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Thema: Minimalismus

  1. #1
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    Minimalismus

    Stellt Euch vor, morgen braucht ihr kaum noch was.
    Ihr gebt kaum noch Geld aus.
    Ihr braucht kaum noch Arbeit um zu überleben.
    Ihr lebt auf minimaler Stufe.
    Wieviel Geld braucht Ihr um zu überleben?

    Es ist ein Furtz, was ihr zum überleben braucht.

    Und dann baut Euer Leben darauf auf nichts zu haben und nichts groß zu brauchen.
    Will wer was von Euch, dann soll er richtig dafür zahlen und ihr macht Eure aufgetragene Arbeit dann auch perfekt.
    Bietet wer nichts, dann sitzt daneben und lacht drüber wie derjenige sich abmüht, weil seine nichtsbekommenden Helfer nichts zustande bringen.

    Baut Euer Leben darauf auf nichts zu haben, nichts zu wollen und wenn wer was von Euch will, dann kostet das was. Es ist ein ganz einfaches Prinzip im Grunde.

    Ihr werdet Euch jedoch drüber wundern, wie wunderbar es funktioniert. Könnt ihr was, so werdet ihr überhäuft mit Geschenken in Form von Geld.
    Ihr habt mehr Geld, als alle die sich abmühen irgendwie an Knete zu kommen.

    Denkt drüber nach und diskutiert mal darüber.

  2. #2
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Du siehst mich irritiert.

    Irgendwie erscheinen mir Deine Spekulationen wahlweise als die einer weiteren Form des Schlaraffenlandes, des "Landes der faulen Affen" bzw. als eine vereinfachende Kurzfassung der "Utopia" des Thomas Morus....

    Gedankenspiele also. Legitim. Nur ich kann damit wenig anfangen.
    NIHIL HUMANI A ME ALIENUM PUTO. -
    Nichts menschliches ist mir fremd. (Menander)
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    Timirjasev-Verein

  3. #3
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    Es ist meine Lebensphilosophie, die ich mit 41/42 Jahren anfing zu leben. Zugegebener Maßen aus der Not heraus.

    Nun bin ich 47.

    Als ich anfing meinen Lebenswandel zu reduzieren und minimalistisch zu gestalten hatte ich quasi nichts.

    Mit 43 Jahren war die minimalistische Lebensweise abgeschlossen und das Bankkonto stieg.

    Mit 45 Jahren hatte ich meine Wohnung zusammengespart und konnte sie bar bezahlen.

    Mit 46 Jahren kaufte ich mir wieder ein Auto, weil es notwendig war (nicht weil ich es wollte). Das Geld dazu hatte ich um es in bar zu bezahlen.

    Heute habe ich 4 kleine Unternehmen die alle Gewinn abwerfen und das 5. ist in Planung.

    Von Faulheit rede ich nicht.

    Wer seine Kosten jedoch minimalisiert, wird mit etwas Fleiß bald in einer Art Schlaraffenland leben (was Geld betrifft) ohne selbst sich gleich den Honig in den Mund fließen zu lassen.

    Minimalismus garantiert Unabhängigkeit.
    Unabhängigkeit garantiert spaßvolle Gestaltung seines Lebens.
    Wer Spaß an seinem Leben hat und spaß daran hat was er tut, ohne andere zu neiden, sich bewegt und seine Freizeit produktiv nutzt um anderen und sich selbst zu helfen,
    der kann es recht schnell zu etwas bringen.

    Heute arbeite ich etwa 70 Stunden in der Woche aus Sicht anderer.
    Meinereiner arbeitet eigentlich nur vllt 20-30 Stunden in der Woche, der Rest von 40-50 Stunden ist produktive Freizeit.
    Arbeit ist für mich Tätigkeiten auszuüben die ich nicht gerne und freiwillig erbringe.

    Richtig reich bin ich nicht, ich verdiene nunmehr etwa 1.000-3.000 Euro im Monat netto (je nach dem wie es läuft).
    Da ich aber nur 500-700 Euro selber verbrauche bleibt jeden Monat etwas über, mal mehr oder mal weniger.

    -------------------
    Der eigtl Beginn minimalistisch zu leben war mit 35 Jahren, da ich etwa 115.000 Euro Schulden hatte. 4 Jahre später war ich schuldenfrei ohne Privatinsolvenz anmelden zu müssen (real zahlte ich nur etwa 45.000 Euro in der Zeit zurück und erhielt dafür alle pfändbare Titel zurück).
    Von 39 bis 41/42 Jahren hing ich durch. Beruflich klappte es nicht so richtig und Antrieb fehlte.

    -------------------
    Den Geldwert den ich letzte 6 Jahre geschaffen habe liegt etwa bei 150.000 Euro, wobei der schwer zu beziffern ist. Ist mir im Grunde auch egal. Ich brauche nicht viel zum Leben. Ich will nur keinen Mangel mehr haben.

  4. #4
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    Es ist meine Lebensphilosophie, die ich mit 41/42 Jahren anfing zu leben. Zugegebener Maßen aus der Not heraus.

    Nun bin ich 47.

    Als ich anfing meinen Lebenswandel zu reduzieren und minimalistisch zu gestalten hatte ich quasi nichts.

    Mit 43 Jahren war die minimalistische Lebensweise abgeschlossen und das Bankkonto stieg.

    Mit 45 Jahren hatte ich meine Wohnung zusammengespart und konnte sie bar bezahlen.

    Mit 46 Jahren kaufte ich mir wieder ein Auto, weil es notwendig war (nicht weil ich es wollte). Das Geld dazu hatte ich um es in bar zu bezahlen.

    Heute habe ich 4 kleine Unternehmen die alle Gewinn abwerfen und das 5. ist in Planung.

    Von Faulheit rede ich nicht.

    Wer seine Kosten jedoch minimalisiert, wird mit etwas Fleiß bald in einer Art Schlaraffenland leben (was Geld betrifft) ohne selbst sich gleich den Honig in den Mund fließen zu lassen.

    Minimalismus garantiert Unabhängigkeit.
    Unabhängigkeit garantiert spaßvolle Gestaltung seines Lebens.
    Wer Spaß an seinem Leben hat und spaß daran hat was er tut, ohne andere zu neiden, sich bewegt und seine Freizeit produktiv nutzt um anderen und sich selbst zu helfen,
    der kann es recht schnell zu etwas bringen.

    Heute arbeite ich etwa 70 Stunden in der Woche aus Sicht anderer.
    Meinereiner arbeitet eigentlich nur vllt 20-30 Stunden in der Woche, der Rest von 40-50 Stunden ist produktive Freizeit.
    Arbeit ist für mich Tätigkeiten auszuüben die ich nicht gerne und freiwillig erbringe.

    Richtig reich bin ich nicht, ich verdiene nunmehr etwa 1.000-3.000 Euro im Monat netto (je nach dem wie es läuft).
    Da ich aber nur 500-700 Euro selber verbrauche bleibt jeden Monat etwas über, mal mehr oder mal weniger.

    -------------------
    Der eigtl Beginn minimalistisch zu leben war mit 35 Jahren, da ich etwa 115.000 Euro Schulden hatte. 4 Jahre später war ich schuldenfrei ohne Privatinsolvenz anmelden zu müssen (real zahlte ich nur etwa 45.000 Euro in der Zeit zurück und erhielt dafür alle pfändbare Titel zurück).
    Von 39 bis 41/42 Jahren hing ich durch. Beruflich klappte es nicht so richtig und Antrieb fehlte.

    -------------------
    Den Geldwert den ich letzte 6 Jahre geschaffen habe liegt etwa bei 150.000 Euro, wobei der schwer zu beziffern ist. Ist mir im Grunde auch egal. Ich brauche nicht viel zum Leben. Ich will nur keinen Mangel mehr haben.
    Eine interessante Geschichte.

    Doch kommen in ihr z. B. soziale Verpflichtung durch einen Lebenspartner oder Nachkommen nicht vor.
    Oder zählen die bald fünf "Unternehmungen" dazu?

    Und sie übersieht, dass mancher in Deutschland unfreiwillig minimalistisch lebt, besser, leben muss und dennoch nichts ansparen kann.

    Für repräsentativ oder modellhaft halte ich Deine Erwerbsvita daher nicht.
    NIHIL HUMANI A ME ALIENUM PUTO. -
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  5. #5
    Administrator Avatar von tdd
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    Hi
    sind Lebenshatungskosten von 500€-700€ schon minimalistisch? Was macht dann ein Hartz IV Empfänger? Ich halte Lebenshaltungkosten von 500€-700€ eher für Durchschnitt bei einer Einzelperson, wenn man nicht gerade in der Innenstadt von München wohnt.
    So neu ist die Beobachtung, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist, wenn man weniger ausgibt, als man verdient, nun auch nicht. Das weiß doch jede schwäbische Hausfrau.
    mfg
    tdd

  6. #6
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    Hallo

    das hängt immer davon ab was man unter minimalistisch leben versteht.
    Ein bewusster Verzicht auf den Konsumwahnsinn kann ich verstehen, man braucht nicht jedes Jahr ein neues Auto oder Handy.
    Wie sieht es aber mit Nahrung aus, sind dort die billigen Angebote sinnvoll? In meinen Augen nein, denn dabei zahlt man an Qualität und die Umwelt drauf.

    gruß

  7. #7
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    Minimalistisch zu leben bedeutet für mich nicht viel zu brauchen um auch glücklich zu sein.
    Dauerkosten reduzieren (die monatlich anfallen), Kredite zu vermeiden und nur etwas zu kaufen wenn man das Geld auch hat (und diese Neuanschaffung keinen oder wenig Mehraufwand monatlich kostet).

    Ich habe auch Hemden die 30, 40 oder auch 80 Euro kosten. Auch Hosen für 200 Euro, oder Jacken für 500 Euro.

    Ich hatte auch mal richtigen Goldschmuck. Mein Lieblingsring wog 25 Gramm und war aus 555er Gold. Hatte ich allerdings verkauft als ich mal Geld brauchte und Gold-Kurs so hoch war, dass es sich lohnte ihn zu verkaufen (hatte 500 DM gekostet und verkaufte ich dann zu 300 Euro Goldwert, heutiger Goldwert wäre bei 430 Euro abzüglich Degusa-Gebühren).

  8. #8
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    Stellt Euch vor, morgen braucht ihr kaum noch was.
    Ihr gebt kaum noch Geld aus.
    Ihr braucht kaum noch Arbeit um zu überleben.
    Ihr lebt auf minimaler Stufe.
    Wieviel Geld braucht Ihr um zu überleben?

    Es ist ein Furtz, was ihr zum überleben braucht.

    Und dann baut Euer Leben darauf auf nichts zu haben und nichts groß zu brauchen.
    Will wer was von Euch, dann soll er richtig dafür zahlen und ihr macht Eure aufgetragene Arbeit dann auch perfekt.
    Bietet wer nichts, dann sitzt daneben und lacht drüber wie derjenige sich abmüht, weil seine nichtsbekommenden Helfer nichts zustande bringen.

    Baut Euer Leben darauf auf nichts zu haben, nichts zu wollen und wenn wer was von Euch will, dann kostet das was. Es ist ein ganz einfaches Prinzip im Grunde.

    Ihr werdet Euch jedoch drüber wundern, wie wunderbar es funktioniert. Könnt ihr was, so werdet ihr überhäuft mit Geschenken in Form von Geld.
    Ihr habt mehr Geld, als alle die sich abmühen irgendwie an Knete zu kommen.

    Denkt drüber nach und diskutiert mal darüber.
    Das hat mich wirklich zum überlegen gebracht, es klingt irgendwie auch logisch .. hmm
    Die Zeit verlängert sich für alle,
    die sie zu nutzen verstehen.

  9. #9
    Benutzer
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    Viele müssen minimalistisch leben, weil ihr Einkommen einfach nicht für mehr reicht.
    Da wird mit seinem Schicksal gehadert, neidvoll auf andere geblickt, der Kummer in Alkohol ertränkt und was weiß ich noch alles.
    Aber es gibt auch viele andere, denen macht das absolut nichts aus. Sie brauchen nicht mehr und sie wollen auch nicht mehr. Sie machen sich nicht zum Konsumsklaven.
    Ansprüche zurückschrauben, sich mit weniger zufrieden geben, mehr Zeit für sich und andere zu haben, das macht das Leben doch eigentlich erst lebenswert.
    Wo ich bin klappt nichts, aber ich kann ja nicht überall sein.

  10. #10
    Quer
    Gast
    Ich denke, dass das ganz wesentlich vom eigenen Lebensplan abhängt, wie petra40115 sagt. Manch einer kann ohne Konsumgüter und ohne materielle Sicherheit leben und genießt die Freiheiten, die ihm dadurch entstehen. Anderen entsteht genau dadurch Existenzangst und genau das macht das Leben dann nicht mehr oder weniger lebenswert. Ich denke, dass man weder die eine noch die andere Seite von vorne herein als die bessere sehen kann.

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