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Thema: In was für einen Welt leben wir eigentlich? Aufbruch oder nicht?!

  1. #1
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    In was für einen Welt leben wir eigentlich? Aufbruch oder nicht?!

    Puh, es ist schwer damit anzufangen was ich ausdrücken möchte, aber ich lege einfach mal los. -(Das wird etwas von, "von der Seele schreiben" haben, bitte um Verzeihung) Die aktuelle Lage ist so erdrückend dass ich mehrere Ventile aufsuche um es raus zu lassen, ob sinnvoll oder nicht. Ich weiß nicht wie es euch damit geht, aber mich, als kleinen "unbedeutenden" Fleck in der Weltgeschichte beschäftigt es enorm. Was genau meine ich mit der aktuellen Lage?! Das ist auch schwer in Worte zu fassen... Es gibt so vieles und ich weiß nicht wo ich anfangen soll.

    Der Westen, die "moderne, zivilisierte" Welt in der wir aufgewachsen sind und in der wir hier leben, scheint mir nicht Das zu sein was es angeblich verkörpern will und den Leuten weismachen möchte. Das traurige daran ist, dass es das gemeine Volk ihnen aus den Händen frisst, weil sie nichts anderes zu fressen bekommen (ich will hier niemanden als verblödet oder so darstellen, das ist nicht meine Intention).- Wobei wir schon bei der Presse und den Medien wären.

    In was für einem Land, in was für einer Welt leben wir eigentlich? Kann es sein dass es absolut keine neutrale Berichterstattungen mehr gibt? Ohne bewusste Beeinflussung der freien Meinung? Mir ist klar dass Das nichts neues ist, Propaganda hin und Propaganda her, aber ich werde das Gefühl nicht los dass es in unserer heutigen Zeit fataler denn je sein könnte. Außerdem ertappe ich mich dabei wie ich mich beinahe bei jedem Artikel den ich lese, egal in welcher Zeitung auch immer, mich unfassbar aufrege über die Art und Weise WIE es geschrieben ist,so unfassbar manipulativ und leider auch enorm anfechtbar im Wahrheitsgehalt. Was ist mit dem Journalismus geworden? Mit den Journalisten an sich? Haben die keine Werte mehr? Oder tun die das weil es sich besser verkauft? Klar kann man scharfzüngig argumentieren und schreiben, von mir aus auch aus einem bestimmten politischen Blickwinkel aus betrachtet , aber doch nicht in dem man Tatsachen verfälscht oder nur Halbwahrheiten erzählt. Es gibt so viele Beispiele die ich hier nennen könnte, aber ich vertraue einfach mal darauf, dass Ihr alle genau wisst wovon ich spreche. -Mir ist schon bewusst dass es auch andere Zeitungen gibt die nicht so "populär" sind, aber die Mehrheit liest nun mal eben diese Blätter und nicht die kleinen, raren, unabhängigen Verleger.

    In unserer heutigen vernetzten Welt wo eine Nachricht in Sekunden um die Welt geht (mal abgesehen von ihrem Wahrheitsgehalt oder Neutralität der Nachricht) hat das verheerende Auswirkungen, vor allem wenn die Leute das wirklich glauben, weil Ihnen ja auch keine andere Möglichkeit bleibt außer dem zu glauben was Sie zu lesen/sehen bekommen. Selbst recherchieren oder sich informieren, wirklich den Quellen nachgehen und Aussagen auch mal kritisch hinterfragen, das fällt den meisten heut zu Tage in ihren kühnsten Träumen nicht mehr ein. Und selbst wenn, sie wissen nicht mal wie. - Mir ist klar dass die meisten jetzt sagen "blabla das ist alles bekannt, die Welt dreht sich schon immer nach dem Takt, george orwell-dystopia etc. - blabla" -
    Und ich weiß nicht ob ich erst seit 1-2 Jahren das "nur" so empfinde oder ob das wirklich erst seit 1-2 Jahren so extrem geworden ist. Ich denke an die erfahreneren (wollte nicht -älter- schreiben *hust*) unter uns und frage mich wie sie die Lage bewerten.

    Um konkreter zu werden und meine "Überschrift" zu rechtfertigen benenne ich das Thema was mich zurzeit beschäftigt. Und das ist leider ein Thema das gar kein Thema sein muss, weil es klar auf der Hand liegt was dort passiert.
    Israel - Palästina. Wie ich von der Berichterstattung und den Medien hier drauf komme sollte allen klar sein. Es wird immer nur einseitig berichtet sobald irgendwelche Nachrichten östlich des Bosporus oder südlich der Straße von Gibraltar auftauchen (Hier könnte man natürlich viel tiefer und weiter drauf eingehen, aber das ist nicht mein anliegen gerade). Und leider auch in Bezug auf die Verbrechen die Israel dem palästinensichem Volk und seinen Nachbarn antut. Mir will das nicht in meine Birne gehen, dort werden Menschen auf die brutalste Art und Weise ermordet. Menschen... Es ist einfach nur eine Unverschämtheit, dass die Welt dabei nur zuschaut und dieses Töten sogar unterstützt (USA als ewiger verbündeter Israels z.B.) Erst neulich habe ich einen Artikel in "Die Zeit" gelesen, wo Obama per Brief Israel seine Unterstützung zusagt. Aber lassen wir auch das mal links liegen.

    Worauf ich hinaus will ist: Das erste mal habe ich das Gefühl, dass die Menschen sich erheben wollen, noch nicht erheben, aber wollen. Und das meine ich nicht nur in Bezug auf diese ganzen Kommentare und Posts bei Facebook und Twitter, wobei diese mit die wichtigsten Plattformen dafür geworden sind. Für mich persönlich wichtiger: Die Leute fangen an darüber zu diskutieren, junge Leute. Und zum ersten mal bekomme ich mit, wie die tiefsten konservativen Menschen die Position und Taten Israels kritisieren oder wenigsten kritische Äußerungen von sich geben. Und ja, auch im Internet. Ich als Technikfeind und seltener Besucher von social Networks, werde überhäuft mit Kommentaren, Videos, Nachrichten, indem Leute aus aller Welt ihre Meinung zur Lage kundtun. Glaubhaftigkeit einiger Videos oder Botschaften ist natürlich ungewiss, aber darum geht´s gar nicht (wie oben schon erwähnt, man frisst was man bekommt). Die Leute versuchen wenigstens irgendwie sich daran zu beteiligen. Und dann stellen sich mir ein paar Fragen, dessen Antworten ich vermutlich nur zu gut kenne.

    1. Ich frage mich momentan, ob das wiedermal nur so ein Hype ist, der nach paar Tausend unschuldigen und toten Opfern, einer Fußball-WM und einer neuen schockierenden Nachricht die urplötzlich auftaucht, wieder vergessen sein wird?! Oder ob sich die Menschen an dem Thema diesmal intensiver festbeißen...damit zur 2. Frage

    2. Wird das Auswirkungen haben? Irgendeinen politischen Einfluss? Wird die Politik reagieren? Wird protestiert? Irgendwas von unseren Repräsentanten verlangt? Wird jemand für diese Forderungen der Mehrheit der Menschen gerade stehen? Gerade stehen können? Und falls ja (woran ich leider noch nicht glauben kann), wie werden die Lösungsmöglichkeiten aussehen?

    Wahrscheinlich greife ich mit der 2. Frage zu weit. Was ich befürchte: Die Welt wird paar Monate meckern, Israel darf in aller seelenruhe weiter morden, der Westen bekommt sein Volk durch Brot und Spiele still.

    In was für einer Welt leben wir eigentlich?...
    -Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten,und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können-

  2. #2
    Administrator Avatar von tdd
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    Hi
    bevor wir eine Nah Ost Debatte versinken, würde ich sagen, dein Eindruck ist einseitig.

    Wenn man auf die Kommentare etwas gibt, dann hätten wir in Deutschland etwa 80% AfD-Wähler, 50% Nazis und 50% Linke Spinner. Kommt halt immer darauf an, wo man unterwegs ist, und wie sehr man Einzelmeinungen gewichtet. Und hier muss man sich vor Augen führen, dass 100 Facebookeinträge noch immer keine Mehrheit ergeben. Schließlich gibt es noch weitere 60 Millionen Bundesbürger, die nicht ihre Meinung kund getan haben. Hier kommt der Marktschreier Effekt zu Tage. Der normale Bürger hat doch gar kein Bock darauf, sich mit solchen Trolls abzugeben. Lohnen tut sich das eh nicht. Man wird bestenfalls als "Gutmensch" abgekanzelt.

    Wie sind Soziale Netzwerke aufgebaut? Hier werden nicht alle Menschen gleichwertig miteinander vernetzt. Es gibt die "Freundeslisten". Hier nimmt man gleichgesinnte auf. Und schon bekommt man nur das zu sehen, was auch der eigenen Meinung entspricht. Facebook und Google sind darin zudem extrem gut, dir zu zeigen, was dir gefällt. Und ehe man sich versieht, zweifelt man die Nachrichten in der Tagesschau an. Plötzlich passt es nicht mehr in das eigene Weltbild und gibt der "Mainstreampresse" die Schuld dafür.

    Kritisch sein heißt, alles zu hinterfragen. Auch seine eigenen Quellen und sich selber!

    Edit:

    Und gleich ein Beispiel, wie auch auf Facebook manipuliert wird: https://www.facebook.com/ihre.sz/posts/661724953918887
    Für die ohne Facebookaccount:
    In diesen Minuten werden die Facebook-Seiten von Nachrichtenseiten mit Hunderten vorformulierten Postings zum Gaza-Krieg gespammt, die der deutschen Presse Israel-Nähe vorwerfen. An einer inhaltlichen Auseinandersetzung sind die Beteiligten offensichtlich nicht interessiert – wir werden deshalb nicht weiter über diese Aktion berichten und wollen nur darauf hinweisen, dass wir jene blocken, die sich an dem Spamming beteiligen.
    Wer hier unbedarft die vorformulierten Beiträge ließt, glaubt auch schnell das geschriebene, da es in massen auftaucht. Am Ende ist es aber nur automatisiert vervielfältigt.
    mfg
    tdd

  3. #3
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    Aufbruch? Eher nicht!

    Die Beobachtung der parteiischen Berichterstattung ist allerdings richtig. Gerade die aktuellen Ereignisse in Israel und der Ukraine zeigen das aufs deutlichste. Kritik an der Politik der israelischen Regierung ist quasi verboten. Wer es doch wagt, der wird sofort als Antisemit gebrandmarkt. Was allerdings idiotisch ist, da auch die Araber Semiten sind.
    Das Recht Israels seine Bürger zu beschützen wird ja auch kaum bestritten, die aktuellen Maßnahmen sind trotzdem völlig unverhältnismäßig.
    Unsere Presse berichtet von den Raketen der Hamas, doch selten oder nie von der Verwandlung Gazas ins größte Gefängnis der Welt.
    Somit ist in unseren Massenmedien die Lage klar: die böse Hamas provoziert Israel ist ist für die Opfer verantwortlich.
    Doch so einfach ist es nicht. Beide Seiten sind Täter UND Opfer! Doch es gibt Menschen auf beiden Seiten, die am Frieden nicht interessiert sind. Die Hardliner auf der einen Seite, die Israel vom Erdboden tilgen wollen und die Hardliner auf der anderen Seite, die von "Groß-Israel" träumen und begierig auf ihre Nachbarstaaten schauen.
    Die ganze Gemengelage ist schwer zu überschauen. Historische jüdische Siedlungsgebiete, Wanderungsbewegungen, unterschiedlichste vorherrschende Mächte in den letzten 2000 Jahren und so weiter.
    Nicht zuletzt hat Deutschland die Gründung des Staates Israel mit hervorgerufen. Die abscheuliche Vernichtung von Millionen europäischen Juden war sozusagen der Gründungsimpuls für den Staat Israel.
    Die Staatsgründung wurde gegen den Willen aller Anrainer durchgeführt, so das sich der junge Staat sofort im Krieg befand. Schon damals waren Recht und Unrecht kaum festzulegen. Heute ist es eigentlich unmöglich diesen Konflikt beizulegen. Zu festgefahren ist die Situation und zu einseitig die Unterstützung Israels. Eine Zwei-Staaten Lösung ist praktisch nicht mehr zu bewerkstelligen. Das Westjordanland ist schon zu 70% von israelischen Siedlern besetzt. Israel müsste die Armee gegen die eigene jüdische Bevölkerung einsetzen, eine Unmöglichkeit. Eine 1-Staaten Lösung, also das die besetzten Gebiete offizielles Israelischen Staatsgebiet werden, kommt fast ebenso wenig in Frage. Israel müsste dann der arabischen Bevölkerung die gleichen Bürgerrechte einräumen, etwas das das von Gott auserwälte Volk nur ungern machen würde.
    Zum Glück können dann Netanjahu und Co. auf die Irren Mörder der Hamas zeigen und jeden Kompromiss ablehnen.
    Ich habe keine Hoffnung das dieser Konflikt in den nächsten 50 Jahren gelöst wird.
    Schade ist, das in deutschen Medien eine differenzierte Berichterstattung nur sehr selten stattfindet.
    Ähnlich auch die Berichterstattung zur Ukraine. Nachdem Berichte nahelegten, das auf dem Maidan Faschistische Gruppierungen den Demonstranten in den Rücken schossen, ist das Interesse an der vollständigen Aufklärung auf Null gesunken. Die Absetzung von Janukowitsch war verfassungswidrig, da das nötige Quorum nicht erreicht worden war. Interesse der deutschen Medien an dieser Tatsache - richtig: NULL. Und so weiter und so fort. Gerade gestern hat das Parlament die Regeln so geändert, das die KP der Ukraine ihren Fraktionsstatus verliert. Nachrichtenwert in DE? NULL

    Bei dem Israel-Gaza-Konflikt wie auch beim Konflikt um die Ukraine gibt es Schweinehunde auf beiden Seiten. Skandalös ist daher die Schwarz-Weiss-Malerei unserer Massenmedien.
    Bitte richtig verstehen, auch ich halte große Teile der Hamas für Terroristen und Zarewitsch Putin für einen Machtchauvinisten.

  4. #4
    Administrator Avatar von tdd
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    Hi
    welche Massenmedien meint Ihr??? Die von ARD und ZDF können es ja nicht sein. Denn die schau ich und ich weiß auch von all dem. Wurde alles berichtet.
    mfg
    tdd

  5. #5
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    OK, gebe zu das ich nur (Internet-) Printmedien konsumiere. TV ist mir echt ein Gräuel.

  6. #6
    Administrator Avatar von Fokker
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    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Kritik an der Politik der israelischen Regierung ist quasi verboten.
    Selbst Martin Schulz kann Kritik an der Politik Israels üben: https://www.youtube.com/watch?v=UMyLaVQRceE
    Nachvollziehbar ist dieser Punkt nicht. In deutschen Medien kann man viele Positionen zum Nah-Ost-Konflikt finden. Im großen und ganzen ist die Berichterstattung ausgewogen.
    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Was allerdings idiotisch ist, da auch die Araber Semiten sind.
    Die Bedeutung der Bezeichnung "Antisemit" ist im Sprachgebrauch klar definiert. Lediglich Leute wie Jebsen versuchen diese Definition aufzuweichen.
    Vergleiche dazu: http://www.duden.de/rechtschreibung/Antisemit

    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Unsere Presse berichtet von den Raketen der Hamas, doch selten oder nie von der Verwandlung Gazas ins größte Gefängnis der Welt.
    Israel besetzt nicht alle Grenzen des Gaza-Streifens. Ägypten kontrolliert mehrere Grenzübergänge. Aber auch die Ägypter wissen schon, warum sie diese zeitweise schließen.

    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Eine Zwei-Staaten Lösung ist praktisch nicht mehr zu bewerkstelligen. Das Westjordanland ist schon zu 70% von israelischen Siedlern besetzt. Israel müsste die Armee gegen die eigene jüdische Bevölkerung einsetzen, eine Unmöglichkeit.
    Hat Israel bei der Räumung des Gaza-Streifens von israelischen Siedlern auch getan. (Quelle) Das ist beim Westjordanland sicherlich nicht unter dieser Regierung und in nächster Zeit zu erwarten, aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Überlegungen in diese Richtung sind auch in Israel nicht neu und wurden von Ehud Olmert bereits angedacht, wenn es sich auch nicht um eine komplette Räumung handeln sollte.
    Wäre es zuviel verlangt, wenn ich nach einem Beleg der 70%igen Besetzung durch jüdische Siedler frage?

    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Israel müsste dann der arabischen Bevölkerung die gleichen Bürgerrechte einräumen, etwas das das von Gott auserwälte Volk nur ungern machen würde.
    Macht es aber bereits. Die Bevölkerung Israels besteht zu einem nicht unerheblichen Teil aus Arabern, denen die gleichen Bürgerrechte zustehen. Das die Umsetzung dieser Rechte nicht unproblematisch ist, sei an dieser Stelle jedoch auch erwähnt.
    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Bei dem Israel-Gaza-Konflikt wie auch beim Konflikt um die Ukraine gibt es Schweinehunde auf beiden Seiten.
    Das liegt in der Natur der Sache.
    Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.

  7. #7
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    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    Hi
    welche Massenmedien meint Ihr??? Die von ARD und ZDF können es ja nicht sein. Denn die schau ich und ich weiß auch von all dem. Wurde alles berichtet.
    jetzt ehrlich?
    Die Behauptung dass ARD/ZDF für eine kritische,ausgewogene Berichterstattung sorgen, taugt doch heutzutage allenfalls fürs politische Kabarett.
    Spätestens die Ukraine-Krise sollte hier doch letzte Zweifel ausgeräumt haben.
    Die sogenannten Leitmedien in der dt. Zeitungslandschaft helfen da leider auch nicht viel weiter. Der Spiegel hat sich anscheinend sogar ganz aus diesem Kreis entfernt und marschiert in Sachen Qualität stramm auf die BILD-Zeitung zu.

    Aber vielleicht waren die Rügen des Presserates auch nur das Werk irgendwelcher linken Spinner, die ihr Schaffungsfeld aus den Kommentarbereichen in andere Sphären verlagert haben.
    Vielleicht solltest du den Kommentarbereichen doch mal ein wenig mehr Aufmerksamtkeit schenken. Das sind mitnichten 180%() reine "Krawallmacher".
    Das Problem ist nicht dass hunderte von Kommentatoren ihren Unmut hinausbrüllen, sondern dass sich in den Kommentaren oft mehrere Argumente und Gesichtspunkte finden, die im Artikel komplett ignoriert bzw. falsch dargestellt werden.
    Der Eindruck den man bekommt ist, dass es bei vielen Artikeln mehr um die Vermittlung einer politischen Botschaft geht, als um eine sachliche Analyse eine bestimmten Themas.

    Mit Journalismus hat das, in meinen Augen, oft nichts mehr zu tun.
    Ausnahmen gibt es natürlich immer noch. Auch im ARD/ZDF, Spiegel oder ZEIT.

  8. #8
    Administrator Avatar von Fokker
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    Hm, es ist Frage, was die Ausnahme ist? Ist es, wie du sagst, die kritische Berichterstattung, oder die vermeintlich schlechte Berichterstattung? Hiermit machst du natürlich zugleich eine Diskussion schwierig, da jede kritische Berichterstattung, die als Gegenbeispiel herangezogen wird, einfach unter "Ausnahme" einzuordnen ist.
    Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.

  9. #9
    Administrator Avatar von tdd
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    Imago, ehrlich jetzt?
    Nur weil es hier und da zu Fehlern bei der Berichterstattung in den öffentlich Rechtlichen gab, ist nun alles unglaubwürdig? Dabei ist gerade der Ukraine-Konflikt doch ein sehr schlechtes Beispiel, denn im Krieg geht die Wahrheit doch bekanntlich als allererstes flöten.
    Und auch die Kommentarbereiche sind nicht frei von Meinungsmachern, und sehr sehr vielen, die nachplappern. Daher gebe ich darauf sehr wenig.
    mfg
    tdd

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