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Thema: Methan als Energieträger

  1. #11
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    Gesetzeslage ist mir nicht so wichtig

    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Das unterstellt aber, das sich die Methanerzeugung am Ort der WKA befinden muss. Bei Offshore kaum vorstellbar und generell bleibt das Problem der Verfügbakeit von CO2.
    Also muss der Strom erst ins Netz und dann zu den Orten der Methanproduktion gebracht werden. Einspeisung bedeutet aber bei der gegenwärtigen Gesetzeslage auch Einspeisevergütung. Und natürlich wird auch Netzentgelt fällig.

    Nein, mich interesseiert ob solche Konstrukte Technisch, Ökonomisch vor allem auch Volkswirtschaftlich und Nachhaltig funktionieren. Das EEG ist nicht in Stein gemeisselt und ob Strom nun als eingespeist gilt, weil er an Land transportiert wurde ist wirklich eine Frage für Vollblutjuristen.

    Das mit dem CO2 ist tatsächlich ein Problem (das mich interessiert) - man muss das als unerwünschtes Abfallprodukt irgendwo finden und nicht erst kostenintensiv aufbereiten - sonst wird PTG sofort uninteressant.
    A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects."
    Robert Anson Heinlein

  2. #12
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    Methan

    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    Wenn man aber daran denkt, dass Methan einen 25x stärkeren Treibhauseffekt hat als CO2, ist die Verwendung recht fragwürdig...
    Außerdem brennt es. Je nach Verwendung sollte der Atmosphärengehalt von Methan natürlich sinken und nicht steigen.
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    Robert Anson Heinlein

  3. #13
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    Zitat Zitat von T-Rex Beitrag anzeigen
    Nein, mich interesseiert ob solche Konstrukte Technisch, Ökonomisch vor allem auch Volkswirtschaftlich und Nachhaltig funktionieren. Das EEG ist nicht in Stein gemeisselt und ob Strom nun als eingespeist gilt, weil er an Land transportiert wurde ist wirklich eine Frage für Vollblutjuristen.
    Der Strom geht ja in die Leitung die der Netzbetreiber zur Verfügung stellen muss. Damit ist er eingespeist!

    Zitat Zitat von T-Rex Beitrag anzeigen
    Das mit dem CO2 ist tatsächlich ein Problem (das mich interessiert) - man muss das als unerwünschtes Abfallprodukt irgendwo finden und nicht erst kostenintensiv aufbereiten - sonst wird PTG sofort uninteressant.
    CO2 ist hier ernsthaft ein Problem. Genügende Mengen hätte die CCS-Technologie bringen können. Doch Methan zu produzieren durch Wirkungsgradverringerung bei konventionellen Kraftwerker ist wirklich sinnlos.
    Pilotversuche zur Nutzung des in Biogasanlagen anfallenden CO2 ( ca. 40% des anfallenden Biogases sind CO2) sind wohl erfolgreich. Allerdings lässt sich Wirtschaftlichkeit nur darstellen wenn das anfallende Methan in jener Biogasanlage verwertet wird.
    Bisher haben Biogasanlagen nur sehr begrenzte Pufferspeicher. Das anfallende Methan wird unmittelbar in einem Gasmotor verwertet. In einigen Fällen gelingt sogar die Wärmeauskopplung.
    Wird nun nur zeitweise, bei Starkwind oder Supersonne, die CO2-Umwandlung durchgeführt ergibt das mehrere Probleme. Zum einen wird jetzt mehr chemische Energie zugeführt als der Gasmotor mit Generator verbrauchen kann. Zum anderen müssen diese Motoren sehr genau auf den Methangehalt im Gas eingestellt werden. Hier ist also ein entsprechend hoher Aufwand notwendig.
    Das Biogas muss dann auch in ausreichender Menge gespeichert werden können. Denn eine hohe Stromproduktion aus Biogas ist ja genau zu diesem Zeitpunkt eher unerwünscht.
    Um Biogasanlage rentabel zu betreiben muss der Gärprozess so stabil und kontinuierlich wie möglich stattfinden. Auch das widerspricht einer Nutzung als "Strompuffer".

    Technisch ist im Versuchsstadium vieles, Ja - fast alles, möglich. Doch eine großtechnische, wirtschaftlich rentable, Umsetzung ist einvöllig anderes Paar Schuhe.

  4. #14
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    Das Wort "einspeisen" von Strom suggeriert auch, dass diese Energie zu 100% genutzt werden kann.
    Theoretisch ja, in Realität geht jedoch 30% während des Transports verloren.
    Desweiteren geht durch Nicht-Nutzbarkeit oder Überstrom noch was verloren, was ich nicht beziffern will und kann.

    Schätzungsweise wird 50% der eingespeisten Solarenergie auch wirklich von anderen genutzt. Mehr ist das nicht, sondern eher weniger.

  5. #15
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    wirtschaftlichkeit / Fracking

    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Technisch ist im Versuchsstadium vieles, Ja - fast alles, möglich. Doch eine großtechnische, wirtschaftlich rentable, Umsetzung ist ein völlig anderes Paar Schuhe.
    Da hast Du natürlich Recht. Ob PTG sich jemals betriebswirtschaftlich darstellen lässt, ist sicher eine Frage von Gesetzen und von Marktnischen.

    Andererseits, wir haben ja auch die vollkommen unwirtschaftliche Photovoltaik auf die Dächer bekommen... die Frage ist: Was will das Volk ? Wer schwatzt ihm was am besten auf ?

    Global ist sicher das Fracking als Methan-Quelle der wirtschaftliche Renner. Die Ammis haben es unfraglich geschafft Gas gegenüber Öl einen enormen Preisvorteil zu verschaffen.

    Außerdem haben sie fast das doppelte an CO2 eingespart als die Europäer sich durch massive wirtschaftliche Nachteile an Ersparnis erkauft haben.
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    Robert Anson Heinlein

  6. #16
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    Das Wort "einspeisen" von Strom suggeriert auch, dass diese Energie zu 100% genutzt werden kann.
    Theoretisch ja, in Realität geht jedoch 30% während des Transports verloren.
    Die durchschnittlich Verlustquote beim Stromtransport beträgt gegenwärtig ca. 8%( über die gesamten Spannungsebenen hinweg). Das liegt an der Erzeugerstruktur, die Stromproduzenten und Verbraucher relativ nahe beieinander hat. Durch die Verlagerung der Stromproduktion an Küsten/Offshore und in dünn besiedelte Regionen, S-H oder M-Vz.B. , wird sich der Verlust natürlich vergößern. Aber Zahlen wie die genannten 30% oder mehr, die immer wieder im Netz rumgeistern, kommen auch dann nicht zustande.

  7. #17
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    Transportkosten inkl. Verlust

    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Die durchschnittlich Verlustquote beim Stromtransport beträgt gegenwärtig ca. 8%( über die gesamten Spannungsebenen hinweg). Das liegt an der Erzeugerstruktur, die Stromproduzenten und Verbraucher relativ nahe beieinander hat. Durch die Verlagerung der Stromproduktion an Küsten/Offshore und in dünn besiedelte Regionen, S-H oder M-Vz.B. , wird sich der Verlust natürlich vergößern. Aber Zahlen wie die genannten 30% oder mehr, die immer wieder im Netz rumgeistern, kommen auch dann nicht zustande.
    Wenn man die Transport und Verlustkosten von Strom per Kabel und Gas per Pipeline betrachtet findet man übrigens keine besonderen Unterschiede - beide kosten erstmal ca 1-2 mio € pro km, dann sind die Verluste im Bereich von unter 10% (bei der Pipeline ist das nicht Leckage sondern Druckverlust) - Natürlich muss ein bestimmtes Volumen an Gas transportiert werden bis es sich lohnt, eine Pipeline zu bauen.

    Ich denke PTG steht und fällt mit der politischen Entscheidung massiv erneuerbare Energien zu nutzen oder nicht.

    Methan steht oder fällt gar nicht, sondern ist der Massenenergieträger der nächsten 30 bis 100 Jahre - wir können als der Wohlstands- und Sozialstaat, der wir sind nur fortexistieren und prosperieren, wenn wir uns günstig und nachhaltig mit diesem Zeug versorgen - von außen oder von innen - am besten aus vielen Quellen.
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