Geschichte
Die politische Aktivierung geht auf die preußische Eroberung des Landstriches zurück, das bis dato dänisch bevölkert war. Gehör verschaffen konnte sich der Verband aber erst nach dem 2. WK. durch veränderte Gesellschaftsnormen und der Umwandlung in eine Parteistruktur (befohlen durch die britische Besatzung).

1949 war das bisher erfolgreichste politische Kalenderjahr für den SSV, 26% auf Landesebene Schleswig-Holstein und 1 Mandat auf Bundesebene konnten errungen werden. In der Folgezeit jedoch brachte die Partei durch immerwiederkehrende Forderungen nach einem Anschluss an Dänemark die deutsche Bevölkerung gegen sich auf. Zusätzlich erwies sich die eingeführte 5% Hürde 1950 als Problem, der Verband sackte in die Bedeutungsosigkeit ab.
Daraufhin befreite man 1955 die Partei wegen der hohen Bedeutung auf Vertretung von Minderheiten von der 5%-Regelung, zuvor setzte Dänemark Konrad Adenauer unter Druck. Es folgte die Rückkehr in die Landespolitik im Norden.

Nach 1966 (neues Parteiprogramm) und 1971 (neue Gesichter) korrigierte der SSV seine Ziele und nahm Abstand von einer Ausgliederung S-H. aus dem deutschen Staat. Der Weg war frei um sich auf aktuelle landespolitische Themen zu konzentrieren.

Heute vertritt die Partei in einem ausgewogenen Verhältnis die dänische und friesische Minderheit und hat maßgeblich zu dessen verbesserter Wahrnehmung und Tolerierung beigetragen.

Parteiführung
Vorsitzender: Flemming Meyer (seit 2005)
Generalsekretär: Dieter Lenz

Grundsatzprogramm und Ziele
Das aktuelle Dosier nennt sich "Rahmenprogramm" und stammt aus dem Jahre 1999. Wie schon beschrieben vertritt der SSV hauptsächlich die Interessen zweier Minderheiten. Die Verständigung zwischen den Völkern bildet eine vorgelebte Grundeinstellung.

- Forderung nach einer Schutz- u. Förderungsklausel für nationale Minderheiten im GG
- bessere Selbstbestimmung persönlicher Daten
- Eintritt für mehr Toleranz und Selbstbestimmunsgrecht
- Bekämpfung des Fremdenhasses
- Forderung nach gleichem Lohn beider Geschlechter
- Kinderbetreuung und Schulsystem nach skandinavischen Vorbild verwirklichen
- staatliche Integrationsbemühungen drastisch ausbauen
- Qualifizierung von Arbeitskräften nachhaltig und stetig fördern
- bessere Vernetzung von Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen
- Infrastruktur in Schleswig ausbauen
- regionaltypische Wirtschaftsbranchen steuerfinanziert stützen
- ethische und moralische Verantwortung von Wirtschaftsunternehmen verankern
- Nutzung von Naturraum auf Notwendigkeit reduzieren
- umfassende Renaturierung von nichtgenutzten Flächen
- Strafen für Umwektkrimininalität drastisch erhöhen
- Energieverbrauch und -emission reduzieren
- Meere vor Verschmutzung bewahren
- Tierversuche werden abgelehnt
- gentechnische Produkte deutlich kennzeichnen/Anwendung ist politisch zu hinterfragen
- Ausstieg aus der Kernkraft/Umsetzung Agenda 21 (Rio 1992)
- Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung
- Forderung: Große Gemeinden anstatt Kreisverwaltungen