Die Deutsche Soziale Union (DSU) wurde 1990 in Leipzig gegründet, in dem sich zwölf unterschiedliche Parteien und politische Vereinigungen der damaligen DDR auf Initiative der bayrischen CSU mit dem CSU e. V. Sachsen zusammenschlossen.

Die DSU ist eine Kleinpartei mit etwa 1.000 Mitgliedern, davon allein im Freistaat Sachsen 400. Weitere Landesverbände gibt es in Brandenburg, Hessen und Sachsen-Anhalt.

Erster Parteivorsitzender war der Pfarrer Hans-Wilhelm Ebeling, heute wird die Partei von dem Fuhrunternehmer Roberto Rink (Teuern) geführt. Prominentestes Mitglied war einst der letzte Innenminister der DDR, Peter-Michael Diestel.

Bis 2008 war die DSU auf kommunaler Ebene in Sachsen die stärkste Kraft rechts von der CDU. In diesem Jahr erreichte sie aber nur noch 1,6 % der Stimmen (NPD - 5,1%).

Im Bundestag und in den Länderparlamenten ist die Partei nicht vertreten, ihr bestes Wahlergebnis bei Landtagswahlen waren 0,6 % 1994 in Sachsen.

Das Grundsatzprogramm der DSU liegt in einer Fassung vom November 2006 vor und bedürfte einer neuen Redaktion. Seine wesentlichen Teile wurden noch von dem einstigen ZDF-Politmoderator Gerhard Löwenthal verfasst.

Die DSU versteht sich als Volkspartei für Deutsche aller sozialen Schichten und nennt als ihre Grundwerte Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in ökologischer Verantwortung in einem christlich-abendländischen Wertekanon.

Für alle Deutschen sind gleiche Lebensverhältnisse zu schaffen.

Dazu ist es erstrebenswert eine neue deutsche Verfassung auszuarbeiten und das Grundgesetz u. a. wie folgt zu ändern:
  • Umwandlung des Asylrechts in ein Gnadenrecht ohne Berechtigung der gerichtlichen Erzwingung der Aufnahme in Deutschland;
  • Fixierung des Verfassungsrechts auf Vollbeschäftigung für Deutsche;
  • Umweltschutz als zentraler Verfassungsgrundsatz.
Breiten Raum nimmt im Grundsatzprogramm die Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein, SED und MfS sind zu kriminellen Vereinigungen zu erklären.

Daneben fordert die DSU in ihrem 31seitigen Programm, das alle Lebensbereiche umfasst, u.a.:
  • Vorrang der Kriminalitätsbekämpfung vor Datenschutz;
  • keine Einwanderungsquote, Deutschland ist kein Einwanderungsland;
  • Absage an die Idee einer "multikulturellen" Gesellschaft;
  • keine Fristenlösung beim Schwangerschaftsabbruch, keine soziale Indikation;
  • Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems und ausschließliche Entscheidung der Eltern über die Schullaufbahn ihrer Kinder;
  • Religion als Schulunterrichtsfach;
  • Förderung des europäischen Kulturgutes;
  • Soziale Marktwirtschaft auch in nichtgewerblichen Gesellschaftsbereichen;
  • Begründungszwang für staatliche Tätigkeit;
  • Sicherung der Rechte der deutschen Volksgruppen auf Grundlage der Charta der Heimatvertriebenen von 1950.
WIR SIND DIE CHRISTLICH-KONSERVATIVE KRAFT FÜR DEUTSCHLAND!