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Thema: Elektromobilität - Nahe Zukunft?

  1. #11
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    Zitat Zitat von Ingo Fricke Beitrag anzeigen
    Danach müsste der Benzinpreis von der Steuer befreit und preislich eingefroren werden, die KfZ-Steuer auf eine CO2 – Steuer kombiniert mit einer Gewichtssteuer und einer KfZ- Grundsteuer umgestellt werden. Sinn und Zweck wäre die Lenkung zum Kaufanreiz für Elektromobile.
    Um Himmels Willen, komplizierter geht es ja nicht mehr! Der fiskalische Ansatz ist zwar richtig, um den Kauf von Elektroautos anzukurbeln, aber dazu muss man kein weiteres bürokratisches Monster schaffen. Der CO2-Ausstoß verhält sich bekanntermaßen eins zu eins zum Benzinverbrauch. Mit einer aufkommensneutralen Umlage der bisherigen Kfz-Steuer auf die Mineralölsteuer hätte man die CO2-Komponente viel besser als jetzt berücksichtigt, da auch Vielfahrer und Bleifußkapitäne hinsichtlich ihres CO2-Ausstoßes gerechter beurteilt würden. Da Elektroautos kein Benzin brauchen, wäre der Kaufanreiz damit auch gegeben.

    Es gibt immer viel zu bedenken, doch wenn wir das bis zum bitteren Ende betreiben werden immer bedenken haben während der Rest der Welt mit E-Autos fährt und uns der Sprit ausgeht.
    Das ist wohl wahr.

  2. #12
    Administrator Avatar von tdd
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    Hi
    eine CO2 Steuer gibt es schon sehr lange. Die nennt sich nur Kraftstoffsteuer und skaliert perfekt linear mit dem Kraftstoffverbrauch des eignen Autos und sogar der eigenen Fahrweise.
    mfg
    tdd

  3. #13
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    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    Die nennt sich nur Kraftstoffsteuer
    Etwas, das sich "Kraftstoffsteuer" nennt, hatten wir noch nie. Wir hatten etwas, das sich Mineralölsteuer nennt. Seit dem 15.7.2006 nennt sie sich Energiesteuer. Ich weiß von dieser Steuer und weiß auch, dass sie sich relational zum CO2-Ausstoß verhält. Nie habe ich etwas anderes behauptet. Mein Vorschlag ist, den Rest der auf das Kfz bezogenen Steuern, also die eigentliche Kfz-Steuer, ebenfalls analog zur CO2-Emission zu erheben, was am einfachsten erreicht wird, wenn man die Kfz-Steuer aufkommensneutral auf die Energiesteuer umlegt.

    Vielleicht hattest du mich missverstanden.

  4. #14
    gelöscht
    Gast

    Elektromobilität - nahe Zukunft ?

    Unsere heutige Art des "Mobilseins" scheinen wir in Mitteleuropa als "normal" zu betrachten. Wir müssen zur Arbeit, den Einkauf erledigen und auch der Urlaub ist ohne den vierrägrigen Begleiter kaum vorstellbar.
    Hier mal ein Beitrag, den ich erst gestern in einem Autoforum beisteuerte:

    "Solang es geht, wird uns die Automobilindustrie weiter mit Verbrennungsmotoren beglücken. Egal ob Benziner oder Diesel, sie werden noch etwas effektiver werden, ... aber ein Ende ist sicher absehbar.
    Der Hybrid als Zwischenlösung zeigt den Weg zum Elektrofahrzeug.
    Man wälzt Gedanken, die wachsende Speicherkapazität der Fahrzeuge mit der Infrastruktur der Stromversorgung zu verbinden - "intelligente" Technik soll Ladevorgänge steuern uvm.
    Ein wenig habe ich die Befürchtung, daß wir dabei sind eine wirkliche Entwicklung wieder einmal zu verschlafen!
    Wenn momentan Steuermittel angedacht sind, um in den kommenden 10 Jahren 1 Mio. Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, zeigt dies, daß Politik keinesfalls auf Innovation bei den Herstellern setzt.

    Als Alternative zu Elektrofahrzeugen bieten sich sicher auch Entwicklungen im Zusammenhang mit Wasserstoff an.
    Problem dabei: Die Technik ist keinesfalls ausgereift und sie benötigt, vergleichbar dem heutigen Tankstellennetz eine Infrastruktur, an deren Ausbau es mangelt. Die Herstellung von Wasserstoff in industrieller Größenordnung wäre nur durch regenerative Energiequellen effektiv zu gestalten -sehr viele Hemmnisse also !

    Persönlich denke ich, daß Perspektiven des Verkehrs (zum Leidwesen von Fahrzeugfreunden) in der deutlichen Abnahme des Individualverkehrs liegen, diesbezüglich befinden wir uns allerdings gerade mal in einer Vorbereitungszeit."


    Über Kfz-Steuer, Mineralölsteuer oder darüber zu diskutieren inwieweit die "Fünf" (Mineralölkonzerne)uns das Fell über die Ohnen ziehen, halte ich für müßig, denn es schildert ansatzweise zwar die Situaton in Deutschland und Europa - an der Relevanz des Themas aus gesellschaftlicher Sicht geht es vorbei.

    Wenn ich oben von der Befürchtung spreche, daß Deutschland wiedereinmal eine Entwicklung verschläft, deute ich nicht nur auf die Hörigkeit deutscher Politik gegenüber der Industrie; auch Alternativen werden vernachlässigt (Bahn, öffentlicher Nah- und Fernverkehr).
    Aus ökonomischer Sicht ist bereits der aktuelle Stand der reinste Wahnsinn; Blechlavinen, meinst einfach besetzt quälen sich einem Ziel entgegen und zurück.
    Ich definiere mich selbst nicht durch "Grünes" Gedankentum, ich fahre sehr gern Auto, sehe aber wie "Ingo Fricke" Abhängigkeiten, die keinesfalls der Gesellschaft dienen.

    MfG.

  5. #15
    Benutzer
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    Mal ein paar Zahlen zum Nachdenken:

    Gramm CO2 pro kWh

    Strom ( dt.Energiemix 2010) 563 g/kWh
    Benzin 272 g/kWh
    Diesel 268 g/kWh

    Bitte erklärt mir jetzt jemand die ökologische Notwendigkeit des Elektroautos?!

  6. #16
    gelöscht
    Gast

    Elektromobilität - nahe Zukunft?

    Ich mag Zahlen. Sie können verdammt präzise sein, aber man sollte Ausgangsgrößen kennen.

    Betrachtet man Zahlen, die bezüglich der Thematik herangeführt werden, so ist stets festzustellen, daß sie nicht nur gegen etwas, sondern auf für etwas argumentieren.
    In diesem Zusammenhang werden "Bio" und "Umwelt" meist zur abrechenbaren Größe, die sich letztendlich für den Einen oder Anderen auszahlt.

    Deine Zahlen (zarakthuul) sind ein Argument für die deutsche Automobilindustrie, für die weitere Produktion von überholter Tecnologie (Verbrennungsmotoren) und sie klammern von Vornherein ein Umdenken aus.

    Der Versuch eines Gegenargumentes:
    Ich wohne in Berlin. Ca. 3,5 Mio. Einwohner (frag jetzt bitte nicht nach den Namen ).
    Welches Potential ergäbe sich, wenn in so dieser Gemeinde, der Berliner kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen könnte ?
    - weniger CO2-Ausstoß !
    - Weniger Fahrzeuge in der Stadt / so mancher würde sich von seinem PKW trennen !
    - geringere Belastung der Straßen - geringere Kosten zur Erhaltung !
    - weniger Unfälle / Gesundheitskosten, Arbeitsausfall usw.
    - die Stadt wäre offener für Besucher !
    usw.
    Ist es vorstellbar, daß ein Unternehmen wie die Bahn effektiv arbeitet? ... andersgefragt: Warum dulden wir, daß das Staatsunternehmen Bahn seine Aufgaben nicht erfüllt, Milliarden verschleudert, eine Struktur aufrechterhält, die Beamten gleich ihren "Dienst" versieht ?

    Natürlich wären große Investitionen nötig, gerade in den letzten Jahren ist auch viel verkommen oder wurde "eingespart". Eine wirkliche Zukunft des Personen- und Güterverkehrs kann aber nur in einem "öffentlichen Bereich" realisiert werden.
    Öffentlich - effektiv - ohne Möglichkeit daraus Kapital zu schlagen !

    Ca. jeder 6. Arbeitsplatz ist in Deutschland mehr oder weniger mit dem Automobil verbunden, logisch, daß ein entsprechender Druck auf Politik aufgebaut und genutzt wird.


    "Mobilität ist Ausdruck von Freiheit" meinte gerade ein Typ im Rahmen der ARD-Themenwoche "Mobilität". Ich meine: Wenn diese Mobilität Freiheit bedeutet, dann führt diese gigantische Ressourcenvernichtung des Individualverkehrs unweigerlich in den Untergang.

  7. #17
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    Hi Johnny!

    Mit den Zahlen wollte ich nicht die dt.Automobilwirtschaft unterstützen, sondern die Sinnhaftigkeit eine staatlichen Förderung von E-Mobilität hinterfragen.
    Als Bewohner des platten Landes ist mein Bezug zum ÖPNV ein völlig anderer als der einer Großstadtpflanze. Mit der mir zu Verfügung stehenden Busverbindung wäre mein jetziger Job nicht zu machen.
    Das eine Reduzierung des Individualverkehrs sinnvoll ist, sehe ich auch. Was mich stört ist der Schwenk zum E-Mobil um jeden Preis! Die CO2-Einsparung ist dort gegenwärtig noch NULL!
    Ich wäre eher für Zulassungbeschränkungen für Spritsäufer. Autos, die bei ihrer Nutzung mehr als 5 ltr./100km verbrauchen, einfach nicht mehr zulassen! Dazu die Norm für die Verbrauchsermittlung an die gegenwärtigen Fahrzeuge anpassen ( Stadtverkehr/Überlandverkehr Tempo100 / Autobahn 80% der max. Fahrgeschwindigkeit des jeweiligen Fahrzeuges)! Bugatti hätte echt Probleme, aber was kratzt das mich?
    Auch Tempo 120 auf Autobahnen ist mit mir machbar.

  8. #18
    gelöscht
    Gast

    Elektromobilität - nahe Zukunft ?

    Ich unterstelle doch auch auf keinem Fall, daß mit den Zahlen irgendwer unterstützt werden sollte. Deutlich wird allerdings, daß sich die durch die Zahlen (Beispiel zarakthuul) eine Alternative vorgegeben wird, die keine Lösung beinhaltet.

    Die angekündigte Initiative der Perle aus der Uckermark unterstütze ich keinesfall. Es ist praktisch nichts anderes als eine Sozialisierung der Forschungsarbeit von Unternehmen - wir kennen es bereits aus der Landwirtschaft, durch Wind- und Solarenergie und z.B. durch die Stützung der Banken.
    Die Entwicklung wird dennoch in Richtung Elektroenergie gehen, zuviel hätten ansonsten Kfz-Hersteller, die "großen 6" und Energieerzeuger zu verlieren.

    Daß gerade die Infrastruktur im ländlichen Bereich eine Riesenherausforderung sein wird ist mir klar - man wird sie bewältigen müssen !

  9. #19
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    Zitat Zitat von zarakthuul Beitrag anzeigen
    Mal ein paar Zahlen zum Nachdenken:

    Gramm CO2 pro kWh

    Strom ( dt.Energiemix 2010) 563 g/kWh
    Benzin 272 g/kWh
    Diesel 268 g/kWh

    Bitte erklärt mir jetzt jemand die ökologische Notwendigkeit des Elektroautos?!
    Mal angenommen, deine Angaben stimmen (habe mir die Kontrolle geschenkt), bleibt trotzdem noch die Notwendigkeit aufgrund der Tatsache, dass die Erdölvorräte in absehbarer Zeit erschöpft sind. Ohne Triebstoff müsstest du dein Auto mit Verbrennungsmotor schieben. Da ist ein E-Motor allemal besser, oder nicht?

  10. #20
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    Klar muss es Änderungen in der Mobilität geben, aber ein Umstieg auf Elekrofahrzeuge macht gegenwärtig aus Klimaschutzgründen absolut keinen Sinn. Durch den Atomausstieg wird die CO2-Bilanz der Elektroenergieerzeugung, zumindest für einige Jahre, noch schlechter. Hier drängt sich der Verdacht auf, das irgendeine Lobbyvertretung hier Steuergelder abzapft.

    Es gäbe durchaus andere Wege um im Straßenverkehr CO2 einzusparen. So könnte die Flüssiggas-Direkteinspritzung die bisheringen Nachteile von LPG-Fahrzeugen beseitigen und gleiche Fahrleistungen bei 15-30% weniger CO2 bringen.
    Da die Förderung von Gasfahrzeugen 2018 ausläuft, ist das Interesse der Industrie an der Weiterentwicklung dieser Techniken (LPG und CNG) gering.
    Ein weiterer Punkt ist das viel zu hohe Gewicht der Autos. Häufig fährt 1 Person 2 Tonnen Blech durch die Gegend. Absolut irre! Gerade die deutschen Hersteller bringen immer stärkere und schwerere Fahrzeuge auf den Markt. Muss das sein?

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