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Thema: Deutsche Kommunistische Partei (DKP)

  1. #1
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    Deutsche Kommunistische Partei (DKP)

    Geschichte
    Die Parteigründung ist ein Zeitzeuge bundesdeutscher Geschichte. Auf dem Höhepunkt weltweiter linker Bürger- u. Studentenbewegungen fand die legale Reaktivierung der marxistischen Politikströmung statt. Die Mitglieder rekrutierten sich aus der ehemaligen KPD und Teilen der 68iger Bewegung. Finanziert und unterstützt wurde die Partei bis 1989 von der SED. Die Zulassung der DKP erfolgte ferner aus Gründen neuer politischer Aussrichtungen der Bundesregierung ("neue Ostpolitik" Brandts).

    Sie betrachtete sich von Anfang an als linientreuer Erbe früherer Arbeiterparteien, insbesondere der KPD. Das Einwirken der SED verhinderte bis 1989 eine zeitnahere Sicht, interne Strömmungen hinsichtlich marxistisch-demokratischen Strukturen wurden vereitelt.

    Mit dem Niedergang der Ideologie in Osteuropa und der DDR setzte auch in der DKP eine Auflösungswelle ein. Erst im Jahre 2006 erholte sich die Partei von diesen Wirren und verabschiedete ein neues Parteiprogramm. Seither existiert auch ein inoffizielles Bündnis mit der Linkspartei, was bei Wahlen deutlich wird durch das Antreten von DKP-Kandidaten auf den Listen der Linken.

    Grundsatzprogramm
    Es gilt das Programm vom 08.04.2006, inhaltlich setzt die Partei weiterhin auf eine Überwindung des Kapitalismuses zugunsten des Sozialismus/Kommunismus-Modells auf Grundlage der Lehren Marx, Engels und Lenins. Neu ist die Bereitschaft europaweit mit linken Organisationen und Parteien zusammenzuarbeiten. Der Eurokommunismus wird nicht mehr abgelehnt.

    Personalien
    Vorsitzender: Heinz Stehr (2008 im Amt bestätigt mit 86%)

    Ziele
    - Anprangerung des Kapitalismuses
    - Aufzeigen von Systemfehlern
    - Erklärung sozialistischer Leitmotive als ersten Schritt
    - Kommunismus wird als zweiter Schritt angesehen
    - Vertiefung marxistischer Gedanken in der Gesellschaft
    - Forderung: EU umgestalten auf Leitlinien sozialistischer Standpunkte
    - Aufbau einer klassenlosen Gesellschaft
    - Gewerkschaften für die DKP begeistern
    - linke Organisationen unterstützen
    - Bundeswehreinsatz im Inneren wird abgelehnt

    Kritik
    Im Grundsatzprogramm wird offen von der Notwendigkeit einer Revolution gesprochen um heutige Machtverhältnisse zu überwinden. Damit stellt sich die Partei gegen GG und Staat.

    Ebenfalls offen wird die Umsetzung einer neuen Strategie angesprochen. Nach dieser sollen Partnerschaften mit anderen Organisationen und Parteien dazu genutzt werden um antikapitalistisch im Interesse der DKP zu propagieren. Das stellt die Zusammenarbeit mit der Linkspartei in einem besonderen Licht dar.

    Der Verfassungsschutz stuft die DKP als "linksextremistisch" ein. Laut den Bundeshütern kooperieren DKP und die "kommunistische Plattform" der Linkspartei strategisch zusammen.
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  2. #2
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    18. Parteitag

    Beschlüsse - Zusammengefasst unter "Arbeitsvorhaben 2008/2009"

    - Aufruf: alle Mitglieder sind aufgerufen Ursachen von Krieg, Sozialabbau und Erwerbslosigkeit als kapitalistisch darzulegen

    - Aufgabe: Erarbeitung von politischen Strategien zur Entwicklung von politischen Widerständen in Kommunen und Betrieben und der Durchsetzung progressiver Reformen sowie der Förderung der dafür notwendigen Kämpfe

    - Einsetzen für Gewerkschaftspolitik im Interesse der Arbeiterklasse

    - Mitarbeit verstärken in globalisierungskritischen, friedensbewegenden und antifaschistischen Gruppen und für deren Vernetzung sorgen

    - Beschluss: Die Rückkehr in einen "nationalen Sozialstaat" hält die Partei nicht für möglich, Verteidigung sozialstaatlicher Errungenschaften

    - Vorbereitung: Betriebsratswahlen 2010, eigene Kandidaten zur Wahl stellen

    - HartzIV rückgängig reformieren

    - für Mindestlohn (7.50€ als Einstieg)

    - Engagement bei Kampagnen gegen Privatisierungen verschärfen ( u.a. Bahn, Energie, Wasser)

    - Verstaatlichung von bevölkerungsvorsorgenden grundbedürftigten Unternehmen

    - Aufgabe: Ausarbeitung eines eigenen Konzeptes in der Energie- u. Klimapolitik

    -
    gegen Auslandseinsätze und für die Schließlung aller US-Militärbasen in Europa

    - Bundeswehretat drastisch kürzen und Umbau stoppen (Ziel: Verteidigungsarmee)

    -
    Forderung: Verbot der NPD nach Art. 139a GG / Aufhebung des KPD Verbotes
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  3. #3
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