem Bildungsstandort Deutschland? Welche Aspekte sind dabei besonders brisant?
    Warum stellst du die Frage nach dem "Standort"? Der Begriff ist so dermaßen ökonomisch besetzt, dass ich ihn für den Bereich Bildung völlig deplatziert empfinde. Für mich stellt sich die Frage daher anders: Nutzt oder schadet er den Menschen, den Bürgern. Und da, so ist meine Befürchtung, ist er eher schädlich. Diese Eigenbrödelei, die fehlende Vergleichbarkeit, das sind Faktoren, die nicht unbedingt positiv zu werten sind. Ganz abgesehen davon, wie viele Ressourcen vergeudet werden, wenn 16 Länder jeder für sich seinen eigenen Mist macht, statt es einmal zentral für alle zu machen.

  3. #3
    Benutzer
    Registriert seit
    18.04.2012
    Beiträge
    88
    Zitat Zitat von Beton Beitrag anzeigen
    Warum stellst du die Frage nach dem "Standort"? Der Begriff ist so dermaßen ökonomisch besetzt, dass ich ihn für den Bereich Bildung völlig deplatziert empfinde. Für mich stellt sich die Frage daher anders: Nutzt oder schadet er den Menschen, den Bürgern. Und da, so ist meine Befürchtung, ist er eher schädlich. Diese Eigenbrödelei, die fehlende Vergleichbarkeit, das sind Faktoren, die nicht unbedingt positiv zu werten sind. Ganz abgesehen davon, wie viele Ressourcen vergeudet werden, wenn 16 Länder jeder für sich seinen eigenen Mist macht, statt es einmal zentral für alle zu machen.
    Du, Beton, scheinst mir da leider nicht sonderlich weit zu denken oder - im Gegensatz zu mir, nie Elternvertretungsarbeit bis auf die Landesebene hinauf gemacht zu haben.

    Kleiner Hinweis: eine der KERNKOMPETENZEN eines Bundeslandes ist (neben der Gesundheitsversorgung die BILDUNG.

    Was Du also forderst, läuft auf eine weitere Schwächung der Machtverteilung zu gunsten der Bundesregierung hinaus. Das ist - höflich gesprochen - kurzsichtig gedacht.

    Ein winziges Beispiel: verlagerst Du z.B. alles nach Berlin, wie soll ich dann als Elternvertreter über meinen Schulregionselternvertreter in die Landesvertretung der jeweiligen Schulform hinein mein Mitwirkungsrecht z.B. bei der Beeinflussung von Gesetzesinitiativen ausüben? Willst Du mir NOCH eine Hierarchie-Stufe (aka Bundeselternvertretung) unterjubeln, damit noch mehr Politiker-Ehefrauen von SPD-Abgeordneten sich dort wichtig machen und uns das Schulsystem ruinieren können? Oder Ehegatinnen von Abgeordneten von DIE LINKE?

    Ein Schulsystem der kurzen Wege ist wesentlich intelligenter, weil flexibler und - wenn es die Eltern wollten - auch machtvoller.

    Im übrigen deligierst Du mit Deinem naiven Vorschlag, alles zu zentralisieren, auch gleich die Hochschulpolitik des Landes in den Moloch der Frau Schavan. Und bei allem Respekt: Frau Schavan ist die inkompeteste Bundesbildungsministerin, die wir jemals in der Republik hatten. Bin ich froh, wenn diese kath. Religionsstudiums-Absolventin den Stuhl räumt. Die erzählt ja heute noch den Kindern die Lüge der globalen Erwärmung....

    Und ich habe jetzt schon als Elternteil diesen Klimalügenmist in den Schulbüchern der 8.-9. Klassenstufe stehen. So was ist keine Politik mehr, das ist Lügenpropaganda auf Kosten der Schulkinder. Und so was blockt man wesentlich schlechter, wenn nur noch ein einziges Gremium im Bund (anstatt 16 verschiedene in den Ländern) die Schulbücher genau nach Bullshit durchforsten und den Mund aufmachen.

  4. #4
    Administrator Avatar von tdd
    Registriert seit
    26.11.2003
    Beiträge
    1.387
    Hi
    ob die Bildungspolitik in den Betonköpfen des Bundes oder der der Länder liegt, ist leider vollkommen egal. Anstatt Kontinuität in die Bildungspolitik zu bringen wird ein System nach dem anderen durchprobiert, weil sich gerade die Machtverhältnisse in der Landesregierung geändert haben. In Hamburg ist man dabei mächtig auf die Nase gefallen, weil die Eltern von dieser Wechselei die Nase voll hatten und haben sich mit einer Unterschriftenaktion erfolgreich gewehrt.
    Am Ende muss man so oder so den Kindern etwas beibringen. Wie das geschieht ist eigentlich zweitrangig. Es muss nur konsequent umgesetzt werden.
    mfg
    tdd

  5. #5
    Benutzer
    Registriert seit
    13.05.2011
    Beiträge
    1.179
    Zitat Zitat von Climateatheist Beitrag anzeigen
    Du, Beton, scheinst mir da leider nicht sonderlich weit zu denken oder - im Gegensatz zu mir, nie Elternvertretungsarbeit bis auf die Landesebene hinauf gemacht zu haben.

    Kleiner Hinweis: eine der KERNKOMPETENZEN eines Bundeslandes ist (neben der Gesundheitsversorgung die BILDUNG.
    Deine überhebliche Art, andere als dumm hinzustellen, ist inzwischen keine Überraschung mehr. Kannst du dir schenken.

    Was Du also forderst, läuft auf eine weitere Schwächung der Machtverteilung zu gunsten der Bundesregierung hinaus. Das ist - höflich gesprochen - kurzsichtig gedacht.
    Ebenso höflich: Mir war durchaus klar, welche Konsequenzen meine Forderung hat und um mein Sehvermögen musst du dich wirklich nicht sorgen.

    Ein winziges Beispiel: verlagerst Du z.B. alles nach Berlin, wie soll ich dann als Elternvertreter über meinen Schulregionselternvertreter in die Landesvertretung der jeweiligen Schulform hinein mein Mitwirkungsrecht z.B. bei der Beeinflussung von Gesetzesinitiativen ausüben? Willst Du mir NOCH eine Hierarchie-Stufe (aka Bundeselternvertretung) unterjubeln,
    Zum einen habe ich erhebliche Zweifel, dass dein Mitwirkungsrecht einen nennenswerten Einfluss auf die Gesetzesinitiativen ausübt. Aber bekanntlich versetzt der Glaube Berge. Wie auch immer: Dein Jammern über die weitere Hierarchiestufe ist bei deiner verengten Sicht kein Wunder, aber trotzdem völlig gegenstandslos. Wird die Bildungskompetenz dem Bund unterstellt, sind selbstverständlich alle Landesorganisationen überflüssig. Und alle heißt in dem Fall auch die Landeselternvertretung, die durch eine Bundeselternvertretung ersetzt würde. Die Zahl der Hierarchiestufen bliebe unverändert. Zähl ruhig mal nach.

    damit noch mehr Politiker-Ehefrauen von SPD-Abgeordneten sich dort wichtig machen und uns das Schulsystem ruinieren können? Oder Ehegatinnen von Abgeordneten von DIE LINKE?
    Aha ... es geht anscheinend um persönliche Animositäten. Na denn.

    Im übrigen deligierst Du mit Deinem naiven Vorschlag, alles zu zentralisieren, auch gleich die Hochschulpolitik des Landes in den Moloch der Frau Schavan. Und bei allem Respekt: Frau Schavan ist die inkompeteste Bundesbildungsministerin, die wir jemals in der Republik hatten.
    Mag sein, ich will die Qualität der Frau Schavan an dieser Stelle nicht beurteilen, nur berührt das nicht das hier zur Debatte stehende Problem. Nicht im mindesten. Auch der Kultusminister eines Landes kann ein Versager sein und dann ist die Schulpolitik dieses Landes eben fürs Klo. Mit anderen Worten: Ob ein zentrales oder ein föderales Schulsystem das bessere ist und ob ein Politiker gute oder schlechte Arbeit macht, sind zwei voneinander unabhängige Probleme.

    Bin ich froh, wenn diese kath. Religionsstudiums-Absolventin den Stuhl räumt. Die erzählt ja heute noch den Kindern die Lüge der globalen Erwärmung....
    Bekanntlich ist das sogar in der Wissenschaft immer noch umstritten. Man kan sich folglich der einen wie der anderen Seite anschließen, je nachdem, welche Version einen mehr überzeugt. Du hast dich für die eine Seite entschieden, das ist dein Recht. Es ist allerdings nicht mehr dein Recht, andere herabzusetzen und quasi als Idioten zu bezeichnen, die die andere Seite für überzeugender halten. Das ist einfach nur intolerant und armselig.

    Und ich habe jetzt schon als Elternteil diesen Klimalügenmist in den Schulbüchern der 8.-9. Klassenstufe stehen. So was ist keine Politik mehr, das ist Lügenpropaganda auf Kosten der Schulkinder.
    Es bleibt dir ja unbenommen, deinen Kindern deine eigene Propaganda aufzutischen, ganz egal was in den jeweiligen Schulbüchern steht. Du wirst das schon schaffen, da habe ich überhaupt keine Sorge.
    Und so was blockt man wesentlich schlechter, wenn nur noch ein einziges Gremium im Bund (anstatt 16 verschiedene in den Ländern) die Schulbücher genau nach Bullshit durchforsten und den Mund aufmachen.
    Das ist schlicht Blödsinn. Das Gegenteil ist der Fall. Bei 16 Ländern mit eigenständiger Schulkompetenz, was ja auch die Auswahl der Schulbücher etc. beinhaltet, und mit 16 verschiedenen Gremien, die jeweils den Mund aufmachen oder auch nicht, bzw. sich nicht durchsetzen können, gibt es 16 hoch 2 verschiedene Optionen beim Lehrstoff. Ein heilloses Durcheinander. Wenn es so gut wäre, dann müsste es ja noch besser sein, wenn jede Schule ihr eigenes Ding macht. Dass die Kids dann im Fall eines notwendigen Schulwechsels abstürzen, weil sie an der vorigen Schule alles "falsch" gelernt haben (im Sinn der neuen Schule) ist ja egal. Kollateralschaden halt.

  6. #6
    Benutzer
    Registriert seit
    13.05.2011
    Beiträge
    1.179
    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    Hi
    ob die Bildungspolitik in den Betonköpfen des Bundes oder der der Länder liegt, ist leider vollkommen egal. Anstatt Kontinuität in die Bildungspolitik zu bringen wird ein System nach dem anderen durchprobiert, weil sich gerade die Machtverhältnisse in der Landesregierung geändert haben. In Hamburg ist man dabei mächtig auf die Nase gefallen, weil die Eltern von dieser Wechselei die Nase voll hatten und haben sich mit einer Unterschriftenaktion erfolgreich gewehrt.
    Am Ende muss man so oder so den Kindern etwas beibringen. Wie das geschieht ist eigentlich zweitrangig. Es muss nur konsequent umgesetzt werden.
    Vollkommen meine Meinung!

  7. #7
    Benutzer
    Registriert seit
    18.04.2012
    Beiträge
    88
    @Beton
    Deine überhebliche Art, andere als dumm hinzustellen, ist inzwischen keine Überraschung mehr. Kannst du dir schenken.


    Es tut mir (irgendwie nicht) leid, dass - wenn ich auf den einfachsten, verfassungsmäßig garantierten Selbstbestimmungrechten eines Bundeslandes in einer aus 16 Bundesländern zusammengesetzten Republik verweise - schon als überheblich aufgefasst werde.


    Zum einen habe ich erhebliche Zweifel, dass dein Mitwirkungsrecht einen nennenswerten Einfluss auf die Gesetzesinitiativen ausübt.


    Da irrst Du Dich. Zu meiner Zeit als Elternvertreter hatte ich sehr wohl direkten Einfluss auf die Stellungnahme der entsprechenden Landeselternvertretung für Grundschulen im Saarland. Kurz nach meinem Weggang paukte leider Heiko Maas in der Nach-Klimt-Ära eine Veränderung des § 47 Abs. 7 SchumG durch, der einem Nicht-Deutschen bei der Wahl zu Schulgremien-Vertretern de fakto zwei Stimmen einräumt, während Deutsche nur eine Stimme haben. Das war zu einer Zeit, als Maas (der Volljurist ist) noch Oppositionsführer unter dem heutigen Verfassungsrichter Müller war. Hätte ich damals den von Maas stammenden und von Müller abgesegneten Gesetzesvorschlag als Elternvertreter auf dem Tisch liegen gehabt, hätte ich so viel Wind machen können, dass der Unfug von selbigem geweht worden wäre.

    Und um Deine Frage zu beantworten: JA, DIE ELTERN HABEN MACHT. Und zwar nicht zu knapp! Sie sind sich dieser Macht nur nicht mehr bewusst, weil Linke gerne die Lüge verbreiten, man könnte ja sowieso nichts an den Umständen ändern.



    Aber bekanntlich versetzt der Glaube Berge. Wie auch immer: Dein Jammern über die weitere Hierarchiestufe ist bei deiner verengten Sicht kein Wunder, aber trotzdem völlig gegenstandslos. Wird die Bildungskompetenz dem Bund unterstellt, sind selbstverständlich alle Landesorganisationen überflüssig. Und alle heißt in dem Fall auch die Landeselternvertretung, die durch eine Bundeselternvertretung ersetzt würde. Die Zahl der Hierarchiestufen bliebe unverändert. Zähl ruhig mal nach.

    Mit anderen Worten: Ob ein zentrales oder ein föderales Schulsystem das bessere ist und ob ein Politiker gute oder schlechte Arbeit macht, sind zwei voneinander unabhängige Probleme.

    Auch da irrst Du Dich (offenbar mangels Elternvertretungserfahrung). Schon mal langjähriger Vorsitzender der Elternvertretung eines KIGA gewesen? Schon mal langjähriger Klassensprecher und Schulregionselternvertreter eines Landkreises gewesen? Dann würdest Du wissen, an welchen Türen (vom Bürgermeister über den damaligen Schulrat des Kreises über den Landrat des Kreises bis rauf zum Bildungsminister und ggf. sogar Ministerpräsidenten) Du ganz leicht in einem kleinen Bundesland klopfen kannst, wenn Du es nur willst. Du brauchst allerdings einen guten Grund, sonst hört Dir keiner zu.

    Und im Bund ist das nun mal bekanntlich ganz anders. Da hört in Berlin niemand zu, wenn im kleinen Saarland einer "MOMENT, so geht das aber nicht!" ruft. Und genau da ist dann Deine wohlfeile Zentralisierung aller Kompetenzen nichts anderes als der Weg in eine Demokratur bzw. Bürokratur. Und zwar aus einem einzigen Grund: Du selbst bist zu träge, Deine Interessen zu vertreten und deligierst das mal hübsch an Dritte. Und so was geht regelmäßig ins Auge.

    Bekanntlich ist das sogar in der Wissenschaft immer noch umstritten.

    Mir ist wurscht, was in der Wissenschaft umstritten ist. Dort ist bekanntlich stets alles umstritten und das ist gut so. Wissenschaft hat mit Politik nichts zu tun. Naja, nicht ganz. Es gibt die politischen Wissenschaftler, die Gefälligkeitsgutachten schreiben - z.B. von Steuergeldern lebende Klimawissenschaftler, die die Lüge der globalen Erwärmung verbreiten, die seit 15 Jahren nicht mehr existiert und seit 5 Jahren einer deutlichen, solar bedingten globalen Abkühlung von im Mittel 1 Grad Celsius folgt.

    Es ist allerdings nicht mehr dein Recht, andere herabzusetzen und quasi als Idioten zu bezeichnen, die die andere Seite für überzeugender halten. Das ist einfach nur intolerant und armselig.

    Es ist nicht Dein Recht, mir zu unterstellen, ich hätte Dich oder Dritte als Idioten bezeichnet, nur weil ich Deine zentralistische Auffassung als ablehnenswert, ja sogar direkt als verachtenswert, erachte!

    Es bleibt dir ja unbenommen, deinen Kindern deine eigene Propaganda aufzutischen, ganz egal was in den jeweiligen Schulbüchern steht.

    Genau das tue ich. Wenn z.B. in einem Erdkundebuch meines Youngster die politische Lüge steht, es gäbe eine Globale Erwärmung, dann gehe ich mit ihm zu wirklichen Klimawissen-schaftlern ins Netz. Dann fange ich mit Dr. Tim Ball, einem kanadischen Klimawissenschaftler an, unter www.friendsofscience.org (und youtube den Herrn auch). Und dann gehe ich mit meinem Youngster die "Reference Page" mit den direkten Klimadaten-Links von www.wattsupwiththat.org durch, wo klar zu erkennen ist, dass die polaren Eiskappen seit Jahren ZUFRIEREN und u.a. die Eisbärenpopulation so gestiegen ist, dass jährlich immer mehr Menschen in Kanada GEFRESSEN werden von diesen Mistviechern. Und ja, ich bin sogar so frei, meinem Youngster zu illustrieren, wie Phil Jones vom CRU und Mr. Hanson von der Nasa den Headcrut4- bzw. NOAGISS-Datensatz gefälscht haben. Das mache ich liebend gerne durch einen Vergleich beider Datensätze, die man sich (auf Druck von Klimaskeptikern) bekanntlich seit 2 Jahren downloaden kann. Kannst Du auch machen. Einfach beide Datensätze runterladen und dabei die Originaldaten der Messfühler ebenfalls heraussuchen und mit beiden Datensätzen vergleichen. Dann findest Du z.B., dass die Daten des in beiden Datensätzen erwähnten Thermometer-Messfühlers vom Potsdamer Telegrafenberg in Berlin (www.klima-potsdam.de) bzw. dessen Dateneinträge der Jahre 1893 - 2012 sich zum Teil diametral von den Rohdaten in Headcrut4 und NOAGISS unterscheiden. Warum? Weil Phil Jones verantwortlich für die Datenzusammenstellung von Headcrut-Daten ist und die wiederum von Hanson übernommen werden. Dumm nur, dass unter CRU-Verantwortung zumindest die Potsdamer Telegrafenberg-Daten GEFÄLSCHT wurden. Das kann jeder direkt sehen. So fehlt in NOAGISS + Headcrut4 das Datenjahr 1933 komplett, obwohl es beim Potsdamer Telegraphenberg komplett vorhanden ist. Witzigerweise fehlt 1933 gar nicht, sondern es steckt in beiden erstgenannten Datensätzen im Jahr 1934 und das 1934er Jahr fehlt komplett. Dazu fehlen noch haufenweise Einzel-Messdaten in beiden erstgenannten Datensätzen in den Wintermonaten, die jedoch im Potsdamer Telegraphenberg-Datensatz vorliegen. Es werden auch Rundungsfehler in NOAGISS+HeadCrut4 gemacht, die über das normale Maß (0,1 Grad) weit hinausgehen. Dann werden dreist Einzeldaten im Winter ausgetauscht durch Headcrut4 und NOAGISS. Das ist ein blütenreiner Fall von Datenfälschung, aber bisher kam Phil Jones damit (noch) durch.

    Witzigerweise hat in den USA (u.a. mit meiner kleinen, unmaßgeblichen Mithilfe) der liebe Mr. Hanson kräftig Druck bekommen, aber er ist noch nicht gefeuert. Kommt vielleicht noch. Schau ma mal..... Denn wenn in Deutschland jemand als medizinischer Forscher Daten fälscht, fliegt er aus der Community. Und Hanson hat ganz offensichtlich Daten von der CRU übernommen, die wiederum unter CRU-Verantwortung gefälscht wurden. Bis heute tut Hanson so, als wäre er unschuldig. Und Phil Jones hat noch politische Rückendeckung. Aber ewig geht das nicht mehr. Beide werden ihre Jobs los werden und beide werden als die Datentrickser in die Geschichte eingehen, wie es andere auch schon taten.

    Und ja, Beton. Diese Fähigkeiten gebe ich meinem Youngster mit auf den Weg. Denn so was nennt sich wirkliche Wissenschaft. Man trickst nämlich seine Daten nicht und erfindet keine. Man misst Daten! Ich weiß, das ist altmodisch, aber was soll's, nicht?

    Das ist schlicht Blödsinn. Das Gegenteil ist der Fall. Bei 16 Ländern mit eigenständiger Schulkompetenz, was ja auch die Auswahl der Schulbücher etc. beinhaltet, und mit 16 verschiedenen Gremien, die jeweils den Mund aufmachen oder auch nicht, bzw. sich nicht durchsetzen können, gibt es 16 hoch 2 verschiedene Optionen beim Lehrstoff.

    Ach, wirklich? Seit wann ist Adam Ries und seine Rechenregeln in China anders als in West-Europa? Oder gibt's schon Unterschiede zwischen Sachsen und Bayern in der Frage? Und sind die Grundlagen der Geschichte in Sachsen anders gelaufen als in Bayern, wenn man vom geschichtlich-lokalen Sozial-Kolorit absieht? Und ist globale Erdkunde in NRW anders als in BaWü?

    Wenn z.B. die Schavan die CO2-Klimalüge in die Schulbücher drücken will, kann man das in einem Einzelländer-Modell besser blockieren als in einem Bundessystem. Das dürfte doch sogar Dir klar sein, oder? Die Bildung in der DDR war bekanntlich zentralisiert und die Margot Honnecker war eine beschissene Kultusministerin, wie wir alle wissen. Wieso sollte Schavan auf einmal so total besser sein als Margot? Nur, weil sie aus BaWÜ ist?

    Ein heilloses Durcheinander.

    Ein heilloses Durcheinander gibt's grundsätzlich nur dort, wo B90/Grüne plus SPD plus DIE LINKE bildungspolitischen Blödsinn fabrizieren. Wenn ab und zu mal die CDU und CSU Bildungspolitik machen (siehe Bayern oder BaWü) hängt dergleichen Schülerschaft doch glatt den Rest der Republik höhnisch ab. In Berlin wird am meisten Geld in die Bildung gepustet, aber offenbar so ineffizient, dass der Erfolg seit Jahrzehnten auf sich warten lässt. Bremen ist da ein Paradebeispiel: vor 40 Jahren starteten die Bremer mit einer Pro-Kopfverschuldung von etwa 15.000 Euro, dann bekamen sie über den Länderfinanzausgleich etwa den Gegenwert von 18.000 Euro pro Kopf und heute stehen Sie bei etwa 17.000 Euro SCHULDEN, also etwa dem Doppelten wie beim Start. Wenn mal also so miserabel mit anderer Leute Geld umgeht, dann ist einem nicht zu helfen. Kein Wunder, dass die Universitätslandschaft in Bremen sowie das Schulsystem dort mit Abstand das Schlechteste in der Republik ist.

    Wenn Du also nach Systematik oder Zentralisierung rufst, kommt EXAKT DAS GEGENTEIL heraus als das, was Du Dir durch angeblichen Effizienzgewinn erhoffst. Du müsstest nur die Zahlen betrachten, dann würdest Du das erkennen. Aber diese Art von Denken ist Dir leider fremd und das ist beklagenswert. Du schmeist lediglich noch mehr, mehr, mehr Geld rein, aber das löst die Probleme nicht. Die Probleme löst man nicht mit Geld, sondern mit kreativem Denken. Und genau daran hapert es bei mir nicht.....


    Wenn es so gut wäre, dann müsste es ja noch besser sein, wenn jede Schule ihr eigenes Ding macht.

    Stimmt, exakt so ist es. Und deshalb schneidet so manche Privatschule, die in Relation zu staatlichen Schulen pro Kind weniger Staatsknete abstaubt (dafür aber eine engagierte Elternschaft hat ... und ich rede nicht von Waldorf-Schulen!) wesentlich flotter und besser im Bildungsbetrieb. Und dies sogar dann, wenn deren Schülerschaft "abgestürzte" Schüler waren, die anständig ausgebildet und richtig knackig-flott gemacht wurden.

    Dass die Kids dann im Fall eines notwendigen Schulwechsels abstürzen, weil sie an der vorigen Schule alles "falsch" gelernt haben (im Sinn der neuen Schule) ist ja egal.

    Wenn Du von Bayern nach NRW wechselst, wundert mich das nicht. Denn dann langweilt sich der Bayer 2 Jahre lang, bis er auf NRW-Niveau abgestürzt ist. Und genau so was führt zum Bildungsdesaster. Das wird nicht dadurch besser, dass Du NRW als Bundesstandard einführst und dies durch Schavan durchdrücken lässt......

    Was wir brauchen, ist simpel:

    a) Lehrziele pro Schuljahr (und zwar haargenau definiert für Mathe, Bio, Sprachen/
    Grammatik, Erdkunde, Physik, Chemie. Bei Sport, Politik, Ethik/Religion, Musik, Kunst
    kannst Du gerne laxer sein)

    b) es wird zu Schuljahresbeginn in den erstgenannten Fächern ein Bestandsaufnahme-
    Test gemacht, der sich an den angeblich erreichten Lernzielen des letzten Schuljahres
    orientiert. Ein analoger Test wird am Schuljahresende gemacht. Hat der Lehrer den
    Standard der Klasse gehoben, kriegt er mehr Geld auf sein schmähliches Grundgehalt.
    Schafft er es nicht, kriegt er nichts. Zieht die Klasse mit, kriegt sie 10% des Lehrer-
    zuschlags in die Klassenkasse. Wenn nicht, dann keinen Cent.

    c) die Tests werden aus einem Fragepool bestritten, den die Lehrer zusammenstellen
    müssen.

    d) die Lehrer sind verpflichtet, grundlegendes Lehrmaterial zu entwickeln und als PDF-
    oder sonstige File-Formate kostenlos über einen Landesbildungsserver Online zu stellen
    (so was ist in Medizin seit 20 Jahren allgemeiner Standard. Wird also langsam mal Zeit,
    dass das der Rest der Welt auch tut, kostet nämlich nichts außer Hirnschmalz).

    e) die Schüler kriegen (sofern nicht schon längst privat in Besitz) per "Schulbuch-
    Ausleihe" gegen 200 Euro/Jahr Kaution einen Laptop gestellt. Auf den können Sie
    alle möglichen Schulbücher uploaden via des Schulnetzes. Sie können auch ihre
    Hausaufgaben elektronisch (z.B. als Word-File) dem Lehrer mailen und erhalten jene
    dann korrigiert zurück. Was nämlich bei Bill Gates in den USA mit Hilfsschülern aus der
    Bronx seit 10 Jahren geht, geht auch in Europa, würde ich meinen....

    f) und wenn ein Lehrer Probleme hat, wendet er sich per eMail an die Elternschaft,
    die die Ärmel hochkrempelt und ihm hilft.

    g) und haben die Schüler Probleme mit dem Lehrer, mailen sie ihrem Klasseneltern-
    sprecher, der dann auch die Ärmel hochkrempelt (such as me!)

    Und so kriegen wir ein anständiges, flottes und kreatives Bildungssystem ganz ohne LINKS-Freaks hin und denken munter selbst.

    Ist doch gar nicht schlecht, nicht? Oder schocken Dich neuerdings selbständig denkende Youngster? Also mich nicht ... denn im Gegensatz zu den Konformisten-Kiddies aus China, die nur dann kreativ denken, wenn es der große rote Kaiser-Nachfolger für Himmlischen KdDSU-Frieden in Peking per Planbeschluss fordert, können frei denkende fröhliche Hochbegabte in Deutschland über solche "planlosen Anfänger" nur höhnisch grinsen....

  8. #8
    Benutzer
    Registriert seit
    13.05.2011
    Beiträge
    1.179
    Zitat Zitat von Climateatheist Beitrag anzeigen
    @Beton
    Deine überhebliche Art, andere als dumm hinzustellen, ist inzwischen keine Überraschung mehr. Kannst du dir schenken.


    Es tut mir (irgendwie nicht) leid, dass - wenn ich auf den einfachsten, verfassungsmäßig garantierten Selbstbestimmungrechten eines Bundeslandes in einer aus 16 Bundesländern zusammengesetzten Republik verweise - schon als überheblich aufgefasst werde.
    Der Vorwurf der Überheblichkeit gründet sich nicht darauf, WAS du sagst/schreibst, sondern WIE du es sagst/schreibst. Was unsere Verfassung betrifft: Sie garantiert in Artikel 20, dass wir ein Bundesstaat sind und bleiben, d.h. die Existenz der Länder und ihrer Parlamente ist festgeschrieben. Daraus abzuleiten, dass die bisher bei den Ländern liegende Kompetenz für den Bildungsbereich nicht auf den Bund übertragen werden könnte, ist schlicht Unsinn. Natürlich kann man das, sofern man will.
    Den Rest habe ich nicht mehr gelesen, meine Zeit reicht dafür nicht. Nur noch ein Tipp: Gegen deine Linke-Phobie kann dir vielleicht ein Arzt helfen. Deine eigenen Medizinkenntnisse scheinen dafür nicht ausreichend zu sein.

  9. #9
    Benutzer
    Registriert seit
    18.04.2012
    Beiträge
    88
    Zitat Zitat von Beton Beitrag anzeigen
    Der Vorwurf der Überheblichkeit gründet sich nicht darauf, WAS du sagst/schreibst, sondern WIE du es sagst/schreibst. Was unsere Verfassung betrifft: Sie garantiert in Artikel 20, dass wir ein Bundesstaat sind und bleiben, d.h. die Existenz der Länder und ihrer Parlamente ist festgeschrieben. Daraus abzuleiten, dass die bisher bei den Ländern liegende Kompetenz für den Bildungsbereich nicht auf den Bund übertragen werden könnte, ist schlicht Unsinn. Natürlich kann man das, sofern man will.
    Den Rest habe ich nicht mehr gelesen, meine Zeit reicht dafür nicht. Nur noch ein Tipp: Gegen deine Linke-Phobie kann dir vielleicht ein Arzt helfen. Deine eigenen Medizinkenntnisse scheinen dafür nicht ausreichend zu sein.
    ach so.... ich darf also nicht so schreiben, wie ich es für richtig halte, sondern muss vorher vermutlich bei Dir 'ne öffentliche Erlaubnis einholen, das so schreiben zu dürfen, wie ich es für korrekt erachte?

    Naja, früher hieß dergleichen Zensur, heute nennt man das wohl "political correctness", stimmt's?

    Wenn Sie aber ständig betonen, meine Postings nicht zu lesen (jedoch ganz schnell darauf reagieren, um möglichst laut zu betonen, sie natürlich nicht gelesen zu haben, was natürlich nur für mich ein klitzekleiner Widerspruch in sich zu sein scheint) - wie soll ich dann davon ausgehen, dass Sie noch die Zeit finden würden, meine "Publikationsanträge" vorher abzusegnen?

    Oder um es klar auszudrücken: ich habe ihre Zensuraufforderung verstanden, aber ich lehne es ab, mich in Ihrem Sinne selbst zu zensieren.

    Was ihren einzigen inhaltlichen Punkt angeht, der da lautet: "Daraus abzuleiten, dass die bisher bei den Ländern liegende Kompetenz für den Bildungsbereich nicht auf den Bund übertragen werden könnte, ist schlicht Unsinn." möchte ich kurz nur so ganz unauffällig darauf hinweisen, dass Sie nur einen kurzen Blick in ihre lokale Landesverfassung ihres eigenen Bundeslandes werfen müssten, um zu erkennen, dass so ein Rechtstransfer schlicht illegal ist. Außer, Sie ändern die Landesverfassungen in diesem bestimmten Punkt. Aber das funktioniert in der Regel nur mit absoluter Parlamentsmehrheit und in solchen bestimmten Punkten vermutlich nur in Kombination mit einer Volksabstimmung. Und ich schätze, im Ernstfall verlören Sie beides mit Pauken und Trompeten.

    Aber das ist nur mal so meine "Privatmeinung". Was weiß denn ich als Demokrat schon von 'ner Demokratie, nicht wahr?

    Demokratien können bekanntlich nur Linke wirklich beurteilen. Und zwar so wundervolle Demokratien wie in Kuba, Nord-Korea oder in der ehemaligen DDR, stimmt's?

  10. #10
    Benutzer
    Registriert seit
    13.05.2011
    Beiträge
    1.179
    Zitat Zitat von Climateatheist Beitrag anzeigen

    Naja, früher hieß dergleichen Zensur, heute nennt man das wohl "political correctness", stimmt's?
    Gutes Benehmen reicht völlig.

Ähnliche Themen

  1. Sinnvoll oder bedenklich? Neuro-Enhancement
    Von Detlef05 im Forum Sammelsurium
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 20.12.2010, 01:41

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •