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Thema: 1. Mai - Tag der Arbeit: Muster ohne Wert?

  1. #1
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    1. Mai - Tag der Arbeit: Muster ohne Wert?

    Nachdem der heutige "Tag der Arbeit" fast Geschichte ist, stellt sich die Frage, ob der 1. Mai als Tag friedlicher Kundgebungen für Arbeit und soziale Gerechtigkeit noch eine Berechtigung hat.
    2.000 - 3.500 Teilnehmer der zentralen DGB-Kundgebung in Kassel scheinen weniger Nachweis berechtigter sozialer Forderungen in der Gesellschaft als vielmehr Ausdruck pflichtschuldiger und lustloser Programmabwicklung längst korrumpierter Gewerkschaften.
    Bleiben vom 1. Mai nur vorhersehbare scheinrevolutionäre Sachbeschädigungen und verletzte Polizisten?
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  2. #2
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Genau ein Jahr später lässt sich die Frage wiederholen:

    Wozu? - Fragen zum Ersten Mai aus der ländlichen Provinz

    http://my.opera.com/Timirjasevez/blo...zum-ersten-mai

    und der DEUTSCHLANFUNK via Facebook

    Der 1. Mai hat in vielen Ländern als Tag der Arbeiterbewegung an Bedeutung eingebüsst. In Deutschland haben viele Menschen heute demonstriert, aber für die meisten war es schlicht ein willkommener Feiertag.
    http://www.dradio.de/aktuell/1744609/
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  3. #3
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    In Moskau folgten folgen zur Stunde noch ca. 70.000 Demonstranten einem Aufruf der Gewerkschaften und ziehen über Twerskaya und Mochowaya zum Platz an der Lubjanka und am Arbat.
    Daneben gibt es in der Stadt noch Kundgebungen und Feiern.

    Und wiederholt gefragt:

    Für uns ist es wohl zunächst "nur" noch ein freier Tag? Hat der Erste Mai als Tag der Arbeit noch eine reale Perspektive?

    Wer widerspricht meinen Zweifeln?
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  4. #4
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    Für uns ist es wohl zunächst "nur" noch ein freier Tag? Hat der Erste Mai als Tag der Arbeit noch eine reale Perspektive?
    Natürlich ist er nur noch freier Tag.Den Werktätigen sei er von Herzen gegönnt.Die wenigsten wissen,dass der 1.Mai 1933 von den Nazis als freier Tag eingeführt wurde.Am 2.Mai 1933 wurden die Gewerkschaften verboten und die Gewerkschaftshäuser gestürmt.Ich frage mich,warum sich die Demokratiebewahrer und Gutmenschen sich so auffallend ruhig verhalten.Sonst plappern unsere Politiker auch über jeden Mist,besonders wenn es um ein braunes Thema geht.
    Glober

    OPUS JUSTITIAE PAX – Das Werk der Gerechtigkeit ist der Frieden

    Pius XII.



  5. #5
    Gelöscht
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    Zitat Zitat von Glober Beitrag anzeigen
    Natürlich ist er nur noch freier Tag.Den Werktätigen sei er von Herzen gegönnt.Die wenigsten wissen,dass der 1.Mai 1933 von den Nazis als freier Tag eingeführt wurde.Am 2.Mai 1933 wurden die Gewerkschaften verboten und die Gewerkschaftshäuser gestürmt.Ich frage mich,warum sich die Demokratiebewahrer und Gutmenschen sich so auffallend ruhig verhalten.Sonst plappern unsere Politiker auch über jeden Mist,besonders wenn es um ein braunes Thema geht.
    Er ist nicht mehr oder minder freier Tag, wie auch jeder andere Feiertag. Dem Einen bedeutet er etwas, dem Anderen nicht.

    Und hier in Deutschland, in der sich sogar die SPD von den sozialdemokratischen Grundsätzen verabschiedet hat, und nicht mehr mit den Gewerkschaften an einem Strick zieht, ist er zwar bitter Nötig, für das für das er gedacht war.

    Die lLeute rennen in ihrer Verzweiflung aber lieber zu den Kirchentagen, vielleicht gibt ihnen der Herr ja etwas mehr als Hartz4, Minijob und Leiharbeit.

    Gott sei Dank, ich bin Rentner

  6. #6
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    Wir ham in Dresden den Tag der Arbeit genutzt, um auf das BGE aufmerksam zu machen und darauf, dass das alte Modell "Arbeit" nicht mehr funktioniert und funktionieren kann.

  7. #7
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    Dann auch hier nochmal: Selbst die Tagesschau kam nicht umhin, von Maidemonstrationen mit Hunderttausenden in Deutschland zu sprechen. Es ging vor allem um soziale Ungerechtigkeiten. Dazu ist der 1. Mai da, der "Kampf- und Feiertag der Werktätigen".
    Konstantin Wecker schrieb heute:
    "Und insgeheim träume ich von einem Aufstand an diesem ersten Mai. Und dass wir uns all die Rechte zurückholen, die sie uns gestohlen haben. Das Recht auf Arbeit, das Recht auf Wasser, das Recht darauf, von der Gesellschaft versorgt zu werden, wenn man es selbst nicht mehr kann. Das Recht auf einen Mindestlohn. Das Recht auf eine Welt ohne Zeitarbeitsfirmen. Das Recht auf unser Recht."

  8. #8
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    Piraten haben keine Ideologie, die auf Kampf zwischen Arbeiterschaft und Kapital beruht.
    Deshalb haben wir zumeist ein Problem damit, wie man mit 1. Mai umgeht (zumindest aus Parteisicht)...

  9. #9
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Zitat Zitat von Slowmotion Beitrag anzeigen
    Piraten haben keine Ideologie, die auf Kampf zwischen Arbeiterschaft und Kapital beruht.
    Deshalb haben wir zumeist ein Problem damit, wie man mit 1. Mai umgeht (zumindest aus Parteisicht)...
    Aha, die wer ..., ah ja Piraten haben also keine 1. Mai - Ideologie, aber eine Meinung zum BGE (Beitrag #6), da guggste ... wirr ... Wer waren doch gleich die Piraten?
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  10. #10
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Glober Beitrag anzeigen
    Die wenigsten wissen,dass der 1.Mai 1933 von den Nazis als freier Tag eingeführt wurde.Am 2.Mai 1933 wurden die Gewerkschaften verboten und die Gewerkschaftshäuser gestürmt.Ich frage mich,warum sich die Demokratiebewahrer und Gutmenschen sich so auffallend ruhig verhalten.
    was willst du uns hiermit sagen? 1.Mai abschaffen, weil die Nazis da ihre Finger dran hatten? So ein Quark! Was bitte spielt es für eine Rolle, dass der gesetzlicher Feiertag von den Nazis eingeführt wurde? Denke bitte daran, dass der Erste Mai als Tag der Arbeiterbewegung bereits gute 40 Jahre früher ausgerufen wurde.
    Und der Zusammenhang NS-Zeit <-> 1.Mai wurde in den vergangenen Tagen mehr als ausreichend thematisiert in den Medien für meinen Geschmack. Die Zusammenhänge sollten den meisten Menschen schon bewußt sein.

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