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Thema: In 11 Staaten der USA überwiegen Sozialhilfeempfänger

  1. #1
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    In 11 Staaten der USA überwiegen Sozialhilfeempfänger

    http://beforeitsnews.com/economics-a...s-2448050.html

    56,76 Mio US-Amerikaner erhalten Sozialhilfe, was etwa 100 Mio Einwohnern entspricht.

    Zähle ich Hartz-IV und Arbeitslosengeld-I-Empfänger zusammen, so komme ich in Deutschland auf etwa 10 Mio Personen die von Sozialgeldern leben.

    Da ist unser Sozialgeld-Problem in Relation zur Einwohnerzahl wirklich gering gegenüber den USA...
    Während in Deutschland nur jeder 8. von Sozialgeld lebt, sind es in den USA jeder 3.

  2. #2
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    Hm ... ich habe nicht recht verstanden, worauf der Autor dieses Artikels hinaus will. Einige Passagen klangen für mich so als wenn die FDP hierzulande herumjammert. Kann man sich anhören, muss man aber nicht. Was die "Fakten" des Autors angeht sage ich: Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Er setzt die Transferleistungsempfänger in Relation zu den Beschäftigten im privaten Sektor, klammert also alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes aus. Hierzulande ist der Staat der größte Arbeitgeber. Das wird in anderen Ländern nicht viel anders sein. Diese große Menge einfach zu ignorieren ist unseriös, denn auch wer im öffentlichen Dienst beschäftigt ist trägt zum BIP bei. Ferner bleibt im Geheimen, wer bei Transferleistungsbeziehern mitgezählt wird. Er beklagt beispielsweise, dass es fast 80 Welfare-Programme gibt. Ich habe keine Ahnung, wie viele es bei uns gibt, jedoch ist z.B. auch Kindergeld so ein Programm. Nun addiere mal alle Leute, die Kindergeld beziehen und betrachte sie als Transferleistungsempfänger, die sie de facto ja auch sind. Dann erschrickst du dich wahrscheinlich auch, und trotzdem ist es Quatsch, daraus eine sinnvolle und aussagekräftige Statistik zu basteln.

    Bemerkenswert finde ich den Hinweis auf die krass gestiegenen Zahlen von Gefängnisinsassen. Das wird nämlich allzu gern verschwiegen. Durch die Beschneidung der Sozialhilfe unter Clinton, die von den Liberalen hierzulande immer wieder als durchschlagender Erfolg verkauft werden soll, ist die Kriminalitätsrate drastisch gestiegen. Nur wird das leider immer verschwiegen. Dabei ist es doch irgendwie logisch: Wenn jemand nichts zu essen hat und niemand, auch der Staat nicht, will ihm was zu essen geben, dann klaut er sich was. Im Gefängnis ist man schließlich gut versorgt und hat ein Dach überm Kopf. Nur ist das ein Vielfaches teurer als Sozialhilfe und damit ist das für den Staat, also für uns, ein schlechtes Geschäft.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Beton Beitrag anzeigen
    Bemerkenswert finde ich den Hinweis auf die krass gestiegenen Zahlen von Gefängnisinsassen. Das wird nämlich allzu gern verschwiegen. Durch die Beschneidung der Sozialhilfe unter Clinton, die von den Liberalen hierzulande immer wieder als durchschlagender Erfolg verkauft werden soll, ist die Kriminalitätsrate drastisch gestiegen. Nur wird das leider immer verschwiegen. Dabei ist es doch irgendwie logisch: Wenn jemand nichts zu essen hat und niemand, auch der Staat nicht, will ihm was zu essen geben, dann klaut er sich was. Im Gefängnis ist man schließlich gut versorgt und hat ein Dach überm Kopf. Nur ist das ein Vielfaches teurer als Sozialhilfe und damit ist das für den Staat, also für uns, ein schlechtes Geschäft.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...-clean.svg.png
    Die Zahl der inhaftierten US-Amerikaner steigt schon seit gut 30 Jahren...
    Als Indiz für gutes oder schlechtes Sozialsystem täte ich es weniger betrachten...
    Etwa 0,8-1,0% der US-Amerikaner sitzt heute in Haft.
    In den 70er Jahren waren es nur etwa 0,3%.

    Wenn ich einige Amerikaner richtig verstanden habe, so steigt zB in Texas die Anzahl der Inhaftierten in Jahren mit größeren Straßenbauprojekten. Straßen werden dort nämlich hauptsächlich durch Inhaftierte gebaut und in Stand gehalten. Manche sprechen dabei von moderner Sklaverei.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Beton Beitrag anzeigen
    Hm ... ich habe nicht recht verstanden, worauf der Autor dieses Artikels hinaus will.
    Muss ich zugeben, dass ich da auch nur wenig verstanden habe, Deine Einwürfe sind denke ich berechtigt.
    Werde es mir noch genauer durchlesen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...-clean.svg.png
    Die Zahl der inhaftierten US-Amerikaner steigt schon seit gut 30 Jahren...
    Als Indiz für gutes oder schlechtes Sozialsystem täte ich es weniger betrachten...
    Etwa 0,8-1,0% der US-Amerikaner sitzt heute in Haft.
    In den 70er Jahren waren es nur etwa 0,3%.
    Gut, du siehst den Zusammenhang nicht oder streitest ihn sogar ab. Dein gutes Recht. Andere sehen das anders. Wie hier:
    „Was passiert, wenn wie in den USA die Sozialhilfe auf fünf Jahre beschränkt wird, schildert der Soziologe Loic Wacquant in seinem Buch "Die Bestrafung der Armen". Während die Zahl der Sozialhilfeempfänger drastisch zurückgegangen ist, weil sie nicht mehr registriert werden, explodierte die Zahl der Gefängnisinsassen (USA: Gefängnisland Nr. 1).
    Quelle

    Wenn ich einige Amerikaner richtig verstanden habe, so steigt zB in Texas die Anzahl der Inhaftierten in Jahren mit größeren Straßenbauprojekten. Straßen werden dort nämlich hauptsächlich durch Inhaftierte gebaut und in Stand gehalten. Manche sprechen dabei von moderner Sklaverei.
    Natürlich kommen noch andere Ursachen hinzu. Das bestreitet niemand. Und dass gerade in Texas eine gehörige Portion Willkür dabei ist, wundert einen nun wirklich nicht.

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