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Thema: was gibts im TV

  1. #11
    Zitat Zitat von Silvio Beitrag anzeigen
    die Heimkehr eines traumatisierten jungen Kriegsteilnehmers aus Tschetschenien (der Sohn der Freundin meiner Frau) habe ich 2002 in St.Petersburg leider erleben müssen...ich glaube so ein Erlebnis brauche ich nicht wieder...
    Nun, anscheinend ist es schon möglich solche Personen aufzufangen, aber eine entsprechende Nachbehandlung ist eben notwendig und sollte u.U. zur Pflicht gemacht werden. Denn der Einschlag in der Gesellschaft, den Soldaten haben die mit mentalen Wunden zurückkehren, sollte nicht unterschätzt werden. Es ist okay, wenn man in Afghanistan Aufbauarbeit leisten möchte, nur müssen eben die Strukturen dafür geschaffen werden. Zu Zeiten den Kalten Krieges wäre das eh unmöglich gewesen, die Masse zu behandeln, heute aber sollte man das schon erwarten und eben auch Geld dafür ausgeben. Der Film bringt ja eben auch die Nachricht, dass man diese Menschen auffangen kann, wenn man weiß wie. Sicher müssen auch Angehörige aus so etwas vorbereitet werden.

    P.S.: Die Erfahrungen in Tschetschenien dürften allerdings auch noch um einiges schlimmer gewesen sein, allein aufgrund der Art und Weise wie beide Seiten den Krieg geführt haben.
    "Nothing in life is to be feared, it is only to be understood." Marie Curie

  2. #12
    Der Bundestag hat sich nun ebenfalls mit dem Thema beschäftigt und wurden sogar Maßnahmen getroffen. Näheres hier:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/538/458193/text/
    "Nothing in life is to be feared, it is only to be understood." Marie Curie

  3. #13
    Gesperrter Benutzer
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    Vorgestern lief ne nette Doku über Terry Gilliam und seinen gescheiterten Film Don Quixote!

  4. #14
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    Spielzeugland

    ARD - HEUTE - 23:20 Uhr
    -Q-

    Die Macher gingen der Frage nach, Wie erklärt man einem Kind den Holocaust, und haben die Antwort in einem Kurzfilm, der ursprünglich in Spielfilmlänge konzipiert war, verarbeitet.

    Nach dem überraschenden Oscar-Preis hat die ARD den Film kurzfristig ins Programm geschrieben, dürfte also in kaum einer Programmvorschau zu finden sein.
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  5. #15
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    Zitat Zitat von Neuklon Beitrag anzeigen
    ARD - HEUTE - 23:20 Uhr
    -Q-

    Die Macher gingen der Frage nach, Wie erklärt man einem Kind den Holocaust, und haben die Antwort in einem Kurzfilm, der ursprünglich in Spielfilmlänge konzipiert war, verarbeitet.

    Nach dem überraschenden Oscar-Preis hat die ARD den Film kurzfristig ins Programm geschrieben, dürfte also in kaum einer Programmvorschau zu finden sein.

    vielen Dank für den Hinweis @Neuklon...das hätte ich bestimmt nicht mitbekommen



  6. #16
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    Im nachhinein kein guter Tipp, konnte mich nicht überzeugen. Kurzfilme leben von ihrer Dynamik und dem Willen in kürzester Zeit alles perfekt darzustellen. Das hat "Spielzeugland" nach meinem Geschmack nicht geschafft - die Dialoge zu langweilig, gradlinig und die Darstellung insgesamt ohne Pfeffer. Es fehlt der Moment in dem man melancholisch und emotional mitgerissen wird über der in Anführungszeichen "normalen" Anteilnahme durch den Inhalt. Schwieriges Thema, keine Frage...handwerklich ist er 1a umgesetzt (mal abgesehen von einem kleinen Requisitenfehler), da gibt es kaum etwas zu kritisieren. Auch die Idee ist hervorragend. Gut, wenn man darüber nachdenkt gibt es noch einen inhaltlichen Gedankenfehler. Es wäre sehr naiv gewesen das Kind in die eigene Wohnung zu bringen. Ein Nachbar der zufällig etwas mitbekommt auf dem Weg in das Haus oder später irgendwann und die Sache hätte böse geendet. Wer so etwas (in Abwandlung) damals vollzog, dachte sich gerisseneres aus. Aber gut, es ist spät, Müdigkeit fördert Meckerei Vielleicht war es ja eine andere Wohnung, sah aber verdammt identisch aus...
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  7. #17
    Gelöscht
    Gast
    Zitat Zitat von Neuklon Beitrag anzeigen
    ARD - HEUTE - 23:20 Uhr
    -Q-

    Die Macher gingen der Frage nach, Wie erklärt man einem Kind den Holocaust, und haben die Antwort in einem Kurzfilm, der ursprünglich in Spielfilmlänge konzipiert war, verarbeitet.

    Nach dem überraschenden Oscar-Preis hat die ARD den Film kurzfristig ins Programm geschrieben, dürfte also in kaum einer Programmvorschau zu finden sein.
    Solche Filme schaue ich mir grundsätzlich nicht an. Wir mussten als Kinder Konzentrationslager besuchen, Filme ansehen und um Unterricht wurde darüber gesprochen. Das reicht. Wozu immer wieder alles hochkochen. Will man dem Deutschen das Schuldgefühl auffrischen, an die "Staatsräson " erinnern?

  8. #18
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    Zitat Zitat von riverpirate Beitrag anzeigen
    Solche Filme schaue ich mir grundsätzlich nicht an. Wir mussten als Kinder Konzentrationslager besuchen, Filme ansehen und um Unterricht wurde darüber gesprochen. Das reicht. Wozu immer wieder alles hochkochen. Will man dem Deutschen das Schuldgefühl auffrischen, an die "Staatsräson " erinnern?
    Was reicht? Das man es einmal im Leben auftischt um es danach zu vergessen? Schmutziges Kapitel, schnell weiterblättern? Mal abgesehen von der Bewertung zur Umsetzung des Kurzfilmes ist der Aufgriff doch brandaktuell. Wie viele Deutsche stehen heute vor dem Problem, diese Zeit zu erklären? Wie erläutern wir nachrückenden Generationen was damals geschah in einer Art und Weise des Verstehens, wo wir doch selber nichts darüber zu Wissen glauben oder wollen?
    Im übrigen ist es unmöglich über Schuldgefühle eine Erklärung zu finden. Vergessen sollten wir die Erinnerung an Hassobjekten, nicht aber das Ereignis. Erfahrungen im Positiven wie Negativen helfen Erkenntnisse zu sammeln. Ausblendungen dessen führen unter Umständen zu ähnlichen Fehlern in Zukunft. Und das muss nun wahrlich nicht sein...hoffen wir es.

    Es ist nicht ratsam nur die schönen Momente zu reflektieren, so sammeln sich verfälschende Tendenzen. Wir kennen es alle....damals, als wie Welt noch in Ordnung war
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  9. #19
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    Der gesamte Themenkomplex Weimarer Republik - Drittes Reich ist so umfassend, daß man meistens noch was dazu lernen kann. Wissen kann man über dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte aber nie genug. Ich werde jedenfalls solange hinsehen wie ich neues erfahren kann. Und obwohl ich schon einiges darüber weiss, wird es wohl nie genug sein.
    Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht.
    ------------------------------------




    Lieber die Polizei am Telefon, als die Strassen voll bewaffneter Irrer.

  10. #20
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    Zitat Zitat von riverpirate Beitrag anzeigen
    Solche Filme schaue ich mir grundsätzlich nicht an. Wir mussten als Kinder Konzentrationslager besuchen, Filme ansehen und um Unterricht wurde darüber gesprochen. Das reicht. Wozu immer wieder alles hochkochen. Will man dem Deutschen das Schuldgefühl auffrischen, an die "Staatsräson " erinnern?
    einen Auffassung, die schon damals dieses Verbrechen an den Juden und all die anderen Verbrechen der Hitlerdiktatur überhaupt möglich gemacht...wegschauen..und ruhig sein...bis heute eine allseits beliebte Haltung auch in Deutschland...am Ende hat es keiner gewusst und sich damit auseinander setzen, um Gottes willen...vorbei, ich war es doch nicht... usw....was hat das mit "Staatsräson" und "Schuldauffrischen" zu tun....hier geht es gegen das Vergessen und das die Leute in Deutschland immer wachgerüttelt werden müssen, zeigt ja das seit Jahren immert weiter wachsende Potential der Naziszene in Deutschland...

    übrigens, die Überstabazierung, der Du als Kind mit einem Besuch im Konzentrationslager, mit Ansehen von Filmen und mit Unterrichtsstoff zum Thema ausgesetzt warst rühren mich zu Tränen...ein lächerlicher Versuch der Darstellung eines Zerrbildes , denn gerade dieses Thema wurde (ich gehe davon aus, das Du aus dem Osten kommst) auch in der DDR so wenig wie möglich behandelt, wenn vielleicht auch mehr wie im Westen...es wurde berichtet und erzählt, so knapp wie möglich... aber Hindergründe und das was man daraus lernen sollte, waren doch gar nicht erwünscht...meine Informationen in Jugendalter zu diesem Thema stammen ausschließlich aus Eigeninitiative, viel lesen und aus Gesprächen mit ehemaligen KZ Häftlingen...und auch heute sehe ich es als wichtig an, sich regelmässig mit dem Thema zu beschäftigen und einen klaren Standpunkt in dieser Frage zu beziehen...gegen Krieg, Rassenhass und Antisemetismus egal wo und in welcher Form...

    das es "nicht reicht" zeigen ja immer wieder die verschiedensten Ereignisse...

    Silvi:scratch:


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