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Thema: Studiengebühren - abgeschafft

  1. #11
    Super-Moderator Avatar von Detlef05
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    Nur mal so am Rande und als Erinnerung ans Thema:

    Heute verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erstmals über eine in den Vorinstanzen bisher abgewiesene Klage von Studentinnen und Studenten der Uni Paderborn gegen Studiengebühren, hier konkret 500 EURO/Semester. Die Entscheidung in diesem Verfahren dürfte rechtsgestaltend sein.
    NIHIL HUMANI A ME ALIENUM PUTO. -
    Nichts menschliches ist mir fremd. (Menander)
    Politisches Salzland
    Timirjasev-Verein

  2. #12
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    Das Urteil ist negativ ausgegangen. Während sich die Kläger der Uni Paderborn enttäuscht zeigten, jubelt es um sie herum. Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck äußerte sich wie folgt: "Noch ist die Gebührenfreiheit an den Ost-Unis ein Standortvorteil. Damit werden junge Menschen ins Land geholt und gehalten." So wird es nach dem Urteil bleiben...

    Vor wenigen Tage erst starteten die 5 neuen Bundesländer eine neue Hochschuloffensive mit dem gewöhnungbedürftigen Namen Studieren-in-Fernost.de. Wer damit angesprochen werden soll, versteht sich von selbst.

    So so, ich wohne in Fernost
    Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
    Hubert Reeves

  3. #13
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    Finde es gut, dass sich die Studiengebühren nicht durchsetzen. Sonst wäre es für die mit wenig Geld immer schwieriger geworden und der Unterschied zwischen arm und reich wäre nur größer geworden. Finde gut, dass die Studiengebühren sich nicht durchgesetzt haben.

  4. #14
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    Zitat Zitat von gerdt Beitrag anzeigen
    Finde es gut, dass sich die Studiengebühren nicht durchsetzen. Sonst wäre es für die mit wenig Geld immer schwieriger geworden und der Unterschied zwischen arm und reich wäre nur größer geworden. Finde gut, dass die Studiengebühren sich nicht durchgesetzt haben.
    Das kann man auf zweierlei Weise sehen. Auf jeden Fall teile ich deine Meinung, dass es nicht vom individuellen Einkommen abhängen darf, ob jemand studieren kann oder nicht. Es spräche aber nichts dagegen, trotzdem Studiengebühren zu fordern, notfalls finanziert durch ein zinsloses staatliches Darlehen, das nach Beendigung des Studiums in bequemen Raten vom dann wesentlich höheren Verdienst zurückgezahlt werden kann. Im Sinn von Gerechtigkeit ist es nicht ganz nachvollziehbar, warum die Allgemeinheit die gehobene Ausbildung eines Einzelnen ganz übernehmen soll, wo dieser doch nachher der Nutznießer ist.

  5. #15
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    Im Sinn von Gerechtigkeit ist es nicht ganz nachvollziehbar, warum die Allgemeinheit die gehobene Ausbildung eines Einzelnen ganz übernehmen soll, wo dieser doch nachher der Nutznießer ist.
    Zuerst einmal soll der Staat allen die gleichen Startchancen geben. Studiengebühren würden diese Chancengleichheit verhindern.
    Und zum zweiten zahlt der besserverdienende Akademiker dann auch höhere Steuern und leistet dadurch einen größeren finanziellen Beitrag für die Allgemeinheit

  6. #16
    Administrator Avatar von tdd
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    Hi
    da die gehobene Ausbildung aber auch ein höheres Gehalt nach sich zieht, ist die Steuerbelastung deutlich höher. Somit zahlen die Studierten schon deutlich mehr an die Gesellschaft zurück. Somit kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen, warum gerade die Studenten denn der Allgemeinheit auf der Tasche liegen sollen.
    mfg
    tdd

  7. #17
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    Zitat Zitat von Beton Beitrag anzeigen
    Im Sinn von Gerechtigkeit ist es nicht ganz nachvollziehbar, warum die Allgemeinheit die gehobene Ausbildung eines Einzelnen ganz übernehmen soll, wo dieser doch nachher der Nutznießer ist.
    Rein aus volkswirtschaftlicher Sicht denke ich, dass durchaus die gesamte Gesellschaft einen Nutzen daraus zieht, wenn im Land hochqualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen. Nebst den schon angeführten rein monetären Vorteilen, wären viele Entscheidungen in Politik und Verwaltung ohne umfangreiches Expertenwissen einfach wesentlich schlechter zu handhaben.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Benny Beitrag anzeigen
    Zuerst einmal soll der Staat allen die gleichen Startchancen geben. Studiengebühren würden diese Chancengleichheit verhindern.
    Das ist ja nicht wahr! Wenn Studiengebühren über einen zinslosen staatlichen Kredit finanziert werden können, d.h. dass sie de facto erst im Nachhinein fällig werden, dann haben alle die gleichen Startchancen.

    Und zum zweiten zahlt der besserverdienende Akademiker dann auch höhere Steuern und leistet dadurch einen größeren finanziellen Beitrag für die Allgemeinheit
    Das würde voraussetzen, dass jeder Akademiker nach seiner Ausbildung in Deutschland bleibt und brav sein Einkommen versteuert, statt es via Schweiz nach Singapur verschwinden zu lassen. Auch wenn dein Einwand sicher für die Mehrheit der Hochschulabsolventen zutrifft, haben wir als Gesellschaft von denjenigen, die das Land verlassen und im Ausland ihr Glück versuchen, nichts. Von den ausländischen Studenten gar nicht erst zu reden.

    Im Übrigen: Wer sich statt für eine akademische Ausbildung für eine handwerkliche entscheidet und dann irgendwann den Meistertitel erwirbt, muss die Kosten dafür auch selber tragen. Nach dem was ich so gehört habe sind das locker 10.000 Euro und mehr. Auch der Meister verdient nachher mehr als ein "normaler" Arbeiter und zahlt entsprechend höhere Steuern. Nach dem Gleichbehandlungsprinzip sollte das dem Akademiker auch zuzumuten sein.

  9. #19
    Administrator Avatar von tdd
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    Zitat Zitat von Beton Beitrag anzeigen
    Das würde voraussetzen, dass jeder Akademiker nach seiner Ausbildung in Deutschland bleibt und brav sein Einkommen versteuert, statt es via Schweiz nach Singapur verschwinden zu lassen. Auch wenn dein Einwand sicher für die Mehrheit der Hochschulabsolventen zutrifft, haben wir als Gesellschaft von denjenigen, die das Land verlassen und im Ausland ihr Glück versuchen, nichts. Von den ausländischen Studenten gar nicht erst zu reden.
    Hi
    was glaubst du denn, wie viele das denn sein sollen, die Steuern hinterziehen oder direkt ins Ausland gehen?
    mfg
    tdd

  10. #20
    Benutzer
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    Zitat Zitat von tdd Beitrag anzeigen
    Hi
    was glaubst du denn, wie viele das denn sein sollen, die Steuern hinterziehen oder direkt ins Ausland gehen?
    Es kommt nicht darauf an, wie viele das sind, sondern darauf, dass die pauschale Aussage, wir als Gesellschaft würden davon profitieren und bekämen alles zurück, nicht zutrifft. Nicht in jedem Fall. Mir ist diese Argumentation ohnehin höchst suspekt. Es gibt so viele Menschen, deren Tätigkeit für die Gesellschaft äußerst nützlich und profitabel ist, mit denen man jedoch längst nicht so nachsichtig umgeht. Warum diese Ausnahmestellung der Akademiker? Tradition? Verbeugung vor "Herr Doktor", wie im Kaiserreich? Eins darfst du nicht vergessen: In ERSTER LINIE absolviert jeder sein Studium für sich selbst, für seinen eigenen Nutzen, und nicht zum Wohl der Gesellschaft. Letzteres hat wohl kein einziger Student im Kopf, wenn er sich einschreibt.

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