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Thema: Spritkosten steigen - wie reagieren?

  1. #1
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    Spritkosten steigen - wie reagieren?

    Immer wieder werden Tage erkoren, an denen man mal das Auto stehen lassen oder einfach nur gar nicht tanken soll, um es den Energiekonzernen zu zeigen...

    Das bringt meiner Meinung nach gar nichts.

    Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

    Wer es den Energiekonzernen etc zeigen will, dass man nicht länger mitmachen will bei der Preisspirale sollte sich erst an eigene Nase fassen, und dann anfangen Sprit zu sparen, weil das nutzt dauerhaft.

    Meinereiner hat sich technisch umorientiert und fährt nun mit im Schnitt etwa 3,4 ltr/100km, und zwar E10, weil da 10% zumindest regenerativ aus Deutschland kommen können.
    Diesel-Fahrer können auch Biodiesel tanken um Mineralölkonzernen das Wasser abzugraben, besser eigentlich noch als Benzin-Fahrer.

    Technik machts möglich. Es ist nur ein Umdenken weg von Spritschluckern nötig mit massig an PS und Verbrauch...

    Biodiesel herzustellen ist nicht schwer, Ethanol als Treibstoff hingegen wäre sehr viel effizienter.
    Die Technischen Möglichkeiten ein 2-Rad mit 1,5 ltr/100km Ethanol zu betreiben wäre gegeben, ebenso ein 4-Rädriges Fahrzeug mit 2,5-4 ltr/100km Ethanol.
    Man muss es nur anpacken...

    Zuckerrüben sind in Effizienz zwischenzeitlich gleichauf mit Zuckerrohr. Deutschland könnte sich unter Einbezug der Brachflächen selbst mit Ethanol versorgen und wäre dann unabhängig von Erdölprodukten im Verkehrswesen.

    Unter Einbezug von Holz, Biogas, bessere Wärmeisolierung etc will ich sogar behaupten, dass auch Heizenergie selbst in Deutschland produziert werden könnte, also vollständig autark zu Mineralöl aggieren könnte....

    Braslien hat es uns schon bewiesen: Sie verbrennen lieber Ethanol aus einheimischer Produktion und exportieren ihr Erdöl...

  2. #2
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    Die ewige Diskussion um Chancen und Möglichkeiten vom Erdöl wegzukommen.
    Mal ein paar Thesen und Behauptungen von mir zur lebhaften Diskussion:

    1. Mineralöl wird knapper und teurer. Der Spritpreis ist allerdings vor allem wegen des Steueranteils so hoch. Die Mineralölgesellschaften sind gegenüber der Abzocke des Staates relativ harmlos.

    2. Aufgrund des steigenden Erdölpreises hat es einen extremen Schub bei der Entwicklung spritsparender Fahrzeuge gegeben, da Sparsamkeit als Kaufargument so wichtig ist wie nie zuvor. Je stärker der Preis steigt, desto mehr wird Sparsamkeit nachgefragt und der Markt/ die Hersteller machen entsprechende Angebote. Der Markt muss es richten.

    3. Die Politik freut sich über hohe Energiepreise, denn einerseits passen sie ins politische Konzept des Energiesparens und des Energieumbaus und zweitens steigert teure Energie das Steueraufkommen. Die Politik hat kein Interesse an niedrigen Energiepreise für Konsumenten/ Bürger. Sie tut nur manchmal so.

    4. Die Nutzung regenerativer Energien ist sinnvoll, kann aber den Bedarf nicht decken. Dies ist auch nicht wünschenswert, zumindest nicht über den Anbau auf Grünflächen. Zuckerrüben, Mais und sonstige Pflanzen sollten nicht im Übermass und zu Lasten anderer Nahrungsmittel angebaut werden, da dies global zu Naturvernichtung und Hunger führt.

    5. Generell sind hohe Energiepreise nicht nur schädlich für die Wirtschaft, sondern auch unsozial gegenüber Einkommensschwachen und vertiefen die Kluft zwischen arm und reich. Insofern ist zu überlegen, ob die hohen Energiekosten nicht teilweise aus allgemeinen Steuermitteln abgefedert werden müssten, statt sie fast komplett über die Verbraucherpreise weiterzugeben. Siehe Folgen Energiewende und Netzausbau/ Einspeicherung Ökostrom.

    6. Im Zusammenhang mit jeglicher Bereitstellung von Energie herrscht in Deutschland weniger Überlegung und Vernunft als Hysterie und Glaubenskrieg. Die panischen Deutschen sind hier Vorreiter- ich glaube nicht, daß es ihnen gut bekommt.

    7. Die technologischen Möglichkeiten der Industrie wurden immer überschätzt. Der Glaube, daß ein fertiges 2- Liter Kompaktauto in den schubladen fertig ist, aber von der Industrie zurückgehalten wird, stellt sich jetzt als in das Reich der Verschwörungstheorie gehörend heraus. Es würde in dieser Situation schon längst angeboten.

    8. Elektroautos und Kleinstwagen mit beschränkter Nutzung taugen für Stadtgebiete und Wenig/Kurzfahrer. Die normale Nutzung eines Autofahrers können sie nicht befriedigen. Daher wird der Anteil dieser Fahrzeuge weit weniger steigen als gewünscht und prognostoziert. Die Politik, vor allem EU, wird dieses Problem letztlich den Konsumenten aufhalsen, in dem sie Gebote und Verbote ausspricht, welche die Mobilität der Massen einschränken werden.

    9. Die Wichtigkeit, auch andere Energievernichter als das Auto viel stärker in den Fokus zu nehmen, kommt immer noch zu kurz. Die technischen Potentiale, Energie zu sparen, sind in den Bereichen Haushalt und Industrie höher in Relation zur momentan vereinnahmten Energiemenge. Der strenge Fokus auf das Auto hat stark ideologische Gründe, da Individualverkehr schon sehr lange weltanschauliche und prinzipielle Diskussionen auslöst.

  3. #3
    Administrator Avatar von tdd
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    Zitat Zitat von Leser Beitrag anzeigen
    Die ewige Diskussion um Chancen und Möglichkeiten vom Erdöl wegzukommen.
    Mal ein paar Thesen und Behauptungen von mir zur lebhaften Diskussion:

    1. Mineralöl wird knapper und teurer. Der Spritpreis ist allerdings vor allem wegen des Steueranteils so hoch. Die Mineralölgesellschaften sind gegenüber der Abzocke des Staates relativ harmlos.
    Moment, es sind immer noch die Öl-Konzerne, die den Benzinpreis anheben. Das die Steuern dadurch steigen ist nur die Folge davon. Die letzte Steuererhöhung auf Kraftstoff ist schon sehr lange her.

    Zitat Zitat von Leser Beitrag anzeigen
    2. Aufgrund des steigenden Erdölpreises hat es einen extremen Schub bei der Entwicklung spritsparender Fahrzeuge gegeben, da Sparsamkeit als Kaufargument so wichtig ist wie nie zuvor. Je stärker der Preis steigt, desto mehr wird Sparsamkeit nachgefragt und der Markt/ die Hersteller machen entsprechende Angebote. Der Markt muss es richten.
    Die Autos sind NEFZ optimiert. Verbrauchen tun sie in der Praxis das gleiche. Da die Autos heutzutage aber mehr Sicherheit bieten und somit schwerer sind, ist das dennoch eine Verbesserung.


    Zitat Zitat von Leser Beitrag anzeigen
    3. Die Politik freut sich über hohe Energiepreise, denn einerseits passen sie ins politische Konzept des Energiesparens und des Energieumbaus und zweitens steigert teure Energie das Steueraufkommen. Die Politik hat kein Interesse an niedrigen Energiepreise für Konsumenten/ Bürger. Sie tut nur manchmal so.
    Politiker werden auch gewählt. Aber die Benzinpreise mit Steuererleichterungen zu senken führt nur dazu, dass sich die Öl-Konzerne die Preise anheben und den Gewinn einstreichen.
    mfg
    tdd

  4. #4
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    Zuckerrüben sind in Effizienz zwischenzeitlich gleichauf mit Zuckerrohr. Deutschland könnte sich unter Einbezug der Brachflächen selbst mit Ethanol versorgen und wäre dann unabhängig von Erdölprodukten im Verkehrswesen.
    hm, aktuell benutzen wir bereits 1/5 unserer landwirtschaftlichen Nutzfläche zum Anbau von Energiepflanzen. Aber trotzdem können wir den kümmerlichen Anteil von Biokraftstoffen beim Kraftstoffverbrauch nicht aus eigener Produktion decken. Ich weiß zwar nich wieviel brachliegendes Nutzland wir hier noch haben, aber aus dem Bauch heraus halte ich eine Selbstversorgung für zweifelhaft. Oder hast du da konkrete Zahlen zur Hand?
    Wir haben ja noch nicht mal eine Selbstversorgung bei Lebensmitteln.

    Und was den Import von Bioethanol & Co. angeht, da tauchen schon wieder jede Menge Probleme auf. Ob nun Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien zum Gewinn von Anbaufläche oder der Konkurrenzkampf zwischen Lebensmitteln&Energiepflanzen in Entwicklungsländern trotz allgemeiner Nahrungsmittelknappheit.

    Damit Biokraftstoffe eine wirkliche Chance haben, die herkömmlichen Kraftstoffe zu ersetzen, müssten wir imo unsere Autofahrgewohnheiten radikal ändern. Neben der Nutzung von sparsameren Modellen hieße das vor allem das Auto stehen zu lassen und mit dem (hoffentlich elektrisch betriebenen) ÖPNV zu fahren. Auto nur noch dann nutzen wenn es unumgänglich ist. Wenn wir unseren Kraftstoffverbrauch auf 1/4 reduziert haben, können wir meinetwegen nochmal über das Thema reden

  5. #5
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    Zitat Zitat von Leser Beitrag anzeigen
    Der Spritpreis ist allerdings vor allem wegen des Steueranteils so hoch. Die Mineralölgesellschaften sind gegenüber der Abzocke des Staates relativ harmlos.
    Derlei unreflektierte Polemik finde ich stets ziemlich ärgerlich. Wer in naiver Vorstellung meint, hier würde so etwas wie eine "Tatsache" verbreitet, der stellt sich fortan vor, wenn morgens an seiner Zapfsäule 12 Cent mehr als am Vortag draufsteht, hätte in der Nacht eine Kommission im Finanzministerium Sondersitzung gehabt. Nein, so ist das ganz und gar nicht.

    Gibt man bei Google den Suchbegriff "Steueranteil Benzin" ein, dann bekommt man als ersten Vorschlag eine Seite von Aral, einem Ölmulti. Das ist bezeichnend. Die Ölkonzerne haben ein lebhaftes Interesse daran, anderen die Verantwortung für die hohen Preise an den Zapfsäulen unterzuschieben und von ihrer eigenen Gier abzulenken. Der Staat mit seiner Steuerforderung ist da gerade recht. Von den gigantischen Gewinnen wird darum ein winziger Teil, der aber dennoch eine Riesensumme darstellt, in die Propaganda gesteckt. Propaganda verfehlt selten ihre Wirkung. Es finden sich immer genug Leute, die darauf hereinfallen und diese "Wahrheiten" oder "Tatsachen" als Multiplikator weiterverbreiten, wie man sieht.

    Richtig ist, dass auf Mineralölprodukte Steuern erhoben werden und es stimmt, dass die Steuern nicht gerade gering sind. Allerdings ist der Steueranteil auch das Einzige, was am Spritpreis zuverlässig, transparent und für jeden Verbraucher nachvollziehbar ist. Das Zustandekommen des übrigen Anteils des Preises scheint einer streng geheimen Formel zu unterliegen, da selbst für ausgemachte Experten Preissprünge öfters nicht erklärbar sind. Übrigens sollte man nicht übersehen, dass der vielfach gescholtene hohe Steueranteil bei einem heutigen Preis von 1,72 € für den Liter Super E5 nur noch 53,8 % beträgt. Das war schon mal sehr viel mehr. Ab 1,91 €, wo wir bald sind, wird es nur noch 50 % sein. Daran zeigt sich ganz klar: Für den heftigen Preisanstieg der letzten Jahre sind eben NICHT die Steuern verantwortlich.

    Noch ein letztes Wort zu den Steuern. Ganz gleich wie hoch der Steueranteil vom Sprit gerade ist, in jedem Fall ist das Geld für den Verbraucher nicht verloren. Viele Leute, die sich selbst für liberal halten, versuchen immer wieder den Eindruck zu erwecken, der Staat wäre ein gefräßiges Raubtier, das unsere Steuern bloß frisst und nur nutzlose Exkremente hinterlässt. In Wahrheit ist der Staat nichts Imaginäres, sondern der Staat sind wir, die Gesellschaft, die Gesamtheit der Bürger. Und die Steuern dienen der Finanzierung dieses Gemeinwesens. So betrachtet kommt ja jeder Steuercent, den wir beim Tanken ausgeben, uns auf irgendeine Weise wieder zugute. Es ist nicht wirklich verloren.

    Was treibt denn nun den Spritpreis wirklich in die Höhe? Ganz aktuell berichten die Medien über ein Studie, nach der das Superbenzin in den vergangenen drei Monaten um 11,3 Cent teurer wurde. Jedoch nur 6,6 Cent ließen sich durch Rohölpreise und Wechselkurschwankungen erklären. 4,7 Cent haben die Konzerne "einfach aufgeschlagen". Hochgerechnet auf den monatlichen Umsatz sind das Mehreinnahmen von fast 100 Mio. Euro. Im Monat, wohlgemerkt. Alleine für Superbenzin.

    Oder man schaue sich BP an. Trotz der schlimmen Katastrophe im Golf von Mexiko und den daraus folgenden Schadensersatzleistungen macht der Konzern einen gigantischen Gewinn im Milliardenbereich. Dort landet das Geld, das den Verbrauchern an der Zapfsäule aus der Tasche geleiert wird und das Geld ist, nachdem es an die Shareholder verteilt wurde, im Gegensatz zur Steuer unwiderruflich unserem Einflussbereich entzogen und tatsächlich verloren.

    Nicht unerwähnt lassen darf man den Anteil der Spekulanten am Spritpreis. Experten zufolge ist ein Drittel des Ölpreises der Spekulation geschuldet. Auch das Geld, das spielsüchtige Warentermingeschäftemacher abzocken, ist für uns auf ewig verloren, im Gegensatz zu den Steuereinnahmen des Staates.

    Zu den anderen Punkte wäre auch noch eine Menge einzuwenden, aber ich habe eure Geduld schon überstrapaziert, wenn ihr bis hier gelesen habt. Darum halte ich mich erst noch zurück.

  6. #6
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    Öl ist und bleibt eine endliche Ressource, daher wird der Preis zwangsläufig weiter steigen!
    Bei der Suche nach Alternativen muss Sparen das erste Gebot sein. Öl ist zu wertvoll um nur verbrannt zu werden.
    Auch müssen bei dem Einsatz von biologischen Energieträgern die Folgen genau berücksichtigt werden. Eine Konkurrenz von deutschen Autofahrern mit mexicanischen Tortillaessern darf es nicht geben.
    Auch unter dem Gesichtspunkt des CO2-Ausstoßes ist Maßhalten angesagt. Intensivere landwirtschaftliche Nutzung hat auch ihre Schattenseiten.

    Die viel gerühmte Elektromobilität ist auf absehbare Zeit nicht in der Lage hier nennenswerte Einspareffekte zu bringen. Allein mit dem Energieaufwand für die Produktion der notwendigen Akkus könnte man 100 000 km weit fahren.

    Autos wie der Opel Ampera sind eine reine Mogelpackung. Verbrennungsmotor+Generator+Elektromotor gab es schon in der legendären "Taigatrommel". Nur das dort niemand auf die Idee gekommen wäre diese jetzt Elektrolok zu nennen.

    Die Höhe der Spritpreise und der Anteil der als Gewinn an die Ölmultis geht ist allerdings diskussionswürdig. Doch das Kartellamt sieht regelmäßig keine Anhaltspunkte für Preisabsprachen.

  7. #7
    Administrator Avatar von tdd
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    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Autos wie der Opel Ampera sind eine reine Mogelpackung. Verbrennungsmotor+Generator+Elektromotor gab es schon in der legendären "Taigatrommel". Nur das dort niemand auf die Idee gekommen wäre diese jetzt Elektrolok zu nennen.
    Hi
    dafür kann man 60km zu 100% elektrisch fahren und wenn man doch mal weiter fahren will, geht das auch. Das ist keine Mogelpackung, das ist sinnvoll!
    mfg
    tdd

  8. #8
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    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    Hi
    dafür kann man 60km zu 100% elektrisch fahren und wenn man doch mal weiter fahren will, geht das auch. Das ist keine Mogelpackung, das ist sinnvoll!
    Ein über 40000 € teures Fahrzeug, das bei der Bestzung mit 4 Erwachsenen schon außerhalb der zulässigen Zuladung ist?
    Ein Fahrzeug, dessen CO2-Emissionen höher sind als bei vergleichbaren modernen Autos mit Verbrennungsmotor?
    Ein Auto, das eigentlich nur Eigenheimbesitzer fahren können, da es keine Ladesäulen am Straßenrand gibt?

    An welcher Stelle ist das sinnvoll?

  9. #9
    Administrator Avatar von tdd
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    Hi
    Es gibt noch so einige andere Autos, die schnell überladen sind. Der Prius hat das gleiche Problem. In der Praxis ist das auch kein Problem.
    Entweder muss beim Verbrauch den NEFZ oder den Realverbrauch vergleichen. Aber nicht Realverbrauch mit NEFZ. Und da ist der Ampera nicht schlecht. Idealerweise beträgt er mit Öko-Strom auf Kurzstrecke sogar null. Diesel dürften in der CO2 Bilanz etwas besser sein, aber CO2 ist nicht alles. Es gibt ja noch viele andere schädliche Stoffe, wo der Ottomotor immer noch einen Vorteil hat.
    Infrastruktur ist immer ein Problem. Aber bevor man ewig über Henne oder Ei diskutiert, ist es doch viel besser zu handeln und dem Verbraucher Angebote zu machen. Ich wette sogar, dass der Ampera im Gebrauchtwagengeschäft ein Renner wird. Man muss ja heute nur mal nach dem 3L-Lupo von VW und den 3L-A2 von Audi schauen. Die waren seiner Zeit auch für zu teuer und unsinnig gehalten, aber heute ist die Nachfrage nach diesen Gebrauchten groß.
    mfg
    tdd

  10. #10
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    Lächeln

    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    Hi
    Es gibt noch so einige andere Autos, die schnell überladen sind. Der Prius hat das gleiche Problem. In der Praxis ist das auch kein Problem.
    Entweder muss beim Verbrauch den NEFZ oder den Realverbrauch vergleichen. Aber nicht Realverbrauch mit NEFZ. Und da ist der Ampera nicht schlecht. Idealerweise beträgt er mit Öko-Strom auf Kurzstrecke sogar null. Diesel dürften in der CO2 Bilanz etwas besser sein, aber CO2 ist nicht alles. Es gibt ja noch viele andere schädliche Stoffe, wo der Ottomotor immer noch einen Vorteil hat.
    Infrastruktur ist immer ein Problem. Aber bevor man ewig über Henne oder Ei diskutiert, ist es doch viel besser zu handeln und dem Verbraucher Angebote zu machen. Ich wette sogar, dass der Ampera im Gebrauchtwagengeschäft ein Renner wird. Man muss ja heute nur mal nach dem 3L-Lupo von VW und den 3L-A2 von Audi schauen. Die waren seiner Zeit auch für zu teuer und unsinnig gehalten, aber heute ist die Nachfrage nach diesen Gebrauchten groß.
    Das andere Autos auch ein Zuladungsproblem haben, macht es nicht besser.

    Um ehrlich zu sein, die Steckdose liefert deutschen Strommix. Dieser muss zur Berechnung herangezogen werden. Es seid denn, Du hast dein privates Windrad zum Aufladen der Batterien.

    Das mit dem Gebrauchtwagengeschäft ist ebenfalls fraglich. Die Akkus bauen im laufe der Zeit ab und ein neuer Akkupack wird wohl kaum unter 10000 € zu haben sein.

    Das ist auch so ein Punkt. Die Akkus werden mit Massenproduktion teurer werden. Eigentlich ist das üblicherweise andersrum, aber schau Dir mal den Markt für seltene Erden an, ohne die kein Akku gebaut werden kann.

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