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Thema: Zeitarbeit

  1. #1
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Zeitarbeit

    Im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise und dem Thema Mindestlohn ist der boomende Sektor der Zeit- resp. Leiharbeit wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Leiharbeiter sind stets die ersten Opfer einer wirtschaftlichen Rezession.
    Immer mehr Menschen beziehen ihren Lebensunterhalt aber aus derartigen Arbeitsverhältnissen, immer mehr Arbeitgeber preisen sie als wichtiges Element unternehmenstaktischer Flexibilität. Bisher erscheint Leiharbeit als moderne Form von Lohnsklaverei in der Industrie-, Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft. Hat sie eine Zukunft und wie könnte diese aussehen?
    NIHIL HUMANI A ME ALIENUM PUTO. -
    Nichts menschliches ist mir fremd. (Menander)
    Politisches Salzland
    Timirjasev-Verein

  2. #2
    Gelöscht
    Gast
    Leiharbeit ist die moderne Form der Sklaverei. Es ist die neueste Errungenschaft des Turbokapitalismus. Es ermöglicht ganz legal die Entrechtung des Arbeitnehmers. Klar, schießen diese Leiharbeitsfirmen wie Pilze aus dem Boden. Für einen Betrieb, der diese Leiharbeiter nutzt, eröffnen sich jede Menge Sparmaßnahmen. Das dabei der Arbeiter auf der Strecke bleibt, spielt keine Rolle. Wieviel Familienväter können von dieser Arbeit eine Familie ernähren?
    Ein Leiharbeiter muß für einen Betrieb, der ihn in Anspruch nimmt, teurer sein als sein Stammpersonal, dann wäre dieses Art der "Arbeitsverleihung" richtig und sinnvoll. Dann könnten die Leute die sich dafür entscheiden, ihre Familien ernähren und es hätte den Nebeneffekt, dass mehr Arbeiter fest eingestellt werden. Solange aber in einer Firma an einer Maschine zwei Menschen arbeiten, der eine Stammpersonal mit 16€ und der andere Leiharbeiter mit 5€ so lange ist was faul. Es gibt ja nun schon Großkonzerne, die ihre eigenen Leiharbeiterfirmen haben, und so langsam aber sicher Tarifverträge und soziales untermauern. Was das so von den Machern dieser Gesetze geplant, oder waren sie zu blauäugig das zu erkennen?

  3. #3
    Benutzer
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    Zeitarbeit ist ein Phänomen unserer Tage als Versuch im internationalen Marktvergleich mitzuhalten. Das Grundproblem der Globalisierung in Deutschland liegt auf der Hand. Während Schwellen- u. Entwicklungsländer von Industriestaaten lernen und Fortschritt übernehmen, wird bei uns ins Gegenteilige verkehrt. Denn Zeitarbeit ist modelltypisch für Chinas Leih- u. Wanderarbeiterschaft die immer dort anzutreffen ist, wo Arbeit vorzufinden ist.
    Für unsere Verhältnisse stellt das ein klarer Rückschritt dar...

    Das hat mit Sklaverei oder Kapitalismus wenig zu tun, es sind Auswüchse in der Verwirklichung eines globalverzahnten Wirtschaftsmarktes. Deutschland als Staat wird schon bald bemerken das er da mächtig auf dem Holzpfad wandelt.
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  4. #4
    Benutzer
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    Zitat Zitat von Neuklon Beitrag anzeigen
    Zeitarbeit ist ein Phänomen unserer Tage als Versuch im internationalen Marktvergleich mitzuhalten. Das Grundproblem der Globalisierung in Deutschland liegt auf der Hand. Während Schwellen- u. Entwicklungsländer von Industriestaaten lernen und Fortschritt übernehmen, wird bei uns ins Gegenteilige verkehrt. Denn Zeitarbeit ist modelltypisch für Chinas Leih- u. Wanderarbeiterschaft die immer dort anzutreffen ist, wo Arbeit vorzufinden ist.
    Für unsere Verhältnisse stellt das ein klarer Rückschritt dar...

    Das hat mit Sklaverei oder Kapitalismus wenig zu tun, es sind Auswüchse in der Verwirklichung eines globalverzahnten Wirtschaftsmarktes. Deutschland als Staat wird schon bald bemerken das er da mächtig auf dem Holzpfad wandelt.
    so oder so ähnlich hatte ich speziell Deine Antwort erwartet...wenn nicht moderne Sklaverei und wenn nicht Kapitalismus...was ist es denn dann ?

    ich sprach rein Zufällig letzten Samstag mit einem Herren, der als sogenannter Personalberater bei einer Zeitarbeit- Firma arbeitet und der Angst hat seinen Job zu verlieren, da er keine Chance sieht, seine streng vorgegeben Umsatzzahlen für das Unternehmen zu erreichen...bisher trafen wir uns nur aus einem Interesse ...die Spiele von Werder zu besuchen...nun erlebe ich einen ganz anderen Menschen...einen der sich schämt, Menschen für noch weniger als wenig an die Wirtschaft zu verkaufen und zu sehen wie die Zeitarbeitsbranche immer fetter wird...er sprach von unhaltbaren Praktiken, die schon fast ins Kriminelle gehen....und er sprach von der gesammten Branche...

    bisher kannte ich solche Aussagen nur von mit dem Rücken zur Kamera Sitzenden im TV, es waren für mich keine neuen Erkenntnisse...aber trotzdem ein gewisses Feststellen von Realität...denn auf das Thema kamen wir, da ich ja auch arbeitssuchend bin...schöne Aussichten

    Zeitarbeit ist ein Phänomen unserer Tage...das mag stimmen...aber es als Versuch zu bezeichnen im internationalen Marktvergleich mitzuhalten, halte ich für eine bedenkliche Aussage....

    Zeitarbeit gab es schon zu Zeiten des Mauerfalls( auch weit davor) und wurde zu diesem Zeitpunkt auch noch richtig gut bezahlt...wie jeder andere Berufstätige auch...aber die Gier einiger findiger Leute hat in Zeiten der steigenden Arbeitslosenzahlen in der Schröder -Ära mit Billigung und Unterstützung der Politik ein schmutziges Geschäft aus der Branche gemacht...und das betrifft nicht nur einige sogenannte "scharze Schafe"...

    wie mit Leiharbeitern umgegangen wird ist bekannt und ist eine gesetzlich geduldete sowie menschenverachtende Verletzung der Würde der Betroffenen....

    zu viele Betroffene schweigen und wehren sich nicht, da sie sonst diese 5,00 € die sie da verdienen auch noch in Gefahr sehen...sie unterliegen einem Druck, immer verbunden mit Angst vor Repressalien durch "Entscheidungsträger"...mit dem wissen, das der Staat eh nicht hilft...von Staat gewollt...den jeder Leiharbeiter ist keiner in einer Arbeitslosenstatistik...saubere Lösung...

    das Deutschland wie Du treffend bemerkst auf dem Holzpfad wandelt...ist auch der Politik längst bekannt...aber in diesem Staat die Politik ja vom Erhalt der Vortäuschung falscher Tatsachen ganz gut...weis das aber immer nur bei anderen zu kritisieren...

    für mich ein ganz schwarzes Kapitel...das man nicht so einfach mal abhaken kann

    Silvio


  5. #5
    Gelöscht
    Gast

    Reden

    Zitat Zitat von Silvio Beitrag anzeigen
    so oder so ähnlich hatte ich speziell Deine Antwort erwartet...wenn nicht moderne Sklaverei und wenn nicht Kapitalismus...was ist es denn dann ?

    ich sprach rein Zufällig letzten Samstag mit einem Herren, der als sogenannter Personalberater bei einer Zeitarbeit- Firma arbeitet und der Angst hat seinen Job zu verlieren, da er keine Chance sieht, seine streng vorgegeben Umsatzzahlen für das Unternehmen zu erreichen...bisher trafen wir uns nur aus einem Interesse ...die Spiele von Werder zu besuchen...nun erlebe ich einen ganz anderen Menschen...einen der sich schämt, Menschen für noch weniger als wenig an die Wirtschaft zu verkaufen und zu sehen wie die Zeitarbeitsbranche immer fetter wird...er sprach von unhaltbaren Praktiken, die schon fast ins Kriminelle gehen....und er sprach von der gesammten Branche...

    bisher kannte ich solche Aussagen nur von mit dem Rücken zur Kamera Sitzenden im TV, es waren für mich keine neuen Erkenntnisse...aber trotzdem ein gewisses Feststellen von Realität...denn auf das Thema kamen wir, da ich ja auch arbeitssuchend bin...schöne Aussichten

    Zeitarbeit ist ein Phänomen unserer Tage...das mag stimmen...aber es als Versuch zu bezeichnen im internationalen Marktvergleich mitzuhalten, halte ich für eine bedenkliche Aussage....

    Zeitarbeit gab es schon zu Zeiten des Mauerfalls( auch weit davor) und wurde zu diesem Zeitpunkt auch noch richtig gut bezahlt...wie jeder andere Berufstätige auch...aber die Gier einiger findiger Leute hat in Zeiten der steigenden Arbeitslosenzahlen in der Schröder -Ära mit Billigung und Unterstützung der Politik ein schmutziges Geschäft aus der Branche gemacht...und das betrifft nicht nur einige sogenannte "scharze Schafe"...

    wie mit Leiharbeitern umgegangen wird ist bekannt und ist eine gesetzlich geduldete sowie menschenverachtende Verletzung der Würde der Betroffenen....


    zu viele Betroffene schweigen und wehren sich nicht, da sie sonst diese 5,00 € die sie da verdienen auch noch in Gefahr sehen...sie unterliegen einem Druck, immer verbunden mit Angst vor Repressalien durch "Entscheidungsträger"...mit dem wissen, das der Staat eh nicht hilft...von Staat gewollt...den jeder Leiharbeiter ist keiner in einer Arbeitslosenstatistik...saubere Lösung...

    das Deutschland wie Du treffend bemerkst auf dem Holzpfad wandelt...ist auch der Politik längst bekannt...aber in diesem Staat die Politik ja vom Erhalt der Vortäuschung falscher Tatsachen ganz gut...weis das aber immer nur bei anderen zu kritisieren...

    für mich ein ganz schwarzes Kapitel...das man nicht so einfach mal abhaken kann

    Silvio
    Der hervorgehobene Satz ( es klappt noch nicht mit dem Zitieren einzelner Sätze) trifft den Nagel voll auf den Kopf!
    Die Politik hat hier versagt. Und ausgerechnet die SPD ist hauptverantwortlich für diese neue Entwicklung

  6. #6
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    Zitat Zitat von Detlef05 Beitrag anzeigen
    Im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise und dem Thema Mindestlohn ist der boomende Sektor der Zeit- resp. Leiharbeit wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Leiharbeiter sind stets die ersten Opfer einer wirtschaftlichen Rezession.
    Immer mehr Menschen beziehen ihren Lebensunterhalt aber aus derartigen Arbeitsverhältnissen, immer mehr Arbeitgeber preisen sie als wichtiges Element unternehmenstaktischer Flexibilität. Bisher erscheint Leiharbeit als moderne Form von Lohnsklaverei in der Industrie-, Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft. Hat sie eine Zukunft und wie könnte diese aussehen?
    Wenn man sie als Alternative zur Arbeitslosigkeit sieht, ist sie spitze für die Arbeitnehmer - wenn man sie als Alternative zur Festanstellung sieht, ist sie miess für die Arbeitnehmer.

    Für die Arbeitgeber ist es gut, einen festinstallierten Mitarbeiterstamm zu haben, denn der ist kommunikativ aufeinander eingespielt und Know-How wird an das Unternehmen gebunden.

    Gerade die Dienstleistung profitieren von verläßlichen Know-How also die Sektoren, die Krisenfester sind.

    Andererseits sind die Spielräume der Industrie heute viel geringer in mageren Zeiten die Leute durchzufüttern - Kapital ist knapp besonders in einer Mörderdeflation mit Mega Credit-Crunch. Da ist es dann gut, dass man die Peakzeiten mit Zeitarbeitern abgeritten hat und dann schnell von den Kosten 'runter kommt sonst droht schnell Insolvenz.

    Ich bin froh, glücklich und erleichtert meinen Job noch zu haben (obwohl ich in der Automobilindustrie arbeite) - Zeitarbeiter stehen alle gerade vor der Tür. Da hätten aber auch viele schon vor drei Jahren als feste Mitarbeiter gestanden, als das Unternehmen anfing Kaptialstrukturen für die Krise zu verändern, denn zu viele feste sind natürlich ein größeres Risiko.

    Es geht ums Risiko - in Zeiten des 'nicht genug Arbeit für alle' ist Zeitarbeit legitim - immer noch besser als dauernd Arbeitslos.

    Betriebsräte gehen in der Regel übrigens nicht jeden Weg mit - wenn ein Unternehmen da übertreibt gibt's schon auf die Finger.
    A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects."
    Robert Anson Heinlein

  7. #7
    Benutzer
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    Zitat Zitat von Detlef05 Beitrag anzeigen
    Im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise und dem Thema Mindestlohn ist der boomende Sektor der Zeit- resp. Leiharbeit wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Leiharbeiter sind stets die ersten Opfer einer wirtschaftlichen Rezession.
    Immer mehr Menschen beziehen ihren Lebensunterhalt aber aus derartigen Arbeitsverhältnissen, immer mehr Arbeitgeber preisen sie als wichtiges Element unternehmenstaktischer Flexibilität. Bisher erscheint Leiharbeit als moderne Form von Lohnsklaverei in der Industrie-, Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft. Hat sie eine Zukunft und wie könnte diese aussehen?
    hierzu gibt es daten der BZA, allerdings aus dem letzten jahr. im internationalen vergleich liegt deutschland eher im mittelfed, mal wieder!

    http://www.presseportal.de/pm/61650/...eistungen_e_v/

    da ich hier keine zahlen oder statistiken vorgefunden habe, mich das aber doch interessierte, hab ich ein wenig gesucht und erstaunlich wenig gefunden, aber vlt. habe ich auch nur nicht richtig gesucht, k. A. auf jeden fall gibt es hier ein paar zahlen und einige erklärungen dazu, ausserdem noch ein weiterführendes link unten, in welchem auch ein paar statistiken über eintleihfirme angegeben wurden und die problematik der konzerneigenen zeitarbeitfirmen kurz behandelt wird :

    http://www.meinestadt.de/deutschland...beit/statistik


    was mich dabei erschreckt hat, sind die ergebnisse, die durch eine umfrage durch ver.di dort (im weiterführenden artikel) angeben wurden! vor allem im bezug auf die tochtergründungen im bereich von krankenhäusern und wohlfahrtseinrichtungen. ich gebe zu: ich kann mir noch nicht so recht vorstellen, welche folgen das für z.b. gesundheitswesen haben wird??? d.h., falls es überhaupt ein wichtiger faktor sein sollte oder werden könnte! oder ist es bereits schon?
    „Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil! A. Einstein

  8. #8
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    Zitat Zitat von T-Rex Beitrag anzeigen
    Wenn man sie als Alternative zur Arbeitslosigkeit sieht, ist sie spitze für die Arbeitnehmer - wenn man sie als Alternative zur Festanstellung sieht, ist sie miess für die Arbeitnehmer.

    Für die Arbeitgeber ist es gut, einen festinstallierten Mitarbeiterstamm zu haben, denn der ist kommunikativ aufeinander eingespielt und Know-How wird an das Unternehmen gebunden.

    Gerade die Dienstleistung profitieren von verläßlichen Know-How also die Sektoren, die Krisenfester sind.

    Andererseits sind die Spielräume der Industrie heute viel geringer in mageren Zeiten die Leute durchzufüttern - Kapital ist knapp besonders in einer Mörderdeflation mit Mega Credit-Crunch. Da ist es dann gut, dass man die Peakzeiten mit Zeitarbeitern abgeritten hat und dann schnell von den Kosten 'runter kommt sonst droht schnell Insolvenz.

    Ich bin froh, glücklich und erleichtert meinen Job noch zu haben (obwohl ich in der Automobilindustrie arbeite) - Zeitarbeiter stehen alle gerade vor der Tür. Da hätten aber auch viele schon vor drei Jahren als feste Mitarbeiter gestanden, als das Unternehmen anfing Kaptialstrukturen für die Krise zu verändern, denn zu viele feste sind natürlich ein größeres Risiko.

    Es geht ums Risiko - in Zeiten des 'nicht genug Arbeit für alle' ist Zeitarbeit legitim - immer noch besser als dauernd Arbeitslos.

    Betriebsräte gehen in der Regel übrigens nicht jeden Weg mit - wenn ein Unternehmen da übertreibt gibt's schon auf die Finger.
    Es werden doch immer häufiger feste Arbeitsverhältnisse durch die Anmietung von Arbeitskraft ersetzt. In meinem Betreib (Großkrankenhaus) ist in den letzten Jahren z.B. die gesamte Reiningung an externe Firmen vergeben worden, die größtenteils mit LeiharbeiterInnen arbeitet. Hier wird nicht nur der Boden gewischt, sondern es gibt viele "heikle" Bereiche, in denen erfahrenes Personal erforderlich ist. Man hört so viele Klagen von den Betroffenen beider Seiten.
    Ähnlich ist es in der Küche und Kantine, da sind z.T. unterbezahlte Leiharbeiter eingesetzt. Alle machen die gleiche Arbeit, nur die Farbe der Käppchen ist unterschiedlich.
    Mit dem Arbeitspensum hat dies gar nichts zu tun, das bleibt in dem Job immer gleich.

    Da auch in meiner Abteilung gerade eine Auslagerung bevorsteht, macht mir diese Entwicklung eine Höllenangst. Bis vor kurzem wähnte ich mich in einem sicheren Job im öffentlichen Dienst, das kann sich ganz schnell ändern.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Mam Beitrag anzeigen
    Es werden doch immer häufiger feste Arbeitsverhältnisse durch die Anmietung von Arbeitskraft ersetzt. In meinem Betreib (Großkrankenhaus) ist in den letzten Jahren z.B. die gesamte Reiningung an externe Firmen vergeben worden, die größtenteils mit LeiharbeiterInnen arbeitet. Hier wird nicht nur der Boden gewischt, sondern es gibt viele "heikle" Bereiche, in denen erfahrenes Personal erforderlich ist. Man hört so viele Klagen von den Betroffenen beider Seiten.
    Ähnlich ist es in der Küche und Kantine, da sind z.T. unterbezahlte Leiharbeiter eingesetzt. Alle machen die gleiche Arbeit, nur die Farbe der Käppchen ist unterschiedlich.
    Mit dem Arbeitspensum hat dies gar nichts zu tun, das bleibt in dem Job immer gleich.

    Da auch in meiner Abteilung gerade eine Auslagerung bevorsteht, macht mir diese Entwicklung eine Höllenangst. Bis vor kurzem wähnte ich mich in einem sicheren Job im öffentlichen Dienst, das kann sich ganz schnell ändern.
    Dann hoffe ich wie gesagt, dass Dein Betriebsrat nicht aus Weicheiern besteht - aber die Krankenhäuse stehen unter großem Kostendruck - ehrlich gesagt glaube ich, es gibt noch ein paar zuviel - aber das ist sicher regional unterschiedlich. Die Bewahrung der Hygiene in einem Krankenhaus ist bestimmt profi Arbeit - da drücke ich Dir die Daumen gegen die Kostendrücker - hoffentlich habt ihr eine Chance.
    A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects."
    Robert Anson Heinlein

  10. #10
    Benutzer
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    Zitat Zitat von T-Rex Beitrag anzeigen
    Dann hoffe ich wie gesagt, dass Dein Betriebsrat nicht aus Weicheiern besteht - aber die Krankenhäuse stehen unter großem Kostendruck - ehrlich gesagt glaube ich, es gibt noch ein paar zuviel - aber das ist sicher regional unterschiedlich. Die Bewahrung der Hygiene in einem Krankenhaus ist bestimmt profi Arbeit - da drücke ich Dir die Daumen gegen die Kostendrücker - hoffentlich habt ihr eine Chance.

    UPDATE!!!!!

    es ist vollbracht! die privatisierung findet nicht statt!

    man kann also durchaus was erreichen, wenn alle zusammen halten!


    hier die ganze erfolgs-geschichte

    http://www.unikum-aachen.de/joomla/


    klasse gemacht, leute! auf euch!
    „Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil! A. Einstein

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