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Thema: Mindestlohn per Gesetz

  1. #1
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Mindestlohn per Gesetz

    Der Bundesrat hat gestern gesetzlichen Mindestlöhnen in weiteren Branchen zugestimmt.
    http://www.tagesschau.de/multimedia/...deo449448.html
    Die öffentliche Debatte zu diesem Thema polarisiert stets aufs neue. In anderen europäischen Staaten sind Mindestlöhne gesellschaftliche Normalität.
    Gleichzeitig feiern Unentwegte den Zusammenbruch eines BT-Servers, weil gleichzeitig zu viele Unterzeichner auf einen Petitionsentwurf zum bedingungslosen Grundeinkommen zugreifen wollen.

    Edit: Ich habe erst jetzt nachgeschaut. Es gab verständlicherweise schon mehrere ältere Threads zum Thema. Es sei daher um Nachsicht gebeten.
    NIHIL HUMANI A ME ALIENUM PUTO. -
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  2. #2
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    Der Mindestlohn ist nicht die richtige Lösung. Das Problem ist nicht, dass die Arbeitgeber zu wenig zahlen, sondern dass die Arbeitnehmer zu wenig bekommen. Der Arbeitgeber muss 2.000 Euro im Monat bezahlen, für den Arbeiter bleibt da allerdings nur 1.600 euro übrig. Das ist das Problem. Ich weiß, den Slogan kennt man von Wahlsprüchen, aber er stimmt: Mehr Netto vom Brutto! Das würde unsere Wirtschaft ankurbeln. Mit dem Gesamten Mindestlohn für alle Berufsgrupen, würden die mittelständischen Unternehmen untergehen, weil sie die noch höheren Lohnkosten nicht mehr bestreiten könnten.
    Vor dem Gesetz sind alle gleich. Das sagen die, die hinter dem Gesetz stehen.

    *in love* Kurt Cobain 1967-1994 *in love*

  3. #3
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Zitat Zitat von Teckleberry Beitrag anzeigen
    Der Mindestlohn ist nicht die richtige Lösung. Das Problem ist nicht, dass die Arbeitgeber zu wenig zahlen, sondern dass die Arbeitnehmer zu wenig bekommen. Der Arbeitgeber muss 2.000 Euro im Monat bezahlen, für den Arbeiter bleibt da allerdings nur 1.600 euro übrig. Das ist das Problem. Ich weiß, den Slogan kennt man von Wahlsprüchen, aber er stimmt: Mehr Netto vom Brutto! Das würde unsere Wirtschaft ankurbeln. Mit dem Gesamten Mindestlohn für alle Berufsgrupen, würden die mittelständischen Unternehmen untergehen, weil sie die noch höheren Lohnkosten nicht mehr bestreiten könnten.
    Das ist aber eine sehr vereinfachende Argumentation, die mir irgendwoher bekannt vorkommt! 2.000 EURO brutto im Monat... Wie siehst Du denn den Niedriglohnsektor?
    NIHIL HUMANI A ME ALIENUM PUTO. -
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  4. #4
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    Das geht an der Debatte des Mindestlohnes total vorbei. Es mag richtig sein das die Abgaben vom Bruttolohn auf Dauer zu hoch sind und eine Absenkung dessen die Binnenwirtschaft geringfügig beleben könnte. Die Refinanzierung geht auf Kosten Sozialstaatlichkeiten (zu finden beim gleichen Quellenanbieter). Der Mindestlohn wurde populär durch das Segment der Niedriglöhner, durch nichts anderes. Zwei verschiedene Themen!!!

    Wenn deutsche AG 2.000 Euro Lohntüte zahlen "MÜSSTEN", unabhänhgig von der Tätigkeit gäbe es den Begriff Mindestlohn nicht. Nun ist das aber nur ein Beispiel, keine Gesetzmäßigkeit, also KANN der AG, er muss nicht.

    Die Bienchen vertreten bekanntlich nicht den Niedriglohnsektor. Deswegen machen sie sich auch keine Gedanken diesbezüglich, lassen ihn einfach außen vor um ihre Klientel möglichst entlasten zu können.

    Mit dem Gesamten Mindestlohn für alle Berufsgrupen, würden die mittelständischen Unternehmen untergehen, weil sie die noch höheren Lohnkosten nicht mehr bestreiten könnten.
    Fragt sich nur warum sie das nicht können. Zufällig weil sie versuchen im Personaletat mit asiatischen, afrikanischen oder südamerikanischen Verhältnissen zu konkurrieren die vom Vergleich her ganz woanders ansetzen können? Genau das ist der Grund warum Deutschland als einiger der wenigen Länder zu den Verlierern der Globalisierung zählt. Während in Schwellenländern die Löhne steigen, fallen sie bei uns - wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit nennt man das. Ein fataler Irrtum für uns... da ist unsere Volkswirtschaft, die längst nicht mehr völkisch denkt, auf dem Holzweg. Das man mit qualitativen und technologischen Vorsprüngen höhere Weltmarktpreise ohne Einbußen fordern und damit dem Preiskampf entgehen könnte, scheint im Nebel der Unkenntnis verloren gegangen zu sein.

    An dieser Stelle darf ich mal wieder Werbung in eigener Sache betreiben. Diesbezüglich wird es in meinem K.-Werk ein eigenständiges Kapitel geben wo ich eine Abkehr vom Industriestaat fordere zugunsten der nächsten Ebene hinsichtlich einer Nation die Wissen und Forschung an 1. Stelle setzt, u.a. um auf dem globalen Weltmarkt mehr als konkurrenzfähig zu bleiben.
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  5. #5
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    Es ist auf jeden Fall unabänderlich, dass in Deutschland ein Mindestlohn kommen muss.
    Aber nicht zu vergessen ist, dass wenn wir ihn haben (so mit etwa 7,50€ und vielleicht mehr), in Deutschland erstmal eine menge Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden!
    Siehe Frankreich, wie Lafontaine immer so schön sagte!


  6. #6
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    Zitat Zitat von Mr. Noob Beitrag anzeigen
    Es ist auf jeden Fall unabänderlich, dass in Deutschland ein Mindestlohn kommen muss.
    Aber nicht zu vergessen ist, dass wenn wir ihn haben (so mit etwa 7,50€ und vielleicht mehr), in Deutschland erstmal eine menge Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden!
    Siehe Frankreich, wie Lafontaine immer so schön sagte!

    Der Mindestlohn ist eine sozialistische Idee. Und ich dachte doch Linke sind rechtsradikale die nicht nachgedacht haben.:crazy:
    Vor dem Gesetz sind alle gleich. Das sagen die, die hinter dem Gesetz stehen.

    *in love* Kurt Cobain 1967-1994 *in love*

  7. #7
    Gesperrter Benutzer
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    Genau Teckleberry!
    Eine Sozialistische Idee.

    Aber was hat das mit Linken zu tun?
    Sind jetzt die Linken die Sozialisten?
    Ich dachte immer die SPD, oder die Nationalen wären die Sozis?
    Kommunistischer Sozialismus ist nicht gleichzusetzen mit richtigen Sozialismus!
    Oder findest Du es Sozial, wenn ein Mensch, der für sein Hab und Gut schwer gearbeitet hat, alles zu gleichen Teilen abgeben muss/soll, nur weil alle auf die gleich Stufe gestellt werden wollen?

    Ist ja wohl nicht Dein ernst, oder

  8. #8
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    Sagen wir doch einfach, der Mindestlohn ist eine sozialdemokratische Idee. Oder ist die SPD neuerdings rechtsradikal alldieweil links gleich rechts ist?
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  9. #9
    Gesperrter Benutzer
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    Wenn ich mir angucke, was in den letzten Monaten alles abgelaufen ist (bei der SPD) würde ich sagen: von allem etwas!

  10. #10
    Benutzer
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    Ach du Sch... Mr. Noob, politische Richtungen liegen dir nicht so was?

    Hier mal ein kleiner Kompass was zusammengehöhrt:
    Sozialismus = Kommunismus = Marxismus = Leninismus = Maoismus = Stalinismus=
    LINKS =
    Linkspartei, SPD, DKP & KPD, WASG
    Vor dem Gesetz sind alle gleich. Das sagen die, die hinter dem Gesetz stehen.

    *in love* Kurt Cobain 1967-1994 *in love*

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