Die Freie Demokratische Partei (F.D.P.) stellt sich als Ziel die Stärkung der Freiheit und der Verantwortung des Einzelnen in unserer Gesellschaft und prägt dafür den Begriff des modernen Liberalismus.

Die F.D.P. sieht den Beginn ihrer Geschichte im Freiheitsstreben des deutschen Bürgertums zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch unter Napoleonischer Fremdherrschaft.

Nach Ende des 2. Weltkrieges nahmen liberale Werte wieder einen zentralen Platz in Deutschland ein und mündeten in verschiedene Parteiprojekte. So wurde am 11. Dezember 1948 in Heppenheim die F.D.P. unter dem Vorsitz von Theodor Heuss gegründet, während sich in der sowjetischen Besatzungszone die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) unter Wilhelm Külz und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) bildeten.
Im Jahre 1956 begannen dann erste Gespräche zwischen den Liberalen beider deutscher Staaten, denen nach 1990 dann die Vereinigung folgte.

Vorsitzender der etwa 61.000 Mitglieder starken Partei ist seit 2001 der Rechtsanwalt Dr. jur. Guido Westerwelle (*1961), zuvor seit 1994 Generalsekretär der F.D.P.. Er leitete die Redaktionskommission, welche die Wiesbadener Grundsätze erarbeitete, seit dem 24. Mai 1997 Grundsatzprogramm der Liberalen. Generalsekretär der F.D.P. ist seit Mai 2005 der 2007 wiedergewählte Diplom-Verwaltungswirt (FH) Dirk Niebel (*1963).

Ehrenmitglieder der Freien Demokratischen Partei sind der Alt-Bundespräsident Walter Scheel, der einstige Außenminister Hans-Dietrich Genscher und der ehemalige Wirtschaftsminister Dr. Otto Graf Lambsdorff. Die stellvertretende Bundesvorsitzende Cornelia Pieper, Diplom-Sprachmittlerin aus Halle (Saale), gilt als bekanntestes Parteimitglied aus der ehemaligen DDR.

Bei den Bundestagswahlen 2005 verzeichnete die F.D.P. zwar einen Stimmenzuwachs auf 9,8 %, blieb aber trotz 61 Sitzen in der parlamentarischen Opposition, da man ein Zusammengehen mit den Parteien links von der CDU/CSU ablehnte und den Slogan "Freiheit statt Sozialismus" auf dem Stuttgarter Parteitag zum zentralen Credo erklärte.

Ihre parteipolitischen Ziele formulierte die F.D.P. in folgenden Dokumenten:
  • Strategiepapier "Bündnis mit dem Bürger", 12. 12. 2005
  • Deutschlandprogramm 2005 "Arbeit hat Vorfahrt"
  • Positionsschrift "Für die freie und faire Gesellschaft"
  • Bürgerprogramm 2002
  • Wiesbadener Grundsätze
  • Wiesbaden Declaration of Basic Principles for a Liberal Civil Society.
Das Fundament liberalen Bürgerverständnisses ist der Begriff "Freiheit" (Freiheit ist Verantwortung, Freiheit ist Vielfalt, Freiheit ist Fortschritt) auf Grundlage der ökologischen Marktwirtschaft.