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Thema: Neues aus Russland

  1. #1
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Neues aus Russland

    Die Zitate des Abends (UNFASSBAR! DH)

    "Man hätte einen Präventivschlag gegen Georgien führen müssen. Es durfte nicht zgelassen werden, dass Zchinwali und andere bewohnte Orte vernichtet wurden. In den letzten 16 Jahren ermordeteten sie (die Georgier, DH) 200 unserer Soldaten. Wegen eines im Libanon vermißten Unteroffiziers fiel Israel in das Land ein, verwüstete es und zog sich wieder zurück..."
    [...]
    "Wenn wir 50 Jahre in Deutschland geblieben sind, warum sollten wir nicht auch in Georgien bleiben? Achten Sie auf die weltweiten Reaktionen! Wir sind ohnehin die Aggressoren! Da hätte man dies auch tun sollen und alle retten müssen".

    Im weiteren fordert Wladimir Shirinowski, Vize-Vorsitzender der russischen Staatsduma und Führer der Liberal-Demokratischen-Partei Russlands (LDPR) neben der vollständigen Okkupation Georgiens auf ewig noch die Auflösung dessen Armee, die Arrestierung aller Offiziere sowie die Verhaftung und Aburteilung des gewählten Präsidenten Micheil Saakaschwili.

    Primärquelle: Nachrichtenagentur Вести.Ru, gestern, 20:06 Uhr Moskauer Zeit
    zitiert nach http://news.mail.ru/politics/2000073.html

    Detlef Haase
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  2. #2
    Administrator Avatar von Fokker
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    Ja, sind halt die Aussagen eines rechten Populisten, dessen Partei bei der letzten Wahl auch erhebliche Stimmanteile verloren hat.

    Solche Forderungen kann man ja nicht wirklich ernst nehmen.
    Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.

  3. #3
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Russische Zentralbank zieht Gelder aus den USA ab

    Russland verringert den Anteil US-amerikanischer Wertpapiere an seinen Währungsreserven.
    Seit Beginn des Sommers hat sich das Anlagevolumen in US-$ um das 1,5-fache verringert. Im August kaufte die RZB überhaupt keine amerikanische Valuta mehr ein, seit Anfang September hat sie begonnen, ihre Dollarreserven abzubauen.
    Die RZB ist bereit, mehr EURO zu erwerben, beträgt dessen Anteil an den Währungskäufen bisher doch nur 15%. "Wir sind nicht dagegen, diesen Anteil zu erhöhen, jedoch ist das Marktvolumen vorerst noch sehr klein.", so Aleksej Uljukajew, 1. stellv. Direktor der RZB.
    Für den September wird keine Zunahme der Inflation erwartet. Bei den Verbraucherpreisen kam es im August zum höchsten Anstieg (0,6 %) bei Fleisch, Milch und Milchprodukten, Eiern, Reis und Salz. Generell stiegen die Verbraucherpreise, jedoch hätte dies makroökonomische (Verschämter Ausdruck für "internationale", DH) Ursachen. Die Inflationsrate werde das von der Regierung prognostizierte Niveau nicht überschreiten.

    Quelle: http://www.dni.ru/economy/2008/9/5/148521.html

    (DNI.RU ist eine vorwiegend wirtschaftspolitisch orientierte Internet-Zeitung. Der Beitrag erschien am 5. September 2008)
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  4. #4
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Präsenz der politschen Parteien im TV

    Unter http://kprf.ru/tv/59535.html wird mit Datum vom 8. September ausführlich über eine Statistik des Zentrums für Untersuchungen zur Parteienkultur in Russland über die TV-Präsenz der poltischen Parteien "Einiges Russland, "Gerechtes Russland", Liberaldemokratische Partei Russlands und der Kommunistische Partei der RF in der Zeit vom 31. August bis 6. September berichtet. Man analysierte die Fernsehkanäle "Das Erste", "Russland", NTV, TVZ, Ren-TV und RBK-TV. Dabei unterscheidet die Statistik zwischen direkter Sendezeit zugunsten der jeweiligen Partei und direkten Auftritten (Redezeit) deren Vertreter. Dabei lag die Putin-Partei "Einiges Russland" mit 67 % der Sendezeit vor der LDPR Schirinowskis mit 25 % an der Spitze, während der KPRF nur 6 % und "Gerechtes Russland" nur 0,5 % eingeräumt wurden.

    ("Einiges Russland" und LDPR sind faktisch Regierungskoalitionäre, auch wenn erstere dies nicht nötig hätte. In den Weiten Russlands ist das TV faktisch wichtigstes poltisches Informationsmedium.DH)

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  5. #5
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    Zitat Zitat von Fokker Beitrag anzeigen
    Ja, sind halt die Aussagen eines rechten Populisten, dessen Partei bei der letzten Wahl auch erhebliche Stimmanteile verloren hat.

    Solche Forderungen kann man ja nicht wirklich ernst nehmen.
    Den sachlichen Inhalt nicht - die nationalistischen Töne, die diese Aussage prägen und auf der sowohl Putin als auch Schirinowski reiten schon eher - in Russland geht gerade in der öffentlichen Debatte wenig mit Koexistenz und Öffnung nach Westen - da ist nur "The Empire Strikes Back" angesagt.

    Putin und Medvedjev ist eventuell zuzutrauen, dass sie Nationalismus zwar als politsches Stilmittel benutzen aber in Wahrheit einen guten Draht zum Westen - gerade zu Deutschland - unterhalten möchten und Entscheidungen gemeinsam treffen.

    Wer aber am Ende wen benutzt ...

  6. #6
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    Schwarzmeerflotte bleibt bis 2017

    Das offizielle Kiew beabsichtigt nicht, dass Abkommen mit Russland über die Stationierung der Schwarzmeerflotte in Sewastopol aufzukündigen und die Russen zum Verlassen der Krim vor 2017 zu zwingen, betonte der ukrainische Präsident Viktor Justschenko vor ausländischen Journalisten.
    Es sei aber eine Reihe von Problemen einvernehmlich zu klären. Es könne z. B. nicht sein, dass ein Panzer oder Militärtransporter aus Kertsch gegen ein drittes Land ausrücke, dabei drei ukrainische Verwaltungsbezirke durchquere, aber die Ukraine nicht wenigstens informiert würde. Ebenso können doch nicht Matrosen auf gepachtetem Grund und Boden einfach Bauten errichten, ohne eine Genehmigung ukrainische Behörden einzuholen.
    Ab Oktober will die Ukraine ein neues Kontrollsystem der russischen Seestreitkräfte auf der Krim einführen.

    Quelle: Vesti.RU nach ITAR-TASS, heute, 17:10
    zitirt nach http://news.mail.ru/politics/2012377

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  7. #7
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    Medwedjew und 9/11

    In einer Diskussionsrunde des Klubes "Waldai" äußerte Dmitri Medwedjew, der Präsident Russlands, folgendes:
    "Russland hat seine Zonen, in denen seine Interessen liegen. Dies zu leugnen wäre sinnlos und schädlich, da es (Russland, DH) diese Interessen und die Interessen der Bürger der RF schützen wird.
    Die Welt hat sich verändert und es kam mir in den Sinn, dass der 8. August 2008 für Russland zu dem geworden ist, was der 11. September 2001 für die USA darstellt. Das ist ein genauer Vergleich, er entspricht den russischen Gegebenheiten. Die Tragöde des 11. September und andere tragische Geschehnisse lehren uns etwas. Ich wünschte, die Welt würde diese Lehren aus dem ziehen, was passiert ist."

    Medwedjew brachte darüber hinaus zum Ausdruck, dass unsere Welt unsicherer geworden sei. Er habe den Glauben an Gerechtigkeit auf der Erde längst verloren, das bisherige Konzept globaler Sicherheit habe versagt und es bedürfe eines neuen, da Bipolarität und Monopol versagt hätten. Nun sei eine multizentrale Sicherheitskonzeption vonnöten.

    Quelle: ВЕСТИ.RU, heute, 12:13 Uhr
    zutiert nach http://new.mail.ru/politics/2014394

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    Georgien nimmt Energieversorgung wieder auf

    Nach Angaben der ESCO OAG (Georgien) nimmt die Firma ab sofort die Energieversorgung des Krasnodarskii Kraij in der Russischen Föderation wieder auf.
    Über Abchasien werden täglich 1 Million KWh per Energietrasse 220 "Salchino" vertragsgemäß geliefert.

    Gleichzeitig werden die Stromlieferungen an die Türkei eingestellt.

    Quelle: INTERFAX.RU, heute, 11:37 Uhr
    hier nach http://news.mail.ru/economics/2017190/

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    Medwedjew trifft sich mit der russischen Wirtschaft

    Viktor Wechselberg (Fabergé) beschrieb ein Treffen des russischen Präsidenten Dmitri Medwedjew mit Wirtschaftsvertretern des Landes gestern im Alexander-Saal des Großen Kreml-Palastes als aufschlußreich und zielführend. Es sei aufgeschlossen und modern gewesen und fand die Zustimmung der Geschäftswelt.
    Zunächst hatten die Teilnehmer den Opfern des Flugzeugabsturzes im Ural mit einer Schweigeminute gedacht.
    Medwedjew analysiert dann den Kaukasuskonflikt und versicherte den Geschäftsleuten, dass es keine strategischen Änderungen in der ökonomischen Politik des Staates geben werde. Auch die Beziehungen zur EU und zum Internationalen Währungsfond würden sich nicht verschlechtern, unterstrich der Präsident, auch um jene zu beruhigen, die über erhebliche Kapitalanlagen im Ausland verfügen.
    Medwedjew stellte eine Senkung der Mehrwertsteuer in Aussicht, jedoch gebe es hier noch Widerstände des Finanzministeriums. Auch das Problem "Russland in der WTO" war ein Thema.
    Die Geschäftsleute hatten Medwedjew mit stehenden Ovationen begrüßt, er erwiderte dies mit einem Handschlag für jeden der Anwesenden.

    Quelle: Komsomolskaja Pravda, heute, 3:03
    nach http://news.mail.ru/politics/2020874

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    Juri Luschkow: Nationalistische Positionen

    Der Bürgermeister der russischen Hauptstadt Moskau, Juri Luschkow hat gefordert, den gegenwärtigen Vertrag der Russischen Föderation mit der Ukraine auslaufen zu lassen und neu zu verhandeln.
    Dabei forderte er die Beibehaltung des Status von Sewastopol und der Krim: "Wir werden Sewastopol nicht im 17er Jahr und auch nicht 3017 aufgeben. Wenn wir dies tun würden, riskieren wir, den Kaukasus zu verlieren!"
    In der Ukraine habe man wohl vergessen, dass der Held der Ukraine, Hetman Bogdan Chmelnitzki beim Zaren Alexander von Russland einst um Freundschaft nachgesucht hatte. Justschenko und seine nationalistischen Unterstützer verdrängten dies bewußt.

    (Juri Luschkow war Intimus von Boris Jelzin und galt bzw. gilt als engster Vertrauter von Wladimir Putin. Eigentlich hat er längst das Pensionsalter erreicht. Im Moskauer Stadtsowjet ist er u.a. Vorsitzender des Bau- und Vergabeausschusses. Seine Gattin ist Vorstandsvorsitzende jenes Bautrusts, welcher in Moskau ca. 80 % aller Bauleistungen erbringt. DH)

    Quelle: Isvestija, heute, 19:06 Uhr
    nach http://news.mail.ru/politics/2023567
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