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Thema: Wo liegt der Denkfehler?

  1. #11
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    detlef05 meinte: Mit dem Atom-Debakel von Japan und dem Laufzeitenmoratorium für die AKW hierzulande kulminierte auch die Debatte um die zukünftige strukturelle Gestaltung der Energieversorgung .

    Tja, so ein Satz kommt heraus, wenn man Dinge miteinander verbindet, die nichts miteinander zu tun haben, bester Beton, nicht?

    Versuch' mal, ruhig geistig durchzuatmen und bis zwei zu zählen.

    a) wann hatten wir in Deutschland das letzte Mal ein Erdbeben der Stärke 9,5?
    b) wann hatten wir in Deutschland einen 10-m-Tsunami? (wir hatten einen, by the
    way durch eine Abrutschung im norweg. Küstenbereich vor etwa 4000 Jahren,
    aber der traf offenbar primär das Kanalgebiet um Dover und Calais, nicht?)
    c) haben wir zufällig eine hirnamputierte TEPKO plus einen Haufen doofer Politiker,
    die es möglich machten, ein AKW direkt in die Brandungszone eines Ozeans am
    Rande einer vulkanisch aktiven interkontinentalen Bruchspalte zu plazieren?
    d) haben wir in Deutschand überhaupt irgendwo kontinentale Bruchspalten?


    Tja, Beton, drei von viermal Nein, nicht?
    Geradezu reflexartig wurde dabei ein drohender Wegfall von AKWs für die Grundversorgung und der Ausbau der EE inklusive der infrastrukturellen Subsysteme (Energieleitungsnetz, Stromspeichermöglichkeiten) mit einem dann drohenden, heftigen Strompreisanstieg verknüpft.


    äh.... HALLO?..... vielleicht machst Du das gerade oben auch, na?

    Zeitgleich wird zwar logisch dargestellt, dass spürbare und tatsächlich realisierbare Verbrauchseinschränkungen bei Elektroenergie gesamtgesellschaftlich ohne Verlust an Lebensqualität möglich wären.

    Oha, Du fängst auch an, zu denken? Prima!

    Zugleich wird aber m. E. verschwiegen, dass eine Reduzierung des Stromverbrauchs auf einem oligopolen Markt zwecks Erhaltes der Firmenumsätze und -gewinne, wenn nicht gar wegen derer systembedingten Steigerung, keinesfalls Preisbeibehaltung bedeutet. Auch hier würden die Marktanbieter ihr Produkt verteuern.

    Als alte linke Socke solltest Du zumindest versuchen, durch Sprechblasen wie "olipopoler Markt" nicht ständig jedem Deinen kindisch-überholten Linksfaschismus Stalin'scher und Mao'scher Massenmörder-Prägung ins Auge zu drücken. Besten Dank....!

    Die Antwort auf Deine obige Phrase ist übrigens, dass der Markt deshalb steigt, weil
    heucherlische Linke gemeinsam mit der Politik Marktabsprachen zu gunsten der SPD-kontrollierten Energiewirtschaft unter Gerhard Schröder und Joschka Fischer machten und dies witzigerweise zu Lasten des Steuerzahlers. Das ist schon ein paar Jahr her und mittlerweile hättest Du es eigentlich mitkriegen müssen, Beton, nicht?

    Das beweisen nicht zuletzt die Entwicklungen bei Wasser/Abwasser, Verkehr und Abfallbeseitigung.

    Ist Dir auch schon die politisch-wirtschaftliche Korruption im kommunalen Verbrauchssystem
    aufgefallen? Na, dann Glückwunsch!

    Damit stellt sich die Frage, ob neben einer Dezentralisierung der Versorgungsmedienerzeugung nicht auch die Verstaatlichung/Kommunalisierung z. B. der Energieversorger ein Ausweg wäre?

    Eine Dezentralisierung per se bringt nicht unbedingt Vorteile. Vielmehr vorteilhaft wäre
    eine De-Korruptisierung der Politik-Heuchler von SPD und CDU/CSU in diesem Bereich.
    In der Tat stimme ich Dir als libertinärer Konservativer explizit dahingehend zu, dass eine
    VERSTAATLICHUNG der kommunalen Abfall/Wasser-Wirtschaft am sinnvollsten ist. Aber nur
    dann, wenn der Bürger direkte demokratische Kontrolle erhält. Denn dann hört die Gelbe-Sack-Korruption, die Windkraft-Korruption, die PV-Korruption und die dutzendfach anderen öffentlichen Korruptionssysteme auf, die zu nichts anderem dienen, als dem Bürger Kohle im Fantastilliarden-Maßstab aus den Rippen zu schneiden. Wenn man ab und zu seriöse Beamte (huch, von denen gibt es sogar noch tatsächlich welche!) in das System einschaltet, dann haben haufenweise heuchlerische Linke und CINO's keine Chance mehr. Aber ich befürchte, bester Beton, dass genau dieses Deinesgleichen nicht will .... weil es ja so schön ist, die Kohle vom Bürger zu klauen, nicht?

    Warum ist der Staat/die Kommune per se nicht dazu in der Lage, ein Unternehmen gewinn(zum Nutzen seiner/ihrer Bürger)orientiert zu führen?


    DAS ist ganz einfach erklärt und zwar an Deinem eigenen Beispiel: guck Dir dieses Forum an. Es nennt sich "Global Talk" und de fakto wird es von nicht mal einem halben Dutzend Postender besucht. Lediglich zwei dieser etwa 6 Leute schreibt für sich selbst haufenweise Kommentare über Russland, die in Wahrheit niemanden im virtuellen Deutschland (außer diesen beiden natürlich) interessieren. Ergo ist Global Talk ein "Bauchnabel-Selbstbespiegelungs-Instrument" von zwei Typen. Mehr nicht. Und ein Markt von n=2 ist bekanntlich nicht so waaaahnsinnig erfolgreich. Und weil schon Global Talk nur eine Witzveranstaltung ist, ist auch klar, dass andere extrem regulierte Märkte keinen Millimeter anders sind, nicht wahr? Das hätte Dir eigentlich selbst auffallen können, wenn Du mal 10 Sekunden kritisch nachgedacht hättest, findest Du nicht, Beton?


    Warum soll ein öffentlich geführtes Unternehmen weniger effizient und keineswegs marktorientiert sein?

    Lass mich das mal so sagen..... Deine Arbeitnehmer-Einstellung (nine to five workshift)
    und Deine Art von realitätsferner Pseudo-Wirtschafts-Hybris/Ignoranz könnte mutmaß-
    licherweise ein Teil des Rentabilitätsproblems sein, findest Du nicht?

    Oder deutlich gesagt: Gründe erst mal ein eigenes erfolgreiches Unternehmen, Du
    Angestellter, bevor Du es wagst, Selbständigen zu erläutern, wie man im Wirtschafts-
    leben zu schwimmen hat. Bisher sieht es eher so aus, als ob Du im Schwimmbad nur
    deshalb über Wasser bleibst, weil Du Schwimmflügelchen Dritter benutzt, weil Deine
    Geschäftsidee so schwimmfähig ist wie ein Stück Beton, nicht?

    Sind wir nur nicht in der Lage bzw. nicht willens die von Marktideologen wie z. B. Herrn Brüderle geworfenen Nebelbomben zu durchschauen?

    Nein, das sehe ich anders. Es scheint mir eher so, als ob Du Null Plan von Wirtschaft
    hast und nur die Klappe aufreist und erwartest, dass Dein absehbares Planungs-
    und Handlungsversagen von Dritten gepuffert werden soll, damit nicht herauskommt,
    wie dritt- oder viertklassig Dein Geschäftsmodell ist. Oder irre ich mich da?

  2. #12
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    c) haben wir zufällig eine hirnamputierte TEPKO plus einen Haufen doofer Politiker,
    die es möglich machten, ein AKW direkt in die Brandungszone eines Ozeans am
    Rande einer vulkanisch aktiven interkontinentalen Bruchspalte zu plazieren?
    Das AKW Neckarwestheim steht auf einem Gipskeuper-Untergrund und kann jeder Zeit ruckartig absacken. Der Kühlturm hat sich im Vergleich zum Reaktor auch schon um 2 Meter abgesenkt. Dadurch dass das AKW in einem ehemaligen Steinbruch steht, muss das Grundwasser ständig abgepumpt werden, weswegen der Gips in der Erdschicht nur noch schneller ausgewaschen wird. Bereits heute ist unter dem AKW ein 1800 Kubikmeter großes Loch im Erdreich entstanden. Beim Bau selbst wurde bei der geologischen Untersuchung geschlampt, man ging von einen massiven Granituntergrund aus. Aber eigentlich hat es keinen interessiert. So eine Untersuchung ist ja ein Kostenfaktor. Jeder Häuslebauer wäre schön blöd auf so einem Untergrund sein Eigenheim zu bauen. Aber ist ja nur ein AKW...

    Im übrigen ist in Japan passiert, was hier ebenso möglich ist: Der Tsunami-Schutzdamm hätte eigentlich um einige Meter erhöht werden müssen, dann wäre auch nichts passiert wie in den anderen Atomkraftwerken an der vom Tsunami betroffenen Küste (wo die Erhöhungen rechtzeitig durchgeführt wurden), nur wurde dies aus Kostengründen verworfen. Das Atomkraftwerk sollte nämlich 5 Monate nach dem Tsunami für immer abgeschaltet und demontiert werden.

    Aus Kostengründen lehnen auch die meisten deutschen Atomkraftwerksbetreiber die meisten Sicherheitsverbesserungen ab. Wird schon schief gehen.

    Eigentlich müsste eine so kritische Infrastruktur wie das AKW Neckarwestheim bei solchen Gefährdungslagen sofort abgeschaltet werden, das wurde aber mit Verweis auf die finanziellen Konsequenzen für die Betreiber und mögliche Schadensersatzklagen gegen Bund/Land verworfen. Womit wir wieder bei den allseits bekannten und geschätzten Kostengründen sind.

    PS: Der Untergrund von Neckarwestheim ist im übrigen wunderbar für einen hoch interessanten und spektakulären Effekt geeignet: Soil Liquefaction. Da braucht es garkein Erdbeben der Stärke 8 oder 9. Da reicht 7, eine Stärke die in dieser Region bereits aufgetreten ist.

  3. #13
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    Alcibiades: Das AKW Neckarwestheim steht auf einem Gipskeuper-Untergrund und kann jeder Zeit ruckartig absacken.

    Ich habe gar nichts dagegen, wenn Du Neckarwestheim oder Krümmel abschaltest. Das
    sind eh' überholte Uralt-Reaktoren, die ineffizient sind. Lass deren Uran ruhig im Reaktor
    herumliegen, bis wir in Mol die Transmutation online gebracht haben. Danach kriegen wir
    hoffentlich noch 'n Teil des Verlustes rekompensiert.

    Der Kühlturm hat sich im Vergleich zum Reaktor auch schon um 2 Meter abgesenkt. Dadurch dass das AKW in einem ehemaligen Steinbruch steht, muss das Grundwasser ständig abgepumpt werden, weswegen der Gips in der Erdschicht nur noch schneller ausgewaschen wird.

    Glaub' ich Dir gerne. Leg' den Mist still, aber vergiss nicht, dass wir den kostbaren
    Uran-/Plutonium-Abfall noch ggf. recyceln können.

    Bereits heute ist unter dem AKW ein 1800 Kubikmeter großes Loch im Erdreich entstanden.

    Ich kenne ich damit offen gesagt nicht aus. Ich weiß hier nur um Saarland, dass ein saarl. Kaff an der frz. Grenze aufgrund des frz. Kohle-Abbaus um 15-16 Meter abgesackt ist. Und die Franzosen wollen für die Schäden nicht aufkommen. Blöd gelaufen, nicht?

    Beim Bau selbst wurde bei der geologischen Untersuchung geschlampt, man ging von einen massiven Granituntergrund aus.


    Ok, ich glaube Dir das einfach mal (weil ich in dem Punkt keine Recherchen oder gar
    Sachkompetenz besitze). Klapp das Kraftwerk zu und gut isses. Wo ist dann Dein
    Problem, Alder?

    Aber eigentlich hat es keinen interessiert. So eine Untersuchung ist ja ein
    Kostenfaktor.

    Also ich würde das schlicht am Kosten-Nutzen-Faktor festmachen. Klapp den Laden zu
    und sorge dafür, dass der Uran/Plutonium-Rotz sicher verstaut wird. Dann warten wir
    auf die belgische Transmutations-Alternative und hoffentlich kommen wir aus dem Desaster
    noch mit einem finanziellen blauen Auge raus. In der Zwischenzeit, mein Held, bohre
    gefällist direkt auf dem AKW-Gelände nach deutschem Schiefergas, damit wir ein wenig
    Geld verdienen können!


    Jeder Häuslebauer wäre schön blöd auf so einem Untergrund sein Eigenheim zu bauen. Aber ist ja nur ein AKW...


    Hey, Alder, mit mir hast DU in diesem Punkt keinerlei Probleme. Klapp jedes uraltes AKW
    aus Sicherheitsgründe zu, was Du möchtest. Allerdings erwarte ich von Dir im Gegen-
    zug ein Mindestmaß an Hirn, denn wir haben derzeit etwa 22 Jahre Gas-Selbstversorgung
    unter unseren Füßen und zwar primär in Nord-Deutschland. Ergo würde ich schon erwarten,
    dass Du bis Zwei zu zählen fähig währst, nicht? Fördere Schiefergas, ersetze damit die
    Stromproduktion von AKW's und dann schalte ruhig alle AKW's ab bzw. baue keine neuen.
    Aber genau das machst Du nicht, mein Super-Hero, right?


    Im übrigen ist in Japan passiert, was hier ebenso möglich ist: Der Tsunami-Schutzdamm hätte eigentlich um einige Meter erhöht werden müssen, dann wäre auch nichts passiert wie in den anderen Atomkraftwerken an der vom Tsunami betroffenen Küste (wo die Erhöhungen rechtzeitig durchgeführt wurden), nur wurde dies aus Kostengründen verworfen. Das Atomkraftwerk sollte nämlich 5 Monate nach dem Tsunami für immer abgeschaltet und demontiert werden.

    Hättest Du mal zur Abwechslung richtig ge-youtubt, wäre Dir aufgefallen, dass TEPKO
    das Fukushima-Kraftwerk absichtlich auf Meeresniveau abgesenkt hat. Hätte man es
    oben stehen gelassen und damit mehr Kühlwasser-Pumpkosten in Kauf genommen, wäre
    das Kraftwerk niemals überspült worden. Die TEPKO-Deppen waren gemeinsam mit den
    von ihnen geschmierten Politikern so dämlich, zu riskieren, das Kraftwerk-Niveau um
    25 Meter abzusenken, um die Pumpkosten für das Kühlwasser zu reduzieren. Und als
    Schutzeinrichtung hatten sie einen 6-Meter-Damm (der höher war, als alle bis dahin
    lokal aufgetretenen Tsunamis) gebaut. Die TEPKO-Deppen hätten einfach nur das
    Kraftwerk oben auf der Landzunge bauen müssen, dann wäre nie irgendwas passiert.
    Denn einen 25-Meter-Tsunami gab es in China bisher noch nicht.

    Aus
    Kostengründen lehnen auch die meisten deutschen Atomkraftwerksbetreiber die meisten Sicherheitsverbesserungen ab. Wird schon schief gehen.

    Komm, geh woanders herum-hysterisieren. Du müsstest nur mal bis zwei zählen lernen,
    anstatt heuchlerische pro-GAZPROM-Schröder-Politik zu verbreiten. Fakt ist, dass wir
    in Deutschland gar keine Chance auf 10-M-Tsunamis oder Stärke-9,5-Erdbeben haben.
    Aber das wolllen Deinesgleiche nicht hören, weil ihr nichts anderes als Lügen- und
    Ablenkungs-Propaganda zu verbreiten fähig seid.

    Eigentlich müsste eine so kritische Infrastruktur wie das AKW Neckarwestheim bei solchen Gefährdungslagen sofort abgeschaltet werden, das wurde aber mit Verweis auf die finanziellen Konsequenzen für die Betreiber und mögliche Schadensersatzklagen gegen Bund/Land verworfen. Womit wir wieder bei den allseits bekannten und geschätzten Kostengründen sind.

    Gähn..... erzähl' Deine heuchlerische Hysterie Deiner Oma im Altenheim. Demente sind
    noch doof genug, diesen Blödsinn zu akzeptieren....

    PS: Der Untergrund von Neckarwestheim ist im übrigen wunderbar für einen hoch interessanten und spektakulären Effekt geeignet: Soil Liquefaction. Da braucht es garkein Erdbeben der Stärke 8 oder 9. Da reicht 7, eine Stärke die in dieser Region bereits aufgetreten ist.

    Oh, wow..... jetzt weist Du mir mal nach, wann in Deutschland ein Stärke-7-Erdbeben
    in den letzten 100 Jahren aufgetreten ist. Kleiner Tipp: es gibt öffentlich zugängliche
    Erdbeben-Registratoren u.a. in Baden-Württemberg (Freiburg). Ich wüsste nicht, dass
    wir seit dem WK II jemals ein Erdbeben oberhalb von 4,4 gehabt hätten. Also her
    mit Deinen Heuchler-Erdbeben-Daten......

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