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Thema: Macht Arbeit frei?

  1. #41
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    als ich den Satz las musste ich erst auf das Datum schauen...

    Oliver: der Artikel ist schon 8 Jahre alt und veraltet

    Englands Wirtschaft ist in Rezession und China´s Wachstum ist gerade auch ausgebremst (und wird es vermutlich auch noch längere Zeit bleiben, da China´s Schulden zu hoch sind - 200-300% des BIP), von einer traumhaften Arbeitslosenrate in den USA spricht auch keiner mehr.

    Wenn wir richtig Pech haben, kommt bald eine Pleitewelle in China. Die Folgen könnten katastrophale Auswirkungen auf uns haben...

    Alles richtig, vor acht Jahren sah die Welt noch anders aus. Was aber ist mit der Aussage, dass die Arbeit verschwindet?

  2. #42
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    Zitat Zitat von Oliver Beitrag anzeigen
    Alles richtig, vor acht Jahren sah die Welt noch anders aus. Was aber ist mit der Aussage, dass die Arbeit verschwindet?
    Das ist richtig.
    Haben schon die Freiburger Thesen aufgezeichnet.
    Die Sozial-Liberalen der FDP, zerstreut nach 1982 in diverse Parteien haben es weitergeführt und den Grundstein zum BGE gelegt.
    Ob es soweit kommen wird irgendwann, da gebe ich die Hoffnung nicht auf.
    Schweiz spielt dabei Vorreiterrolle und wird voraussichtlich 2014 per Volksabstimmung über ein BGE abstimmen.
    Schlägt dies fehl, so kann man noch auf Spanien hoffen (meine Meinung).

    Ohne BGE werden wir aber weiterhin hohe Arbeitslosenraten haben, geschönt durch Statistiken und arbeitende Mini-Löhner.

    Wegrationalisierte Arbeitsplätze schaffen keine Steuereinnahmen und zahlen nichts in Sozialkassen ein...
    Und die Gewinner des Neoliberalismus erst recht nicht.

    -----------------------------

    Etwas abschweifend davon kann man sagen, dass wir schon heute einen gigantischen Sklavenmarkt haben. Fast jede Firma ist verkäuflich. Das Intelligent Potential wird heute schon bewertet. Man verkauft die Intelligent Ressources mit. Kaum einer merkt, dass er mit seiner Firma mit verkauft wird, solange Gehalt noch stimmt.

    Angenommen morgen würden alle Opel-Arbeitnehmer kü+ndigen, weil Bochum geschlossen wird, so täte übermoin Opel nicht mehr existieren und müsste von GM komplett abgeschrieben werden, weil die Intelligent-Ressources komplett ausfallen.
    Wird nur nie so weit kommen, weil sich jeder an einen Strohhalm klammert.

  3. #43
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    Ohne BGE werden wir aber weiterhin hohe Arbeitslosenraten haben, geschönt durch Statistiken und arbeitende Mini-Löhner.
    Wegrationalisierte Arbeitsplätze schaffen keine Steuereinnahmen und zahlen nichts in Sozialkassen ein...

    Bleiben wir mal beim BGE. Mit BGE würden im Umkehrschluss die Arbeitslosenzahlen tatsächlich sinken? Ich sage das jetzt nicht gegen Dich, nicht polemisch. Sondern als denkbare These. Mit BGE könnten Menschen vielleicht- entgegen der allgemeinen Annahme- fleißiger, motivierter werden. Aus einem Interview des "Standard" mit Daniel Häni:

    "Faulheit ist eine Folge von nicht gewollter Tätigkeit und mangelnder Wertschätzung. Folge von nicht gegebener Freiheit. Das hat eine gewisse Teilnahmslosigkeit hervorgebracht. Grundeinkommen ist eine Initiative gegen Faulheit. Man hätte weniger Ausreden zu tun, was man wirklich will." Quelle: http://www.grundeinkommen.ch/eine-in...-die-faulheit/

  4. #44
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    @Oliver:
    Die Arbeitslosenzahl müsste dann nicht mehr erfasst werden. Damit würde sie auf 0% sinken.

    Das mit Teilnahmslosigkeit im jetzigen System stimmt.
    Viele scheuen sich davor ne Mini-Arbeit anzunehmen, weil ihnen effektiv nichts übrig bleibt und man nur Rennerei zum Amt hat und sich später vielleicht auch noch Probs vom Amt einholt, weil man nen Mini-Job wieder verloren hat.
    Meiste Mini-Jobs sind nichts womit man in Festanstellung kommt. Mini-Jobs sind nur Lückenfüller oder um als Arbeitgeber flexibler handeln zu können (Vollzeit daher unerwünscht).
    Daher resignieren viele oder arbeiten nebenher unerlaubter Weise schwarz.

    Wenn ich mich um Arbeitsstelle bewarb, klopfte ich als erstes ab was verdient wird und passte dann meine Kenntnisse an den Verdienst an.
    Machen meiste, ansonsten musste Top-Arbeit für 800-Euro-Brutto-Vollzeitjob leisten oder bekommt Sperre vom Amt wenn man die Stelle zwecks zu niedrigem Gehalt ablehnt.

    Ein 400-Euro-Job ist auch zumeist keiner, bei dem man regelmäßig 400 Euro bekommt. Man bekommt bis 400 Euro zu einem festen Stundenlohn und das kann mal nur 250 Euro sein oder wird so hingebogen dass man 400 Euro bekommt und Zeit mit nächstem Monat verrechnet wird.
    Wenn man dann nur mal 150 Eus bekommt, statt sonst im Schnitt 350 Eus, dann muss man Stellungnahme bei ARGE abgeben was in dem Monat war.
    Zudem will die ARGE bei unregelmäßigen Geldzahlungen jeden Monat Kopie vom Gehaltzettel haben (kommt der nicht rechtzeitig rein gibbet Abmahnung und Sanktionen).

  5. #45
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen

    ...
    Daher resignieren viele oder arbeiten nebenher unerlaubter Weise schwarz.

    Wenn ich mich um Arbeitsstelle bewarb, klopfte ich als erstes ab was verdient wird und passte dann meine Kenntnisse an den Verdienst an.
    Machen meiste, ansonsten musste Top-Arbeit für 800-Euro-Brutto-Vollzeitjob leisten oder bekommt Sperre vom Amt wenn man die Stelle zwecks zu niedrigem Gehalt ablehnt.

    Ein 400-Euro-Job ist auch zumeist keiner, bei dem man regelmäßig 400 Euro bekommt. Man bekommt bis 400 Euro zu einem festen Stundenlohn und das kann mal nur 250 Euro sein oder wird so hingebogen dass man 400 Euro bekommt und Zeit mit nächstem Monat verrechnet wird.
    Wenn man dann nur mal 150 Eus bekommt, statt sonst im Schnitt 350 Eus, dann muss man Stellungnahme bei ARGE abgeben was in dem Monat war.
    Zudem will die ARGE bei unregelmäßigen Geldzahlungen jeden Monat Kopie vom Gehaltzettel haben (kommt der nicht rechtzeitig rein gibbet Abmahnung und Sanktionen).
    Dein erster Satz packt das Problem: legal ist nicht gerecht in diesem System. Deshalb ist auch ein Generalstreik verboten.
    So suchen sich die Klügsten ihre Nischen, weil Solidarität in deutschen Landen immer noch unmöglich scheint.

  6. #46
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    Zitat Zitat von Oliver Beitrag anzeigen
    Deshalb ist auch ein Generalstreik verboten.
    Generalstreik ist nicht deshalb verboten.
    Generalstreik ist verboten, weil man im Kaiserreich weiterhin mit Waffengewalt das öffentliche Leben aufrecht erhalten wollte.

  7. #47
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    In Deutschland sind Generalstreiks, anders als etwa in europäischen Staaten wie Frankreich oder Italien, juristisch nicht vom Streikrecht gedeckt und somit rechtswidrig. Der Politische Generalstreik ist allerdings nicht ausdrücklich im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verboten, sondern wurde durch Gerichtsentscheidungen ausgeschlossen. Diese Entscheidungen basieren letztlich auf einem Gutachten (1952) und dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahre 1955, an denen beide Male Hans Carl Nipperdey zentral beteiligt war. Die einzige Ausnahme folgt aus Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstreik
    Ich stehe hinter jeder Regierung,
    bei der ich nicht sitzen muss,
    wenn ich nicht hinter ihr stehe.
    Werner Finck

  8. #48
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    Arbeit ist dazu da um Geld zu verdienen um sich die nötigen Dinge zum leben zu kaufen.
    Ich arbeite um zu leben und nicht: Ich lebe um zu arbeiten, daher habe ich auch nur einen Nebenjob, da es mir wichtiger ist, Zeit zu haben um mein Leben zu leben. Mir sind andere Dinge wichtiger als Geld für Konsum und Luxus zu haben, denn mit Freunden verbrachte Zeit kann ich mir nicht kaufen ...

    Gruß

  9. #49
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    Ich persönlich würde es gut finden, wenn Generalstreiks auch in Deutschland möglich wären.

    Dafür müsste aber auch eine Regelung geben, damit nicht aus jeder Kleinigkeit eine Riesensache zu machen.

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