Geschichte:
Die SPD ist 1875 aus dem Zusammenschluss des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) entstanden. Nach dem Zusammenschluß hieß die Partei vorerst Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP). Seit 1878 wurde die SAP im Kaiserreich durch das Sozialistengesetz unterdrückt. Nachdem das Sozialistengesetz außer Kraft gesetzt wurde, benannte sich die SAP in Sozialdemokratische Partei Deutschlands um.
Während des ersten Weltkriegs spaltete sich die Partei in USPD (Unabhängige-SPD) und MSPD (Mehrheits-SPD) auf, da viele SPD-Mitglieder die Kriegsbilligende Haltung der SPD nicht befürworteten, daraufhin entstand die USPD.
Im weiteren Geschichtsverlauf ging die USPD in der KPD auf bzw. schlossen sich ehem. USPD Mitglieder wieder der MSPD, die jetzt natürlich wieder SPD genannt werden konnte.
An der Verfassung der Weimarer Republik war die SPD mitgestaltend tätig, wenn sie auch keinen großen Einfluss ausüben konnte.
Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, stimmte die SPD als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz. In der Folgezeit wurde die Partei jedoch verboten. Viele Sozialdemokraten mussten aus Deutschland flüchten oder wurden in Konzentrationslagern untergebracht.
Nach dem Krieg verschmolz die SPD in der sowjetischen Besatzungszone mit der SED, teilweise unter Zwang, teils freiwillig.
In der Bundesrepublik trennte sich die SPD mit dem Godesberger Programm vom Sozialismus und wurde so zu einer gesellschaftlich offenen Volkspartei.

Grundsatzprogramm:
Am 28.10.2008 hat die SPD das Hamburger Programm beschlossen. Die Grundwerte des Programms sind Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, welche durch den demokratischen Sozialismus verwirklicht werden sollen. Diese Grundwerte stehen für ein selbstbestimmtes Leben, gleiche Chancen und die Anerkennung von Leistung sowie für den Sozialstaat als Ausdruck der gesellschaftlichen Solidarität.
Die SPD bekräftigt ihr Einstehen für die soziale Marktwirtschaft, deren Erträge fair verteilt werden sollen und sieht dafür einen starken Staat als notwendig an für den Wohlstand der Gesamtbevölkerung. Für schwächere Bevölkerungsgruppen wird ein handlungsfähiger Sozialstaat gefordert, jedoch wird auch vom vorsorgenden Sozialstaat gesprochen, wobei die Reformen der Agenda 2010 begrüßt werden.
Ein weiterer Punkt des Programms geht auf die Finanzpolitik ein, die nicht auf Kosten zukünftiger Generationen gestaltet werden soll.
Weiterhin bemüht sich die SPD darum mehr Geld in die Bildung zu investieren, die Kinderbetreuung soll ausgebaut werden und Ganztagsschulen installiert werden, wobei die Ganztagsbetreuung kostenlos sein wird und die Kinder möglichst bis zur 10. Klasse zusammenlernen, also keine Selektierung vor der 10. Klasse.
Die SPD spricht sich für die EU aus, als Antwort auf die Globalisierung. Ebenso steht die Spd für eine Regulierung der Kapitalmärkte ein.

Politische Strömungen innerhalb der SPD:
Es gibt in der SPD mehrere Gruppierungen, die einerseits eine linke Ausrichtung vertreten, wie zB das Forum Demokratische Linke 21 und die Parlamentarische Linke oder, wie der Seeheimer Kreis und die Nürnberger Mitte für eine gemäßigt konservative Ausrichtung innerhalb der Sozialdemokratie stehen.