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Thema: Minimalismus

  1. #11
    Bis auf den minimalen Arbeitsaufwand könnte das aus einer neoliberalen Ideenschmiede stammen. Auch da kann man es zu Wohlstand und somit zu Glück bringen, wenn man es nur richtig anstellt. Und den neoliberalen Anspruch an die Bildung hast du lediglich durch Fleiß ersetzt.
    Aber das ist leider nicht die Realität für viele Millionen von Menschen in unserem Lande.
    Die trotz Vollbeschäftigung ein Leben am Existenzminimum führen und so ein Gedankenkonstrukt überhaupt nicht nachvollziehen können.
    Das ich ehrlich gesagt jetzt auch eher im Springer- Blatt für Intelektuelle vermutet hätte.

  2. #12
    Quer
    Gast
    Da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Arbeit muss den Menschen ernähren können und das kann sie häufig nicht mehr, woran auch der Mindestlohn nichts zum Positiven ändert.

  3. #13
    Erfahrener Benutzer
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    Interessant ist das Thema ja.
    Mich würden da noch Einzelheiten interessieren , die hier schon angesprochen wurden.
    Aber auch , was ist mit Miete, Strom, Heizen ?
    Gesundheitskosten ?
    Das sind doch sehr schwer beeinflußbare Posten.
    Ich habe schon einige "Tricks" auf Lager um Geld zu sparen...vielleicht bekomme ich hier ja noch einige , die ich nicht kannte ?
    Ich stehe hinter jeder Regierung,
    bei der ich nicht sitzen muss,
    wenn ich nicht hinter ihr stehe.
    Werner Finck

  4. #14
    Benutzer
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    Zitat Zitat von Towanda2 Beitrag anzeigen
    Interessant ist das Thema ja.
    Mich würden da noch Einzelheiten interessieren , die hier schon angesprochen wurden.
    Aber auch , was ist mit Miete, Strom, Heizen ?
    Gesundheitskosten ?
    Das sind doch sehr schwer beeinflußbare Posten.
    Ich habe schon einige "Tricks" auf Lager um Geld zu sparen...vielleicht bekomme ich hier ja noch einige , die ich nicht kannte ?
    Ich habe eine kleine 25 qm Eigentumswohnung, die ich vor 4 jahren für 24.000 Euro gekauft habe. Kosten der Wohnung betragen 141 Euro im Monat (Nebenkosten, Warmwasser, etc).
    Heizung ist nunmehr elektrisch (Fernwärme wurde mir zu teuer), daher verbrauche ich nun 32 Euro Strom im Monat (war früher bei 25).

    Meine Krankenversicherung habe ich nicht eingerechnet. Die macht mit 355 Euro im Monat großen Batzen aus.

    Größte Ersparnis macht bei mir KFZ aus. Mein kleiner Citroen C1 kostet im Jahr 360 Euro Versicherung und 20 Euro KFZ-Steuer. Verbrauch liegt im Schnitt bei 4,56 ltr/100km Super E10.
    Zweitgrößte Ersparnis machen bei mir tschechische Zigaretten aus (Schachtel kostet 2,33 Euro). Mit selbstgedrehten kommt man etwa auf ähnlichen Preis.

    Ein sehr effizienter Trick um Geld zu sparen:
    Ich hole jeden Montag einen Betrag von der Bank, dieser Betrag muss dann bis zum nächsten Montag halten, bei mir sind es 40 Euro/Woche als Regel (je nach Reisetätigkeit muss es dann mehr sein).
    In dem wöchentlichen Betrag sind keine Sonderanschaffungen enthalten, wenn ich weiß dass ich die Woche zB 4 Stangen Zigaretten holen muss hole ich dann 140,-- Euro.
    ... zumeist brauche ich weniger als das angesetzte Maximum. Der Überschuß kommt Montags vor Bankbesuch in Sparschwein und aus dem Sparschwein werden Sonderanschaffungen mit finanziert.

    Grober monatlicher Kostenüberblick:
    141 € Wohnung
    32 € Strom
    18 € GEZ
    40 € Telekommunikation (32 € Festnetz/Internet, 2 € Handy, 6 € mobiles Internet)
    200 € addiertes wöchentliches Bargeld von Bank
    30 € Bekleidung
    93 € Zigaretten
    25 € Strafzettel
    40 € Versicherungen
    30 € sonstiges
    -----------------
    649 €

  5. #15
    Erfahrener Benutzer
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    Hmmmm...also Strom ist bei dir ja echt super billig!
    Da zahlen wir mehr...abwohl wir regelmässig wechseln und den Bonus mitnehmen.
    Miete.
    Das ist bei uns viel mehr.
    Wir sind aber auch zu zweit und das ist mir meine lebensqualität wert.
    Eine echt schöne Wohnung mit großem wohnzimmer in dem wir jeder genug Platz haben.
    Ist bei Rntnern nicht unwichtig.
    Lebenshaltung ist bei uns pro Person 35 Euro in der Woche.
    Da kann ich mit dir mithalten.
    Ich mache seit jahren einen Wochen Menüplan und kaufe strikt dafür ein!
    Spart enorm viel Geld, weil man keinen Snickschnack nebenher noch braucht.
    Da ich auch Raucher bin benötige ich ebenfalls Zigaretten...bei mir kostet die Stange 18 Euro.
    Ich rauche die Zigarilllos...hab mich daran gewöhnt und spar dadurch enorm!
    Ich stehe hinter jeder Regierung,
    bei der ich nicht sitzen muss,
    wenn ich nicht hinter ihr stehe.
    Werner Finck

  6. #16
    Administrator Avatar von Fokker
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    Grober monatlicher Kostenüberblick:
    141 € Wohnung
    32 € Strom
    18 € GEZ
    40 € Telekommunikation (32 € Festnetz/Internet, 2 € Handy, 6 € mobiles Internet)
    200 € addiertes wöchentliches Bargeld von Bank
    30 € Bekleidung
    93 € Zigaretten
    25 € Strafzettel
    40 € Versicherungen
    30 € sonstiges
    -----------------
    649 €
    Also ich sehe da mindestens noch 93 € Einsparpotential. ...und die Strafzettel O_o
    Sind in den 200 EUR die Kosten für Nahrung/Haushaltsführung enthalten?

    Ein wenig erinnert das ja schon an die Rechnung von Thilo Sarrazin.
    Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.

  7. #17
    Erfahrener Benutzer
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    Obwohl....Zigaretten sind bei dem sicher nicht auf der Liste.....
    Ich stehe hinter jeder Regierung,
    bei der ich nicht sitzen muss,
    wenn ich nicht hinter ihr stehe.
    Werner Finck

  8. #18
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von petra40114 Beitrag anzeigen
    Viele müssen minimalistisch leben, weil ihr Einkommen einfach nicht für mehr reicht.
    Da wird mit seinem Schicksal gehadert, neidvoll auf andere geblickt, der Kummer in Alkohol ertränkt und was weiß ich noch alles.
    Aber es gibt auch viele andere, denen macht das absolut nichts aus. Sie brauchen nicht mehr und sie wollen auch nicht mehr. Sie machen sich nicht zum Konsumsklaven.
    Ansprüche zurückschrauben, sich mit weniger zufrieden geben, mehr Zeit für sich und andere zu haben, das macht das Leben doch eigentlich erst lebenswert.
    hmm, vielleicht brauchen wir aber auch eher mehr Leute die endlich mal aufstehen und gegen die Hungerlöhne(und Renten) protestieren, die hier in Deutschland mehr und mehr zur Norm werden. Angesichts der erheblichen Einkommensunterschiede wäre es imo doch sehr hilfreich, wenn da ein wenig mehr Neid aufkommt. Sich mit der Situation abzufinden und sein Heil im minimalistischen Lebenstil zu suchen erscheint mir eine eher unbefriedigende "Lösung". Zudem wirkt sich das ständige Bestreben bloß nix auszugeben letztendlich auch negativ auf die lokale Wirtschaft aus. Und wenn beim Kaufen immer nur die geringen Kosten als oberstes Gebot betrachten werden, begünstigt das oft genug nur wieder die Unternehmen, die ihre Untergebenen mit Hungerlöhnen abspeisen. Womit die Spirale zur Verbreitung der Verarmung dann wieder ein Stückchen weiter gedreht wird ... Wenn man sich dem Massenkonsum unsere heutigen Gesellschaft aus ökologischen/philosophischen Gründen (zum Teil) verweigern, findet das meine volle Zustimmung. Aber diese "mit möglichst wenig Geld überleben"-Philosophie erscheint mir dann doch wenig nachstrebenswert.

  9. #19
    Administrator Avatar von Fokker
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    Ein Mindestlohngesetz wird demnächst eingeführt, soweit ist die Politik ja schon. Allerdings wird auf der anderen Seite die Tarifeinheit vorangetrieben und das auch noch von der SPD mit Billigung des DGB... O_o
    Verständnis für streikende Lokführer ist ebenfalls dünn gesät.

    Es wird zukünftig nicht einfacher für bessere Löhne zu kämpfen. -_-
    Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.

  10. #20
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    Zitat Zitat von Fokker Beitrag anzeigen
    Ein Mindestlohngesetz wird demnächst eingeführt, soweit ist die Politik ja schon. Allerdings wird auf der anderen Seite die Tarifeinheit vorangetrieben und das auch noch von der SPD mit Billigung des DGB... O_o
    Verständnis für streikende Lokführer ist ebenfalls dünn gesät.

    Es wird zukünftig nicht einfacher für bessere Löhne zu kämpfen. -_-
    Da der Mindeslohn Grundgüter erheblich verteuert sollten Hartz-IV Sätze angehoben werden, damit sie einen Inflationsausgleich erhalten.

    Da diese H4-Anhebung ausbleibt, wird den Mindestlohnempfängern auch nicht sehr viel im Portemonnaie bleiben, da diese zumeist auch zukünftig mit H4 aufstocken müssen.
    Was ihnen von ihrer Arbeit an mehr bleibt wird ihnen gleich bei H4 wieder abgezogen...

    Zudem treibt der Mindestlohn in bälde den Anteil der Selbstständigen Erwerbstätigen hoch, da diese vermehrt nur noch gegen Gewerbeschein im Billiglohn-Bereich arbeiten dürfen.

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