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Thema: Also doch: Pkw-Maut

  1. #1
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    Also doch: Pkw-Maut

    Merkel nimmt die Pkw-Maut auf die Tagesordnung

    Was ich schon seit Jahren wie viele andere auch prophezeie, scheint nun langsam Gestalt anzunehmen. Merkel wird nach der Sommerpause im Kabinett die Pkw-Maut diskutieren. Auch wenn sie noch beteuert, diese abzulehnen, bin ich mir inzwischen sicher, dass wir zum 1.1. des kommenden Jahres eine Maut haben werden.

    Abzockerpack!!

  2. #2
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    Ob die das Geld dort holen oder wo anders....
    Letztendlich werden sie es holen...
    Also es heißt nicht ob wir eine Pkw Maut bekommen sondern wenn nicht ..was wird erhöht!
    Kostas leidet an Parhanoia...also vorsichtig!!!

  3. #3
    Administrator Avatar von tdd
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    Hi
    ich könnte ja mit einer Jahres-Vignette leben, die jeder KFZ-Steuerzahler für seine KFZ-Steuer erhält. Dann müssten die Ausländer halt an der Grenze auch eine Vignette bezahlen, wie es z.B. in Schweiz üblich ist. Aber so wird es wohl nicht kommen.
    mfg
    tdd

  4. #4
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    Zitat Zitat von Kostas Beitrag anzeigen
    Ob die das Geld dort holen oder wo anders....
    Letztendlich werden sie es holen...
    Also es heißt nicht ob wir eine Pkw Maut bekommen sondern wenn nicht ..was wird erhöht!
    Es ist zutreffend, dass die Einnahmen des Staates, also die Steuern, erhöht werden müssen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Es über Senkung der Ausgabenseite, also einen strikten Sparkurs, zu versuchen halte ich für fatal, weil es die Wirtschaft abwürgt. Und nicht nur die. Allerdings sollte man die Steuern dort erhöhen, wo am meisten zu holen ist, ohne dass es weh tut. Angesichts von Millionen Berufspendlern, die ohnehin schon unter hohen Abgaben und Lohnverzicht ächzen, ist der Autofahrer das falsche Ziel.

    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    ich könnte ja mit einer Jahres-Vignette leben, die jeder KFZ-Steuerzahler für seine KFZ-Steuer erhält. Dann müssten die Ausländer halt an der Grenze auch eine Vignette bezahlen, wie es z.B. in Schweiz üblich ist. Aber so wird es wohl nicht kommen.
    Nein, so wird es wohl nicht kommen, sondern die Vignette, wenn sie kommt, wird sicher oben drauf gepackt, ohne dafür einen Ausgleich bei der Kfz-Steuer zu schaffen.

    Aber selbst wenn die Jahresvignette auf die Kfz-Steuer angerechnet würde, wäre ich strikt dagegen. Das aus folgenden Gründen:
    a) Eine Jahrespauschale ist ungerecht, weil sie zwischen Viel- und Wenigfahrern und zwischen großen und kleinen Autos nicht unterscheidet.
    b) Der zusätzliche Verwaltungsaufwand verschlingt zu viel Kosten und würde im schlechtesten Fall die zusätzlichen Einnahmen von ausländischen Kfz vollständig vernichten.
    c) Eine nur für Autobahnen vorgeschriebene Vignette würde eine enorme Verlagerung des Verkehrs auf die Landstraßen verursachen mit entsprechender Belastung für die dort lebenden Menschen.

    Meines Erachtens gibt es nur eine sinnvolle Reform: Kfz-Steuer komplett abschaffen und aufkommensneutral auf die Mineralölsteuer umlegen. Dadurch würde
    a) eine gerechtere Steuerpflicht erreicht: Wer viel fährt, zahlt viel.
    b) auch Ausländern eine Beteiligung am Erhalt unserer Straßen auferlegt, sofern sie bei uns tanken müssen
    c) eine ökologische Lenkung erzielt, weil Sprit sparen dann auch massiv Steuern sparen würde
    d) dem Staat mehr Mittel zur Verfügung stünden, da die Verwaltungskosten für die Erhebung der Kfz-Steuer entfielen und dafür keinen neuen entstehen würden.

  5. #5
    Administrator Avatar von tdd
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    Hi
    Eine Pauschale will ich ja auch nicht. KFZ-Steuer = Jahresmaut. Die KFZ-Steuer ist ja schon über den Hubraum, dem CO2-Ausstoß und dem Kraftstoff gestaffelt.
    Bei meinem Konzept sehe ich nicht so viel Aufwand. Das Kaufen einer Vignette geht ja in der Schweiz auch. Und einmal im Jahr einen Aufkleber an die deutschen Autobesitzer zu verschicken ist auch kein Problem. Wobei das ja eigentlich auch nicht nötig ist, da die Mautbrücken die KFZ-Kennzeichen erfassen und auch die Polizei die Kennzeichen bei Kontrollen überprüfen können.
    Bei modernen Autos mit Reichweiten von über 1000km wird keiner, gerade beim Ost-Westverkehr, bei erhöhten Kraftstoffkosten in Deutschland tanken. Der Rest nimmt noch einen Kanister zusätzlich mit. Höchstens ein paar Touristen werden vielleicht abgezockt, wenn sie denn überhaupt noch kommen.
    Auch eine Verlagerung auf die Landstraßen gäbe es nicht, da ja alle Deutschen KFZ eine Vignette automatisch erhalten.
    Auch die ökologische Lenkung hoher Kraftstoffpreise ist zeitlich nur begrenzt. Letztes Jahr ist zwar die PS-Zahl der Neuwagen gesunken, aber dieses Jahr ist sie wieder gestiegen, obwohl die Kraftstoffkosten deutlich höher sind.
    mfg
    tdd

  6. #6
    Gelöscht
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    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    Hi
    ich könnte ja mit einer Jahres-Vignette leben, die jeder KFZ-Steuerzahler für seine KFZ-Steuer erhält. Dann müssten die Ausländer halt an der Grenze auch eine Vignette bezahlen, wie es z.B. in Schweiz üblich ist. Aber so wird es wohl nicht kommen.
    Das wäre ideal, aber sicher wird man die Vignette zusätzlich kaufen müssen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    Eine Pauschale will ich ja auch nicht. KFZ-Steuer = Jahresmaut. Die KFZ-Steuer ist ja schon über den Hubraum, dem CO2-Ausstoß und dem Kraftstoff gestaffelt.
    Ja, wobei diese CO2-Regelung ziemlich fragwürdig ist. Besteuert wird ja bei Autos mit Ottomotor der über einem Grenzwert von 120 g/km liegende CO2-Ausstoß mit 2 Euro je g/km. Dafür wird der Wert aus den technischen Daten des Fahrzeugs herangezogen. Der sagt aber nicht viel aus. Da du vermutlich genau wie ich seit Jahren selbst Automobilist bist, wirst du auch wissen, dass man den "Laborwert" locker übertreffen kann. Mit anderen Worten: Bei entsprechender Fahrweise kannst du ein Auto, das mit einem Durchschnittsverbrauch von 6 l/100 km angegeben ist, auch mit 8 - 9 l/100 km fahren. So kann es durchaus vorkommen, dass ein Fahrzeughalter diesen CO2-Zuschlag nicht bezahlen muss, obwohl er es aufgrund seiner Fahrweise tatsächlich müsste, und ein andere muss ihn bezahlen, obwohl er extrem umweltschonend fährt. Diese Ungerechtigkeit wäre durch eine direkte Besteuerung des Verbrauchs ausgeschlossen.

    Bei meinem Konzept sehe ich nicht so viel Aufwand. Das Kaufen einer Vignette geht ja in der Schweiz auch. Und einmal im Jahr einen Aufkleber an die deutschen Autobesitzer zu verschicken ist auch kein Problem.
    Es müssten Millionen von Vignetten gedruckt und verschickt werden. Meines Erachtens eine absolut unsinnige Maßnahme und Verschwendung von Steuergeldern.

    Wobei das ja eigentlich auch nicht nötig ist, da die Mautbrücken die KFZ-Kennzeichen erfassen und auch die Polizei die Kennzeichen bei Kontrollen überprüfen können.
    Bei der Gelegenheit kann man von jedem Autofahrer auch noch prima ein Bewegungsprofil erstellen, nicht wahr? Nein, das wäre wirklich das Letzte und nicht ohne Grund hat der BGH vor wenigen Jahren Reihenfotografien vorbeifahrender Autofahrer durch die Polizei in einigen Bundesländern untersagt.

    Bei modernen Autos mit Reichweiten von über 1000km wird keiner,
    Derart moderne Autos kenne ich nicht. Von den mir bekannten Fahrzeugen, dich auch nicht älter als ein bis zwei Jahre sind, schafft keines 1000 km ohne nachzutanken. Aber natürlich sehe ich die Problematik ein, dass zumindest ein großer Teil des Wegs durch Deutschland mit mitgebrachtem Sprit bewältigt wird.

    Der Rest nimmt noch einen Kanister zusätzlich mit.
    5 Liter. Mehr mitzunehmen kann man untersagen.

    Höchstens ein paar Touristen werden vielleicht abgezockt, wenn sie denn überhaupt noch kommen.
    Ja ok, wenn sie nicht mehr kommen, entfällt doch auch das Argument, die Ausländer würden unsere Straßen kaputt machen ohne dafür zu bezahlen. Wer nicht kommt, macht nichts kaputt.

    Auch eine Verlagerung auf die Landstraßen gäbe es nicht, da ja alle Deutschen KFZ eine Vignette automatisch erhalten.
    Dann verlagert sich der Verkehr der Ausländer auf die Landstraßen und wir gucken trotz all dem Aufwand in die Röhre.

    Auch die ökologische Lenkung hoher Kraftstoffpreise ist zeitlich nur begrenzt. Letztes Jahr ist zwar die PS-Zahl der Neuwagen gesunken, aber dieses Jahr ist sie wieder gestiegen, obwohl die Kraftstoffkosten deutlich höher sind.
    Das mag ja sein, ich habe das jetzt nicht nachrecherchiert, aber die PS-Zahl alleine ist ja auch nicht so entscheidend. Für die Ökologie ist es jedenfalls besser, ein Auto mit hoher PS-Zahl bleibt öfter in der Garage und sein Besitzer holt die Brötchen mit dem Fahrrad, als dass ein Auto mit kleiner PS-Zahl für jeden Scheißdreck bewegt wird und die Umwelt verschmutzt. Oder nicht? Also würde ich mal sagen, ein Indikator für mehr Umweltbewusstsein der Kfz-Fahrer ist nicht die Größe oder die PS-Zahl der Autos, sondern die abgesetzte Menge Kraftstoff pro Jahr. Und die ist, soweit ich weiß, seit einigen Jahren kontinuierlich rückläufig.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Beton Beitrag anzeigen
    Derart moderne Autos kenne ich nicht. Von den mir bekannten Fahrzeugen, dich auch nicht älter als ein bis zwei Jahre sind, schafft keines 1000 km ohne nachzutanken. Aber natürlich sehe ich die Problematik ein, dass zumindest ein großer Teil des Wegs durch Deutschland mit mitgebrachtem Sprit bewältigt wird.
    Mit entsprechend feinfühligem Gasfuß bewege ich meinen C5 HDi mit 5,5l/100km. Bei 68 ltr. Tankinhalt genug für 1200 km. Bisheriger "Rekord" meinerseits 1184 km .

  9. #9
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    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Mit entsprechend feinfühligem Gasfuß bewege ich meinen C5 HDi mit 5,5l/100km. Bei 68 ltr. Tankinhalt genug für 1200 km. Bisheriger "Rekord" meinerseits 1184 km .
    C5?? Sagt mir nix. **google google google** Ach der? Sag mal, willst du mich verarschen? Kein 5,7 Liter-V8-Otto-Motor fährt mit 5,5l/100km!

  10. #10
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    deine google Fähigkeiten sind ausbaufähig

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