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Thema: Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine

  1. #21
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    Zitat Zitat von Detlef05 Beitrag anzeigen
    Einfache Rückfrage: Warum lieferte Russland dann über andere Trassen, die zwischen es mit Europa verbinden? Dort wurden die Leifermengen teilweise um 30 % erhöht!
    Ganz einfach! Es wäre dann jawohl ziemlich offensichtlich, und die Russen hätten dann den Ukraine vorwand nicht mehr. Ausserdem reicht so ein Exempel doch schon aus. Sie können ja schlecht sagen die Ukraine klaut Gas und desswegen schalten wir jetzt überall das Gas ab.
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  2. #22
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    Zitat Zitat von Neuklon Beitrag anzeigen
    ...Die russische Politik ist nachvollziehbar. Das Signal ist doch eindeutig, wenn "ihr" zum Westen gehören wollt, dann zahlt gefälligst den gleichen Preis für Rohstoffe...
    Das kann ja auch beides zusammengehören.

    So ich geh jetzt ins Bett,
    Gut Nacht!
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  3. #23
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Zitat Zitat von Neuklon Beitrag anzeigen
    Wir sind vielleicht Papst, aber ganz sicher nicht am Basta-König beteiligt. Nicht wir bauen, Schröder baut.
    Ach, was heißt hier "wir"? Du und ich? Leider bin ich ein ganz mieser Schweißer ...
    Meines Wissens ist nicht nur Deutschland in beträchtlichem Maße an der Finanzierung des Projekts beteiligt und seine Forcierung steht nun klar ins Haus. Oder solltetst Du doch uns gemeint haben? Denn der Schröder Gerhard ist auch ein ganz mieser Schweißer ...
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  4. #24
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Wieder Gastransit

    Seit heute morgen 10:00 Uhr Moskauer Zeit (8:00 Uhr MEZ) nimmt russisches Erdgas seinen Weg wieder über ukrainische Transitleitungen nach Europa. Vertreter von GAZPROM, NAFTOGAZ und den Medien sowie EU-Beobachter verfolgten, wie in der Pumpstation Sudscha die Ventile wieder geöffnet wurden.
    Zunächst sollen über die Erdgamessstation Orlowka täglich 76, 6 Millionen m³ fließen, wovon 62, 7 Millionen für die Balkanstaaten und 13, 9 Millionen m³ für Moldawa bestimmt sind.
    http://news.mail.ru/politics/2293888

    Der Gasstreit zwischen der RF ist damit keinesfalls beendet. Vor allem die ukrainische Seite legte dabei nach. Die MP der Ukraine, Julia Timoschenko behauptete gestern, die unterirdischen Erdgasvorräte des Landes würden für ein (!) Jahr reichen und auch zukünftig würde die Ukraine zu "technischen Zwecken" Transitgas entnehmen.
    Aus der Umgebung des Präsidenten war zu vernehmen, die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine wolle Strafanzeige gegen Unbekannt wegen "Erdgasdiebstahls" stellen und im Ermittlungsverfahren auch Russlands MP Wladimir Putin als Zeugen vernehmen .
    Sei es, wie es sei: Der Preis für russische Ergaslieferungen an die Ukraine bleibt offen.
    Aber "Lady Ju" meint ja: Kommt Zeit, kommt Rat!
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  5. #25
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Was soll das?

    Wie der stellvertretende GAZPROM-Vorstandsvorsitzende Alexander Medwedjew jetzt verkündete, komme es ungeachtet der getroffenen Vereinbarungen nicht zu einem Transit russischen Erdgases nach Europa. Russland habe wie vereinbart, die Lieferungen aufgenommen und den Gasdruck in den Leitungen bis auf 75 atm erhöht.
    Die ukrainische Seite hätte jedoch erklärt, man habe die Transitleitungen technisch auf Binnenversorgung umgestellt und könne Europa nicht versorgen. Angeblich verweigere die Ukraine auch internationalen Beobachtern den Zugang zu ihren Gasverteilerstationen.
    Bereits zuvor hatte GAZPROM behauptet, es wäre genug Gas für das Transitsystem geliefert worden, so dass Europa nicht 24 oder gar 36 Stunden auf russische Erdgaslieferungen warten müsste.
    http://news.mail.ru/politics/2294778

    Europa ist schwer genervt. Die Situation ist völlig undurchschaubar. Die gestrigen Äußerungen der MP Timoschenko bekommen nun eine ganz neue Bedeutung ...
    Was soll das?:kopfwand:
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  6. #26
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    Was ich sagte. Russland spielt halt ein wenig mit Europa, damit jeder mitkriegt, dass Russland den Westen unter Kontrolle hat!
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  7. #27
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    wir wollen es mal weiter so halten, so wie es hier im Forum , wenn es auch manchmal schwer fällt, eigentlich richtigerweise gehandhabt wird...keine Vorverurteilung einer Macht, eines Staates, einer Partei, eins Menschen...bevor Beweise erbracht wurden, oder Licht in das wie hier den Gasstreit betreffende Dunkel gebracht wurde. In der jetzigen, neuerlich zugespitzten Situation blickt von uns hier doch auch keiner mehr durch...spekulieren ist das einzige was bleibt...ist zwar interessant, macht auch Spaß, aber führt auch zu keinem Ergebniss in Fragen der vielen Endverbraucher, die diesen Machtkampf nun wieder ausbaden müssen...und noch hat es uns nicht erreicht...

    hieraus ergeben sich für mich mehrere Fragen...die aber immer wieder mit ungläugigen Staunen oder Kopfsdchütteln verbunden sind...

    @Badische Zeitung
    Seit Jahren streiten Russland und die Ukraine über Gaspreise und Transitkosten. Die finanziell angeschlagene Ukraine weigert sich, die von Russland zum Jahreswechsel geforderten Weltmarktpreise zu zahlen, und verweist auf anderslautende Abmachungen. Moskau fordert einen neuen Preis von mehr als 400 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter gas, bisher zahlt Kiew 179,50 US-Dollar.

    hier wird noch mal auf einen Fakt hingewiesen, der doch eigentlich der neuerliche Auslöser dieser Krise war...

    Also stellt sich mir zum Ersten die Frage, warum diese drastische Maßnahme der Russen...wieso wird das eigentlich geduldet, wo sich doch jeder im Klaren sein muß, was das auslöst, wenn man mal die wirtschftlich-finanzielle Lage der Ukraine betrachte...wo bleibt das Machtwort der EU gegenüber Rußland, denn immerhin handelt es sich ja mit der Ukraine um ein gewolltes, zukünftiges Mitglied der EU...welche Rolle spielen die USA, denn immerhin sollen heute aus Rußland Stimmen laut geworden sein, die behaupteten, das die USA das steuert...und zu guter letzt würde ich mal die Frage in den Raum werfen wollen, was würde sich in Deutschland, England oder Frankreisch abspielen, wenn wir hier das gleiche Theater hätten, wie z.B. die Slowaken...oder könnte es sein, das sich die Russen das gar nicht gewagt hätten uind sogar wissen, das wir noch genug Gas haben und deshalb hier dieses Machtspiel betreiben...es ist auch zu hören, das Die EU-Beobachter noch immer keinen vollständigen Zugang zu den Erdgas-Verteilerknoten in Moskau und Kiew hätten...wenn Rußland laut tönend die Ukraine wegen Gasklau an den Pranger stellt, warum verweigern sie aber auch den Zugang zu den wichtigen Stationen...sie hätten es doch nun in der Hand Beweise zu liefern...

    also das verstehe wer will...aber da steckt Alles andere dahinter, aber nicht der Wille das die beiden Nachbarn Entspannung wollen.

    Silvi:scratch:


  8. #28
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    Mein Schuss ins Dunkle währe:

    Russland hat Versorgungsprobleme (marode Infrastruktur) und benötigt das Gas selbst.
    A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects."
    Robert Anson Heinlein

  9. #29
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    Heute nachmittag, 15:37 Kiewer Zeit, veröffentlichte die "Ukrainskaya Gazeta" als Faksimile eine "Deklaration der Ukrainischen Regierung zum Gasmonitoring", welche neben der dreiseitigen Vereinbarung EU-RF-Ukraine innenpolitischen Bestand hätte.
    http://www.pravda.com.ua/news/2009/1/13/87638.htm
    Das Papier gilt als intern und fixiert das Verhalten von NAFTOGAZ.
    Deren Vorsitzender Oleg Dubinin hatte bereits zuvor erklärt, dass sein Unternehmen, den Gastransit durch die Ukraine über "Sudscha 1200" nach Moldawa, Bulgarien und über Rumänien auf den Balkan nicht nicht gewährleisten könne, weil sonst die Gasversorgung von Odessa, Dnepropetrowsk und Donezk hätte unterbrochen werden müssen. Das habe man GAZPROM telegrafisch mitgeteilt.
    http://www.epravda.com.ua/news/496c9b15350c7/

    Dies sind wohlgemerkt keine russischen Quellen!
    Selbst in den national gesinnten Medien der Ukraine verschiebt sich die Tonlage gegen den Staatspräsidenten, aber auch die Regierung Timoschenko. Man hat sie als Schuldige an den Querelen ausgemacht. So wurde kritisiert, dass Juschtschenko zu Beginn des Jahres in der Winterurlaub in die Karpaten reiste und am 14. Januar wieder in das Gästehaus des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski reisen wird, während sein Volk ungläubig auf das schaut, was da an der Gasfront passiert. In diesem Zusammenhang wird daran erinnert, dass es Ende August und im September 2009 mehrere Treffen der MP Timoschenko und Putin gab, deren Gegenstand unter anderem ein Gasmoratorium war. Dort einigte man sich darauf, dass die Ukraine schrittweise bis 2012 europäische Gaspreise zahlen würde. Deshalb sei daran erinnert, dass die Ukraine die Forderung 250 US-$/1000 m³ für 2009 nassforsch zurückgewiesen hat.
    Während dessen ist man im Land selbst der Auffassung, man müsse sich an Marktpreisen orientieren.
    In der momentanen Situation sollte man also niemandem so einfach den Schwarzen Peter zuschieben. Am Sonnabend war zu vernehmen, dass GAZPROM bei Hinrichshagen in Meck-Pom den größeten unterirdischen Gasspeicher in Europa bauen will ...
    Russland braucht das Gas selbst? Das wäre nun das Letzte, was ich für denkbar hielte ...
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  10. #30
    gelöscht
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    man hätte vor Jahren anfangen müssen Möglichkeiten zu schaffen, um in solchen Situationen einfach unabhängig zu sein...
    Das hat man ja schon viel früher erkannt. Man denke nur zurück an die 70er. Seitdem wurde mal in die eine oder andere Richtung gerudert, aber eben nicht nachhaltig.

    Man sollte sich immer gut überlegen, in wie weit man sich von osteuropäischen Ländern abhängig machen möchte, dahinter steht ja auch die moralische Frage (Staatssystem Russland, Ränkelspielchen Putins).

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